Moldavit – seltener grüner Stein aus einem Meteoriteneinschlag

Moldavit (tschechisch vltavín) ist ein flaschen- bis olivgrüner Stein, der vor rund 15 Millionen Jahren beim Einschlag eines gewaltigen Meteoriten im heutigen Bayern entstand. Er ist weder ein klassischer Edelstein noch ein Mineral. Moldavit ist ein Tektit – natürliches Glas, das durch Hitze und Druck des Einschlags aus geschmolzenem Erdgestein hervorging. Er kommt fast ausschließlich auf tschechischem Gebiet vor, vor allem in Südböhmen und Westmähren, und zählt damit neben dem böhmischen Granat zu den tschechischen Nationalsteinen. Seine Härte entspricht ungefähr der von gewöhnlichem Glas – er ist also weicher als Edelsteine und verlangt im Schmuck einen behutsameren Umgang.

Moldavit
Roher Moldavit – die zerklüftete Oberflächenstruktur (Skulptierung) ist eines der wichtigsten Echtheitsmerkmale.

Was ist Moldavit: ein Tektit, kein Mineral

Moldavit ist ein Tektit – natürliches Glas, das aus geschmolzenem Erdgestein bei einem Meteoriteneinschlag entstand. Er ist also kein Mineral und im strengen Sinn auch kein Edelstein, denn ihm fehlt die kristalline Struktur. Chemisch besteht er überwiegend aus Siliziumdioxid mit Beimengungen von Aluminium, Eisen und weiteren Elementen. Unter den Tektiten zählt Moldavit weltweit zu den wertvollsten. Sammler wie Juweliere schätzen ihn wegen seiner unverwechselbaren grünen Farbe und seiner kosmischen Herkunft.

Was ist ein Tektit und wie unterscheidet er sich vom Mineral

Tektite sind natürliche Gläser, die aus irdischem Gestein entstehen, wenn es beim Einschlag eines großen Meteoriten schmilzt. Während Minerale ein regelmäßiges Kristallgitter besitzen, blieb der Tektit amorph: Er erstarrte so schnell, dass sich die Atome nicht zu Kristallen ordnen konnten. Moldavite sind zugleich die einzigen Tektite, die in Europa vorkommen (Quelle: Tschechischer Geologischer Dienst).

Physikalische Eigenschaften des Moldavits

Moldavit hat etwa dieselbe Härte wie gewöhnliches Glas und erreicht auf der Mohs-Skala rund 5,5 von 10. Deshalb zerkratzt und splittert er leichter als etwa Saphir, Smaragd oder Diamant. Er ist durchsichtig bis durchscheinend, zeigt Glasglanz und muscheligen Bruch (Quelle: Geology.com). Beim Tragen braucht er mehr Rücksicht als härtere Steine.

Grundinformationen

  • FamilieTektit (natürliches Glas)
  • Härte (Mohs-Skala)
    5,5
  • FundorteTschechien, vereinzelt Deutschland und Österreich
  • Farbe
    Flaschen-, oliv- bis waldgrün, braungrün

Gemmologische Parameter des Moldavits

  • Chemische ZusammensetzungSiO2 (ca. 75–80 %) + Al2O3, Beimengungen von Fe, K, Ca, Na
  • Relative Dichte2,32–2,40
  • KristallsystemAmorph (natürliches Glas)
  • Brechungsindex1,47–1,51
  • DoppelbrechungKeine (isotrop)
  • StrichfarbeWeiß
  • BruchMuschelig
  • GlanzGlasglanz

Die Farbe des Moldavits

Die typische Färbung reicht von hellem Flaschengrün über Olivgrün bis zu dunklem Waldgrün und Braungrün. Die grüne Farbe verdankt der Stein Beimengungen von Eisen im geschmolzenen Gestein. Die Farbtöne hängen oft mit der Herkunft zusammen: südböhmische Steine sind meist satter grün und durchsichtiger, mährische zeigen häufig einen bräunlichen Stich. Gegen das Licht werden im Inneren zudem winzige Bläschen und Schlieren sichtbar.

  • Cluster Ring mit Moldaviten, Saphiren und Diamanten Irma
    Cluster Ring mit Moldaviten, Saphiren und Diamanten Irma
  • Cluster Halskette mit Moldavit, Saphir und Diamanten Edom
    Cluster Halskette mit Moldavit, Saphir und Diamanten Edom
  • Cluster Ohrringe mit Moldaviten, Saphiren und Diamanten Gita
    Cluster Ohrringe mit Moldaviten, Saphiren und Diamanten Gita
  • Cluster Halskette mit Moldaviten, Saphiren und Diamanten Otyl
    Cluster Halskette mit Moldaviten, Saphiren und Diamanten Otyl
  • Cluster Ohrringe mit Moldavit, Saphir und Diamanten Alary
    Cluster Ohrringe mit Moldavit, Saphir und Diamanten Alary
  • Cluster Verlobungsring mit Moldavit, Saphir und Diamanten Rosa
    Cluster Verlobungsring mit Moldavit, Saphir und Diamanten Rosa

Wie Moldavit entstand: ein Meteoriteneinschlag vor 15 Millionen Jahren

Moldavit entstand vor rund 15 Millionen Jahren, als im heutigen Bayern ein Meteorit mit etwa einem Kilometer Durchmesser einschlug und einen Krater bildete, das heutige Nördlinger Ries. Gewaltige Hitze und gewaltiger Druck schmolzen das Oberflächengestein und schleuderten es hoch in die Atmosphäre. Die geschmolzene Masse erstarrte während des Fluges zu grünem Glas und landete Hunderte Kilometer entfernt, auf dem Gebiet des heutigen Tschechiens.

Der Krater Nördlinger Ries

Das Ries liegt in Bayern zwischen Nürnberg, Stuttgart und München und misst rund 24 Kilometer im Durchmesser; in seiner Mitte steht heute das mittelalterliche Städtchen Nördlingen. Etwa 36 Kilometer südwestlich liegt der kleinere Steinheimer Krater. Forscher vermuten, dass beide Vertiefungen von einem Körperpaar stammen, das gemeinsam zur Erde flog. Direkt am Krater würden Sie Moldavite jedoch vergeblich suchen – das geschmolzene Glas spritzte weit vom Einschlagsort weg.

Das Streufeld der Moldavite

Das geschmolzene Glas ging in einem Gürtel nieder, der 200 bis 450 Kilometer ostnordöstlich des Kraters liegt – Geologen sprechen vom sogenannten Streufeld. Man schätzt, dass damals rund 20 Millionen Moldavite mit einem Gesamtgewicht von etwa 275 Tonnen auf die Erde fielen. Der Großteil zerfiel jedoch über die Jahrmillionen, wurde in Flüsse geschwemmt oder tief in Sedimenten begraben. Deshalb finden wir Moldavite heute nur in wenigen kleinen Gebieten.

Wo Moldavit vorkommt: Fundorte in Südböhmen und Mähren

Moldavit kommt fast ausschließlich in Tschechien vor, und zwar in zwei Hauptgebieten: in Südböhmen (vor allem zwischen Budweis und Trhové Sviny) und in Westmähren im Umland von Třebíč. Kleinere Funde stammen aus dem Egerbecken, der deutschen Lausitz und dem österreichischen Waldviertel. Gerade diese geografische Ausnahmestellung macht Moldavit zu einem einzigartigen tschechischen Stein.

Südböhmische Moldavite

Die ergiebigsten Fundstellen liegen entlang des westlichen Randes des Budweiser Beckens – berühmt sind die Sandgruben rund um Besednice, aus denen Steine mit der ausgeprägtesten Skulptierung stammen. So bezeichnet man das zerklüftete Oberflächenrelief aus Grübchen und Furchen. Wegen ihres stacheligen Aussehens nennen Sammler sie „Igel“. Südböhmische Moldavite sind meist satt flaschengrün und durchsichtiger, dafür jedoch kleiner – ein durchschnittlicher Fund wiegt knapp 7 Gramm.

Mährische Moldavite

In Mähren treten Moldavite etwa im Dreieck zwischen Třebíč, Znaim und Brünn auf; die ältesten moldavitführenden Schichten liegen bei Slavice. Mährische Stücke haben oft einen braungrünen Ton und eine feiner gegliederte Oberfläche, sind dafür aber deutlich größer, im Schnitt um die 13 Gramm. Gerade bei Slavice wurde der größte bekannte Moldavit mit einem Gewicht von 265,5 Gramm entdeckt.

Warum Moldavit nur bei uns vorkommt

Das gesamte Streufeld entstand auf einen Schlag, bei einem einzigen Meteoriteneinschlag. Die Vorräte an Moldaviten füllen sich deshalb nie wieder auf, und jedes geförderte Stück ist unersetzlich.

Warum wir Moldavit lieben?
Seltenheit

Moldavit ist durch seine Entstehung nach einem Meteoriteneinschlag außergewöhnlich.

Originalität

Jeder Moldavit ist einzigartig. Er besticht durch eindrucksvolle Einschlüsse und eine zerfurchte Oberfläche. Beliebt ist er nicht nur bei Schmuckliebhabern, sondern auch bei Sammlern.

Tschechischer Nationalstein

Der Großteil der Moldavite stammt aus Südböhmen. Der Abbau wird zunehmend eingeschränkt, weil die verfügbaren Quellen langsam versiegen.

Preis von Moldavit: was kostet ein Gramm

Roher Moldavit wird anders als die meisten Edelsteine pro Gramm gehandelt. Geschliffene Steine bewertet man pro Karat (1 Karat = 0,2 Gramm). Der Preis hängt von Größe, Unversehrtheit, Farbsättigung und vor allem von der Oberfläche ab: je tiefer und ausgeprägter das Relief, desto wertvoller der Stein. Gewöhnliche Rohsteine kosten größenordnungsmäßig einige Euro pro Gramm, Sammlerstücke ein Vielfaches davon. Die Preise steigen dabei langfristig, weil sich die Fundstellen nach und nach erschöpfen.

Faktoren, die den Preis von Moldavit bestimmen

  • Größe und Unversehrtheit – größere unbeschädigte Stücke sind selten, ihr Preis pro Gramm steigt deshalb.
  • Oberflächenskulptierung – Stücke mit tiefem, zerklüftetem Relief (typischerweise die „Igel“ aus Besednice) haben einen um ein Vielfaches höheren Sammlerwert.
  • Farbe und Transparenz – am gefragtesten sind satt flaschengrüne, durchsichtige Steine; bräunliche Töne sind meist günstiger.
  • Herkunft – für Stücke aus berühmten Fundstellen wie Besednice zahlen Sie mehr.
  • Beschädigung – aus Feldern gepflügte Moldavite sind oft von Landmaschinen abgestoßen und angesplittert, Funde aus Sandgruben sind besser erhalten und damit teurer.

Orientierende Preise für Moldavit

Gewöhnliche kleinere Rohmoldavite kosten etwa 8 bis 20 Euro pro Gramm, hochwertige unversehrte Stücke mit schöner Oberflächenskulptierung liegen bei rund 40 bis 100 Euro pro Gramm, und Sammlerraritäten überschreiten diese Grenze mühelos. Geschliffene Steine sind pro Gewichtseinheit noch teurer, denn beim Bearbeiten geht ein großer Teil des Rohmaterials verloren. Die Preise ändern sich im Lauf der Zeit, verstehen Sie sie deshalb nur als orientierenden Anhaltspunkt.

Die teuersten Moldavite und der Blick als Wertanlage

Am meisten zahlen Sie für große durchsichtige Exemplare mit unversehrter Oberfläche und belegter Herkunft. Das Interesse der Sammler, besonders aus dem Ausland, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen und mit ihm die Preise. Viele erwerben ihn daher auch als Wertanlage. Wenn Sie das ebenfalls erwägen, achten Sie vor allem auf die belegte Herkunft. Wie Sie die Echtheit zuverlässig prüfen, beschreiben wir im nächsten Kapitel.

Wussten Sie schon? Zu jedem Schmuckstück mit Moldavit von Eppi erhalten Sie neben unserem Zertifikat auch das offizielle Zertifikat des Tschechischen Gemmologischen Labors (ČGL). Versand und Rückgabe sind kostenlos – in Deutschland und Österreich.

Echten Moldavit von der Fälschung unterscheiden

Der Markt für Moldavit ist von Fälschungen überschwemmt: Am häufigsten handelt es sich um gewöhnliches grünes Glas, das als echter Stein ausgegeben wird. Beim rohen Moldavit erkennen Sie das Original an der natürlich zerklüfteten Oberfläche und der unregelmäßigen Form, beim geschliffenen an winzigen Bläschen und Schlieren im Inneren. Ein vollkommen reiner Stein ohne Einschlüsse ist fast sicher nicht echt. Teurere und Sammlerstücke sollten Sie deshalb nur mit Echtheitszertifikat kaufen.

Echtheitsmerkmale beim rohen Moldavit

  • Oberflächenskulptierung – Grübchen, Furchen und das zerklüftete Relief haben über Jahrmillionen saure Grundwässer geschaffen; durch Schleifen lassen sie sich nicht naturgetreu nachahmen.
  • Unregelmäßige Form – rohe Moldavite haben die Gestalt von Tropfen, Scheiben, Stäbchen oder Hanteln; zwei gleiche Stücke gibt es nicht.

Echtheitsmerkmale beim geschliffenen Moldavit

Ein geschliffener Stein besitzt weder die natürliche Oberfläche noch die ursprüngliche Form. Verlassen Sie sich deshalb auf zwei Merkmale, die auch nach dem Schleifen im Stein bleiben:

  • Bläschen und Schlieren – Schlieren sind feine Wellen, die vom Fließen des geschmolzenen Glases zurückblieben. Zusammen mit länglichen Gasbläschen sind sie gegen das Licht gut zu erkennen.
  • Lechatelierit-Einschlüsse – Lechatelierit ist reines Quarzglas, das im Moldavit winzige drahtartige Gebilde formt. In gewöhnlichem Glas kommt es nicht vor und ist für Gemmologen daher ein zuverlässiger Echtheitsbeweis (Quelle: Geology.com).
„Die Moldavite für unseren Schmuck kaufen wir ausschließlich bei geprüften tschechischen Lieferanten, und die Echtheit jedes Steins bestätigt ein ČGL-Zertifikat. Kein Test für zu Hause gibt Ihnen diese Sicherheit.“ – Matej, Mitbegründer und CEO von Eppi

Häufige Fälschungen und Imitationen

Die verbreitetste Imitation ist geschliffenes Flaschenglas – es ist meist zu rein, zu regelmäßig und ihm fehlen die typischen Einschlüsse. In Formen gegossene Nachbildungen haben oft eine runde, glänzende Oberfläche ohne scharfe Details. Der Großteil dieser Fälschungen stammt aus Asien und ist besonders bei großen, „zu perfekten“ ovalen Steinen zu finden. Werden Sie auch bei Angeboten von Online-Marktplätzen zu auffällig niedrigen Preisen misstrauisch. Vorsicht ist ebenso bei großen geschliffenen Steinen geboten: ein Exemplar über zwei Karat ist eine Seltenheit. Unter dem Namen „afrikanischer Moldavit“ wird schließlich libysches Wüstenglas verkauft – ein natürliches gelbgrünes Glas aus der Sahara, das mit Moldavit nichts zu tun hat.

Zertifikat und geprüfter Händler

Bei größeren und teureren Steinen lohnt sich die Prüfung durch ein unabhängiges Labor – die Echtheit von Moldaviten beurteilt in Tschechien das Tschechische Gemmologische Labor (ČGL). Wichtig ist der Unterschied zwischen zwei Arten von Bestätigung: Ein Händler kann sich nicht selbst zertifizieren, die eigentliche Echtheitsbestätigung muss von einer unabhängigen dritten Stelle kommen. Kaufen Sie bei Verkäufern, die die Herkunft ihrer Steine kennen. Bei Eppi legen wir dem Schmuck mit Moldavit neben unserem eigenen Zertifikat auch das offizielle Zertifikat des ČGL bei, das die Echtheit des Steins selbst durch eine unabhängige Stelle bestätigt – ebenso wie beim böhmischen Granat. Beide tschechischen Steine finden Sie in unserer Kollektion Bohemian Treasures.

Tipp für den Kauf im Ausland: Auch das Moldavitmuseum im südböhmischen Krumau stellt zu seinen Steinen ein Echtheitszertifikat aus – auf Wunsch auf Deutsch. Ein unabhängiges Zertifikat und ein belegter Fundort sind bei Moldavit der beste Schutz vor Fälschungen.
Ring mit Moldavit
Verlobungsring Rosa mit Moldavit, ergänzt durch grüne Saphire und Diamanten.

Moldavit im Schmuck: das richtige Schmuckstück wählen

Im Schmuck erscheint Moldavit in zwei Formen: roh mit erhaltener natürlicher Oberfläche und geschliffen, wobei Transparenz und Farbe zur Geltung kommen. Wegen der geringeren Härte eignet er sich am besten für Anhänger und Ohrringe; im Ring verlangt er eine passende Fassung und einen vorsichtigeren Umgang.

Roher oder geschliffener Moldavit?

Rohe Steine bleiben genau so, wie die Natur sie geschaffen hat, deshalb greifen Sammler und Liebhaber von Originalen zu ihnen. In Schmuck werden sie am häufigsten gefasst. Durch das Schleifen erhält der Stein eine regelmäßige Form, einen kräftigeren Glanz und mehr Klarheit. Aus der Nähe werden zudem durch die polierten Flächen die Bläschen und Wellen im Inneren sichtbar, die im rohen Stein oft verborgen bleiben. Wegen seiner Sprödigkeit wird Moldavit eher in einfache Formen geschliffen, etwa rund oder oval. Die einzelnen Schliffe haben wir im Artikel über Schliffe und Formen von Edelsteinen beschrieben.

Welchen Schmuck mit Moldavit wählen

Am besten geschützt ist der Stein in Anhängern und Ketten, wo er keinen Stößen ausgesetzt ist. Schön kommt er auch in Ohrringen zur Geltung – bei Steinen ab 4 mm ist es kein Problem, zwei ähnliche Stücke für ein Paar zu finden. Ein Ring mit Moldavit ist ebenfalls möglich – unsere Goldschmiede empfehlen dafür die klassische Krappenfassung, kleine Metallhalter, die den Stein sicher und schonend halten.

„Moldavit ist spröder und weicher als Diamant oder Saphir, deshalb können wir beim Anziehen der Krappen nicht so stark andrücken. Wir schließen keine Fassung grundsätzlich aus, aber die Zargenfassung – der Rand, der den Stein rundum umschließt – ist am schwierigsten zu fassen: Der Stein kann dabei brechen und lässt sich später nicht ohne Beschädigung aus der Zarge umfassen. Deshalb wählen wir bei Moldavit meist die klassischen Krappen.“ – Nikita, Goldschmied bei Eppi

Passende Metalle und Kombinationen

Moldavit wird in Gelbgold, Weißgold und Roségold, in Silber sowie in Platin gefasst. Richten Sie sich bei der Wahl des Metalls vor allem danach, welchen Schmuck Sie bereits tragen, damit sich die Stücke miteinander kombinieren lassen. Unsere Kunden kaufen Moldavit am häufigsten in Gelbgold. Nach der Farbenlehre sind Grün und Goldgelb benachbarte Töne, die von Natur aus harmonieren. In unserem Schmuck ergänzen wir Moldavit Ton in Ton mit grünen Diamanten und grünen Saphiren.

Moldavit oder ein anderer grüner Stein?

Unter den grünen Steinen nimmt Moldavit eine Sonderstellung ein: Er fiel uns buchstäblich vom Himmel und ist außerhalb Tschechiens praktisch nicht zu finden. Wenn Sie aber ein Schmuckstück für den täglichen Gebrauch ohne Einschränkungen suchen, wählen Sie eine widerstandsfähigere Alternative: Infrage kommen Smaragd (Härte 7,5–8), Tsavorit (7–7,5) oder Olivin (6,5–7). Einen ausführlicheren Vergleich grüner Edelsteine samt Fotos finden Sie in unserem Artikel über den Smaragd, Inspiration für ein konkretes Stück in unserem Angebot an Schmuck mit grünen Edelsteinen.

Ohrringe mit Moldaviten
Ohrringe mit Moldaviten, Diamanten und Saphiren aus einer unserer Moldavit-Kollektionen.

Pflege von Schmuck mit Moldavit

Moldavit ist spröder als gewöhnliche Edelsteine und verlangt deshalb einen schonenden Umgang. Zu Hause reinigen Sie ihn nur mit lauwarmem Wasser, einem Tropfen neutraler Seife und einem weichen Tuch, niemals im Ultraschallreiniger. Bewahren Sie das Schmuckstück getrennt auf, damit härtere Steine es nicht zerkratzen. Schützen Sie ihn vor Stößen und Chemikalien.

Wie Sie Schmuck mit Moldavit reinigen

Es genügen lauwarmes Wasser, ein Tropfen milde Seife und ein weiches Tuch, notfalls eine sehr weiche Bürste. Waschen Sie den Stein vorsichtig ab, spülen Sie ihn und trocknen Sie ihn. Meiden Sie Dampf- und Ultraschallreiniger, denn die Vibrationen können das Glas mit seinen inneren Bläschen unwiderruflich beschädigen. Auch aggressive Chemie wie Chlor oder Reinigungsmittel schadet dem Stein.

Wie reinigen wir Schmuck mit Moldavit in unserer Werkstatt?
„Jeden Stein sehen wir uns zuerst unter dem Mikroskop an. Hat er keine Einschlüsse, die der Ultraschall beschädigen könnte, legen wir ihn ruhig in den Ultraschallreiniger. Bei den übrigen nehmen wir eine Bürste, warmes Wasser und eine spezielle Lösung, die wir nur „Goldschmied-Spüli“ nennen.“ – Nikita, Goldschmied bei Eppi

Aufbewahrung und was dem Moldavit schadet

Ideal ist ein eigenes Fach im Schmuckkästchen mit weicher Polsterung: Diamant, Saphir, aber auch Amethyst oder Citrin sind deutlich härter und könnten den Moldavit bei gemeinsamer Aufbewahrung zerkratzen. Legen Sie das Schmuckstück vor dem Sport, dem Putzen oder der Gartenarbeit ab. Ein Stoß gegen eine harte Oberfläche kann den Stein absplittern. Die gute Nachricht: Bislang kamen alle Moldavit-Schmuckstücke unbeschädigt zu uns zum jährlichen Service zurück, ein wenig Vorsicht genügt also vollauf.

Im Rahmen des lebenslangen Service von Eppi reinigen wir Ihr Schmuckstück mit Moldavit einmal jährlich professionell, prüfen die Fassung des Steins und führen die übliche Pflege durch – kostenlos. Vereinbaren Sie dazu eine persönliche Online-Beratung.

Symbolik und „Wirkung“ des Moldavits: Traditionen und Legenden

Wegen seiner kosmischen Herkunft wurde Moldavit zum Gegenstand zahlreicher Sagen und Legenden: Man verband ihn mit dem Heiligen Gral, in Südböhmen galt er als Liebesgabe, und die moderne Esoterik bezeichnet ihn als „Stein der Verwandlung“.

Moldavit in Volksüberlieferung und Legenden

Lange erzählten sich die Menschen, Moldavite seien Tränen von Kometen oder auf die Erde gefallene Bruchstücke des Mondes. Nach den Artussagen soll aus einem grünen Stein, den manche gerade mit dem Moldavit gleichsetzen, der Heilige Gral geschliffen worden sein – jener sagenhafte Kelch mit heilender Kraft. Und eine südböhmische Überlieferung besagt, dass der Bräutigam seiner Auserwählten einen Moldavit als Beweis aufrichtiger Gefühle schenken sollte; so galt der Stein als Symbol der Liebe.

Moldavit in der modernen Esoterik

Die esoterische Literatur schreibt dem Moldavit zu, persönliche Verwandlung zu beschleunigen, den Geist zu klären oder vor negativer Energie zu schützen. Gerade diese Vorstellungen stecken hinter einem großen Teil des ausländischen Interesses an dem Stein – und leider auch hinter der Vielzahl an Nachbildungen auf dem Markt. Zu den traditionellen Steinen der Sternzeichen und zu den Geburtssteinen der Monate gehört Moldavit nicht.

Hinweis: Eppi schreibt dem Moldavit keine heilenden oder magischen Wirkungen zu. Die oben genannte Symbolik wird ausschließlich als historische und kulturelle Überlieferung dargestellt.

Moldavit als tschechischer Nationalstein

Neben dem böhmischen Granat ist Moldavit der zweite Stein, den die Welt mit Tschechien verbindet: Praktisch nirgendwo sonst kommt er vor, und seinen Namen erhielt er nach dem Fluss Moldau (tschechisch Vltava), an dem die ersten beschriebenen Stücke gefunden wurden. Für Tschechien ist er ein Natur- und Kulturerbe zugleich: Die größten Sammlungen bewahren tschechische Museen, und ein Schmuckstück mit Moldavit gehört zu den eigenständigsten Geschenken mit tschechischer Geschichte. Von seinem Ruf zeugt auch eine oft zitierte Anekdote: Als die Schweizer Regierung ein Geschenk für die britische Königin Elisabeth II. suchte, wählte sie angeblich gerade ein Schmuckstück mit Moldavit.

Geschichte: von Werkzeugen der Urzeit zur wissenschaftlichen Beschreibung

Moldavite zogen schon im Jungpaläolithikum Aufmerksamkeit auf sich. Archäologen fanden geschlagene Werkzeuge aus Moldavit aus der Zeit des Aurignaciens, etwa 26.000 bis 43.000 Jahre alt. Wissenschaftlich stellte Moldavite erstmals im Jahr 1786 der Prager Professor Josef Mayer vor, damals noch als „Chrysolithe“ von Týn nad Vltavou. Die Bezeichnung Moldavit führte 1836 der Mineraloge Franz Xaver Maximilian Zippe nach dem deutschen Namen der Vltava – Moldau – ein; das tschechische Wort vltavín setzte sich Ende des 19. Jahrhunderts durch. Die ersten mährischen Stücke wurden Ende der 1870er-Jahre bei Kožichovice unweit von Třebíč gefunden. Auf die ungewöhnliche Oberfläche der Moldavite wurde 1900 der Geologe Franz Eduard Suess aufmerksam. Grübchen und Furchen erinnerten ihn eher an die Oberfläche von Meteoriten als an die Arbeit des Wassers. Als Erster brachte er die Moldavite deshalb mit Meteoriten in Verbindung und führte für die gesamte Gruppe natürlicher Gläser den Begriff Tektit ein. Spätere Forschung gab ihm im Kern recht: Moldavite sind zwar keine Bruchstücke von Meteoriten, entstanden aber bei deren Einschlag.

Museen und Sammlungen von Moldaviten

Die weltweit größte öffentliche Sammlung von Moldaviten verwaltet das Nationalmuseum in Prag – sie umfasst über 22.000 Stück aus rund 140 Fundstellen. Dem Stein widmet sich auch das spezialisierte Moldavitmuseum in Krumau; kleinere Ausstellungen finden Sie im Südböhmischen Museum in Budweis sowie in weiteren Regionalmuseen in Böhmen und Mähren.

Lesen Sie auch: Der zweite tschechische Nationalstein ist der böhmische Granat, ein feurig roter Pyrop aus dem Böhmischen Mittelgebirge. Im Artikel über ihn finden Sie seine Geschichte, Preise und Tipps, wie Sie einen echten Stein erkennen.

Warum Sie Moldavit-Schmuck bei Eppi kaufen sollten

In einem Schmuckstück mit Moldavit tragen Sie ein greifbares Andenken an ein kosmisches Ereignis vor 15 Millionen Jahren – und zugleich einen Stein, den es nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Er erfreut jeden, der ein originelles Geschenk mit Geschichte sucht, ebenso wie den, der mit einem Ring um die Hand anhalten möchte, wie ihn kein anderer hat.

  • Lebenslanger Service kostenlos – einmal jährlich reinigen wir das Schmuckstück, prüfen die Fassung des Steins und führen die übliche Pflege durch.
  • Zwei Zertifikate zu jedem Schmuckstück mit Moldavit – das Eppi-Zertifikat zum gesamten Schmuckstück und das Zertifikat des Tschechischen Gemmologischen Labors (ČGL), das die Echtheit des Steins bestätigt.
  • Präzise Handarbeit in unserer eigenen Goldschmiedewerkstatt in Prag.
  • Zur Auswahl stehen Gold, Silber und Platin.
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  • Unseren Schmuck fertigen wir aus wiederverwerteten Metallen.

Sehen Sie sich Schmuck mit Moldavit aus der Kollektion Bohemian Treasures an, oder lesen Sie über weitere Steine in unserem Edelstein-Atlas.

  • Cluster Schmuckset mit Moldavit, Saphir und Diamanten Odette
    Cluster Schmuckset mit Moldavit, Saphir und Diamanten Odette
  • Schmuckset aus Cluster Schmuck mit Moldaviten, Saphiren und Diamanten Zino
    Schmuckset aus Cluster Schmuck mit Moldaviten, Saphiren und Diamanten Zino
  • Cluster Verlobungsring mit Moldavit, Saphir und Diamanten Rosa
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  • Cluster Ohrringe mit Moldaviten, Saphiren und Diamanten Gita
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  • Cluster Halskette mit Moldavit, Saphir und Diamanten Edom
    Cluster Halskette mit Moldavit, Saphir und Diamanten Edom
  • Cluster Ring mit Moldaviten, Saphiren und Diamanten Irma
    Cluster Ring mit Moldaviten, Saphiren und Diamanten Irma

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Häufige Fragen zu Moldavit

Was ist Moldavit?

Moldavit ist ein Tektit, ein natürliches Glas, das vor rund 15 Millionen Jahren bei einem Meteoriteneinschlag entstand. Er ist weder ein Mineral noch ein klassischer Edelstein: Er ist amorph, denn er erstarrte so schnell, dass sich in ihm keine kristalline Struktur bilden konnte. Er kommt fast ausschließlich auf tschechischem Gebiet vor.

Wie ist Moldavit entstanden?

Moldavit entstand beim Einschlag eines Meteoriten, der im heutigen Bayern den Krater bildete, das heutige Nördlinger Ries. Die Hitze des Einschlags schmolz das Oberflächengestein, die glühende Masse kühlte in der Luft ab, erstarrte zu Glas und fiel 200 bis 450 Kilometer entfernt auf das Gebiet des heutigen Tschechiens.

Wo kommt Moldavit vor?

Fast ausschließlich in Tschechien: in Südböhmen (zwischen Budweis und Trhové Sviny, etwa bei Besednice) und in Westmähren im Umland von Třebíč. Vereinzelte Funde stammen aus dem Egerbecken, der deutschen Lausitz und dem österreichischen Waldviertel.

Warum ist Moldavit grün?

Die grüne Farbe des Moldavits verursachen Beimengungen von Eisen im geschmolzenen Gestein, aus dem der Stein entstand. Die Töne reichen von hellem Flaschengrün über Olivgrün bis zu Braungrün.

Was kostet Moldavit?

Roher Moldavit wird pro Gramm gehandelt: Gewöhnliche Steine kosten orientierend etwa 8 bis 20 Euro pro Gramm, hochwertige Sammlerstücke mit tief zerklüfteter Oberfläche auch mehrere Hundert Euro pro Gramm. Die Preise steigen langfristig, weil sich die Fundstellen erschöpfen.

Wie erkennt man einen echten Moldavit?

Rohen Moldavit erkennen Sie an der natürlich zerklüfteten, geätzten Oberfläche und der unregelmäßigen Form, geschliffenen an winzigen Bläschen und Schlieren im Inneren. Ein vollkommen reiner Stein ist fast sicher eine Fälschung. Bei teureren Stücken geben Sie Steinen mit Echtheitszertifikat den Vorzug.

Gibt es viele Fälschungen von Moldavit?

Ja, der Markt ist von geschliffenem grünem Glas überschwemmt, das als Moldavit ausgegeben wird. Kaufen Sie deshalb bei geprüften Verkäufern, die die Herkunft des Steins belegen, und bestehen Sie bei wertvollen Stücken auf einem Zertifikat einer unabhängigen Stelle.

Ist Moldavit ein Edelstein?

Streng genommen nicht: Moldavit ist ein Tektit, also natürliches Glas ohne kristalline Struktur. Im Schmuck wird er jedoch wie ein Edelstein verarbeitet und getragen.

Zu welchem Sternzeichen gehört Moldavit?

Moldavit gehört zu keinem klassischen Sternzeichen und ist auch kein Geburtsstein eines Monats. Diese Zuordnungen gibt es für ihn nicht – anders als etwa beim Granat oder beim Saphir. In der Esoterik wird er unabhängig vom Sternzeichen als „Stein der Verwandlung“ geschätzt.

Ist Moldavit für einen Ring geeignet?

Ja, rechnen Sie nur mit etwas Vorsicht. Moldavit hat ungefähr dieselbe Härte wie gewöhnliches Glas (auf der Mohs-Skala um 5,5 von 10), legen Sie den Ring deshalb beim Sport oder bei grober Arbeit ab. Aus der Praxis hat sich uns bestätigt, dass ein wenig Vorsicht genügt: Bislang kamen alle Moldavit-Schmuckstücke unbeschädigt zum jährlichen Service zurück.

Wie reinigt man Schmuck mit Moldavit?

Zu Hause nur mit lauwarmem Wasser, einem Tropfen milder Seife und einem weichen Tuch. Verwenden Sie keine Ultraschall- oder Dampfreiniger, sie könnten das spröde Glas mit seinen inneren Bläschen beschädigen. Die professionelle Reinigung überlassen Sie den Goldschmieden, die den Stein unter dem Mikroskop beurteilen und die passende Methode wählen.

Welche Bedeutung und Wirkung hat Moldavit?

In der Volksüberlieferung war Moldavit ein südböhmischer Stein der Liebe. Die moderne Esoterik bezeichnet ihn als „Stein der Verwandlung“ und schreibt ihm zu, die persönliche Entwicklung zu fördern, den Geist zu klären oder vor negativer Energie zu schützen. Dabei handelt es sich um eine kulturelle Überlieferung, nicht um belegte Fakten – heilende Wirkungen von Steinen bestätigt die Wissenschaft nicht.

Erschöpfen sich die Fundstellen von Moldavit?

Die Vorräte an Moldaviten sind endlich: Das gesamte Streufeld entstand bei einem einzigen Einschlag, und neue Fundstellen entstehen nicht. Die verfügbaren Schichten werden nach und nach abgebaut, deshalb steigt der Wert des Steins langfristig.

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