Smaragd – der wertvollste grüne Edelstein, der Stein der Könige und auch Kleopatras

Der Smaragd ist die wertvollste grüne Variante des Minerals Beryll, die sich durch ihre charakteristische sattgrüne Farbe von anderen unterscheidet. Diese Farbe entsteht durch Beimischungen von Chrom, Vanadium oder einer Kombination aus beiden in der Kristallstruktur. Zusammen mit dem Diamanten, dem Rubin und dem Saphir bildet der Smaragd die traditionelle „große Vierergruppe" der Edelsteine und gehört seit der Antike zu den beliebtesten Steinen von Herrschern und Sammlern. Mit einer Härte von 7,5–8 auf der Mohs-Skala eignet er sich für Schmuck, doch natürliche Einschlüsse und seine Zerbrechlichkeit erfordern eine schonende Behandlung. Der Smaragd ist der traditionelle Geburtsstein für den Monat Mai und wird traditionell zum 20. und 55. Hochzeitstag verschenkt, einigen Quellen zufolge auch zum 35. Hochzeitstag.

Smaragdfarbe – Nuancen von Grasgrün bis Blaugrün

Was ist ein Smaragd – Mineralogie und Ursprung des Namens

Der Smaragd ist eine kostbare Variante des Minerals Beryll (Be₃Al₂(SiO₃)₆) mit einer satten grünen Farbe, die durch Beimischungen von Chrom, Vanadium oder einer Kombination aus beiden entsteht. Als Mineral gehört der Smaragd zum hexagonalen Kristallsystem. Im Englischen ist er als Emerald bekannt und ist innerhalb der Beryllfamilie die wertvollste grüne Varietät – zusammen mit Aquamarin (blau, Fe), Morganit (rosa, Mn), Heliodor (gelb, Fe) und dem seltenen Bixbit (roter Beryll). Der Name selbst stammt vom griechischen smaragdos und dem Sanskrit-Wort marakata, was frei übersetzt „Überwinder von Schwierigkeiten" bedeutet.

Gelegentlich stößt man auf Begriffe wie „blauer Smaragd", „roter Smaragd" oder „gelber Smaragd". Fachlich gesehen handelt es sich dabei jedoch um andere Beryll-Varianten – Aquamarin, Bixbit und Heliodor. Ein echter Smaragd ist immer grün.

Physikalische Eigenschaften des Smaragds

Überblick

  • Edelsteinfamilie Beryll
  • Sternzeichen Stier und Krebs
  • Härte (Mohs-Härteskala)
    7,5–8
  • Fundorte Kolumbien, Brasilien, Sambia, Russland, Afghanistan, Österreich
  • Geburtsstein Mai
  • Farbe
    Smaragdgrün, Grün mit Blautönen, leicht gelblich.

Gemmologische Parameter des Smaragds

  • Chemische Zusammensetzung Al2Be3Si6O18, Aluminium-Beryllium-Silikat
  • Relative Dichte 2,67 bis 2,78
  • Kristallsystem Hexagonale Prismen
  • Brechungsindex 1,565 bis 1,602
  • Doppelbrechung -0,006
  • Strichfarbe weiß
  • Absorptionsspektrum 683, 681, 662, 646, 637, 606, 594, 630 bis 580, 477, 472
  • Fluoreszenz in der Regel schwach bis keine; bei einigen Steinen rot (abhängig vom Chromgehalt)
  • Pleochroismus schwacher bis ausgeprägter Dichroismus (blaugrün / gelbgrün)
  • Spaltbarkeit unvollkommen gemäß {0001}
  • Bruch Muschelig bis uneben

Wie entsteht ein Smaragd in der Natur

Smaragde entstehen unter geologisch sehr seltenen Bedingungen, bei denen zwei Elemente aufeinandertreffen, die in der Erdkruste fast nie gemeinsam vorkommen: Beryllium (typisch für granitische Pegmatite) und Chrom mit Vanadium (typisch für ultramafische und metamorphe Gesteine). Die Kristallisation findet in hydrothermalen Adern oder an der Grenzfläche zweier Gesteinsarten statt und dauert Millionen von Jahren. Genau deshalb weisen Smaragde charakteristische Einschlüsse und Risse auf, die zusammen den sogenannten Jardin bilden.

Interessante Fakten über Smaragd
Die großen Vier

Der Smaragd bildet zusammen mit dem Diamanten, dem Rubin und dem Saphir die traditionelle „große Vierergruppe" der wertvollsten Edelsteine.

Kleopatra

Die berühmteste Sammlerin von Smaragden war Königin Kleopatra, die diese aus ägyptischen Minen in der Region Zabarah bezog. Die ersten Smaragde wurden hier bereits vor etwa 4 000 Jahren abgebaut.

Ölbehandlung

Mehr als 95 % der natürlichen geschliffenen Smaragde werden mit Zedernöl behandelt – dies ist eine gängige Behandlung, die sowohl die Reinheit als auch die Farbtiefe des Steins verbessert.

Welche Farbe hat ein Smaragd – das Geheimnis des Grüns

Der Smaragd hat eine charakteristische sattgrüne Farbe mit Farbtönen von Grasgrün über reines Grün bis hin zu Blaugrün. Am wertvollsten sind Steine mit einer tiefgrünen Farbe und einem zarten Blaustich – dieser Farbton wird als „kolumbianisches Grün" bezeichnet. Der Grünton entsteht durch Beimischungen von Chrom oder Vanadium in der Kristallstruktur. Steine mit einer zu hellen oder gelblichen Farbe werden fachlich nicht als Smaragde bezeichnet, sondern lediglich als „grüne Berylle".

„Kolumbianisch", „brasilianisch", „sambisch" – was bedeuten diese Begriffe

Die Bezeichnung von Smaragden nach ihrem Herkunftsland spiegelt nicht nur den Abbauort wider, sondern auch die typische Farbe und den Charakter des Steins. Kolumbianische Smaragde aus den Minen von Muzo, Chivor und Coscuez haben eine tiefblaugrüne Farbe und gehören zu den wertvollsten. Brasilianische Steine aus der Region Minas Gerais sind meist heller mit einem gelblichen Schimmer, erreichen jedoch oft größere Abmessungen. Sambische Smaragde aus der Mine Kagem zeichnen sich durch ein dunkleres Grün mit blauem Schimmer und hohe Reinheit aus – in den letzten Jahren konkurrieren sie mit der kolumbianischen Qualität.

Achten Sie auf die Handelsbezeichnung: Der Begriff „kolumbianischer Smaragd" wird manchmal in qualitativer Hinsicht (zur Beschreibung der Farbe) und nicht in geografischer Hinsicht verwendet. Bestehen Sie daher beim Kauf als Kapitalanlage stets auf ein Zertifikat, das die tatsächliche Herkunft des Edelsteins bestätigt.

Pleochroismus und Lichtspiele

Der Smaragd weist Dichroismus auf – je nach Blickwinkel sieht man unterschiedliche Grüntöne. Der Schleifer muss den Stein daher richtig ausrichten, damit die blaugrüne Farbe in der Krone (dem oberen Teil des Steins) zur Geltung kommt. Bei Tageslicht wirkt der Smaragd lebendiger, bei künstlicher Beleuchtung kann er dunkler erscheinen.

Was macht den Smaragd so besonders
Smaragdschliff

Der Smaragdschliff wurde ursprünglich speziell für Smaragde entwickelt – heute wird er auch bei Diamanten als eleganter Vintage-Stil verwendet.

Jardin

Eine Ansammlung natürlicher Einschlüsse in einem Smaragd wird als Jardin (französisch für „Garten") bezeichnet und ist ein Beweis für den natürlichen Ursprung des Steins.

Preis

Die teuersten kolumbianischen Smaragde können mit ihrem Preis pro Karat sogar Diamanten mit demselben Karatgewicht übertreffen.

Der Preis eines Smaragds – wie viel kostet ein echter Stein

Wie viel kostet ein Smaragd? Der Preis hängt in erster Linie von zwei entscheidenden Faktoren ab: der Farbqualität und der Reinheit. Weitere Faktoren sind das Karatgewicht, die Herkunft und eventuelle Behandlungen. Die Preise für natürliche Smaragde reichen von wenigen Dutzend Euro bis zu mehreren Tausend Euro pro Karat. Im Labor hergestellte Smaragde sind deutlich günstiger.

„Bei einem Smaragd ist eine satte Farbe mit kleinen Einschlüssen besser als ein reiner, aber blasser Stein. Die Farbe bestimmt den größten Teil des Eindrucks und des Wertes." – Nikita, Goldschmied bei Eppi

Faktoren, die den Preis eines Smaragds beeinflussen

Der Preis eines natürlichen Smaragds wird durch mehrere entscheidende Faktoren bestimmt: Farbe (ein sattes, reines Grün bis Blaugrün ist am wertvollsten), Reinheit (Smaragde fallen unter GIA-Typ III – Einschlüsse sind zu erwarten), Karatgewicht (der Preis steigt nicht linear – je größer und reiner der Stein, desto steiler steigt der Preis), Schliff (der Smaragdschliff wird bevorzugt), Herkunft (Kolumbien, Sambia und Brasilien gehören zu den wertvollsten Herkunftsländern, doch die Qualität des jeweiligen Steins ist wichtiger als die Herkunft selbst) und die Behandlung (völlig unbehandelte Smaragde sind deutlich teurer, doch dies sind Ausnahmen).

Orientierungspreise für Smaragde (pro Karat)

Größe Standardqualität Sehr gute Qualität Höchste Anlagequalität
bis 0,3 ct 60–200 € 200–600 € 800 €+
0,5 ct 120–400 € 400–1 200 € 2 000 €+
1 ct 320–1 000 € 1 000–3 200 € 4 000–12 000 €+
2 ct 800–2 400 € 3 200–10 000 € 12 000–40 000 €+
5 ct 2 000–8 000 € 12 000–60 000 € ab 100 000 €

Edelsteine werden immer in Karat und nicht in Gramm bewertet (1 Karat = 0,2 g). Wenn Sie den Preis pro Gramm suchen, multiplizieren Sie einfach den Preis pro Karat mit fünf. Für feinen Schmuck werden oft Smaragde von 0,3 bis 1 Karat verwendet, ab etwa 2 Karat wirkt der Stein bereits sehr luxuriös, und ein hochwertiger natürlicher Smaragd von 5 Karat ist meist eine Angelegenheit für Auktionen oder als Kapitalanlage.

Smaragd vs. Diamant – was ist teurer?

Bei gleichem Karatgewicht können die hochwertigsten kolumbianischen Smaragde den Preis von Diamanten übersteigen. Gewöhnliche Handelssmaragde sind jedoch in der Regel günstiger als vergleichbare Diamanten. Bei Diamanten bestimmt die Kombination der 4Cs (Schliff, Farbe, Reinheit, Karat) den Preis, wobei der Schliff den größten Einfluss auf den Gesamteindruck hat. Bei Smaragden sind ähnliche Faktoren entscheidend, doch spielt die Farbqualität die dominierende Rolle – ein sattes Grün mit einem zarten Blaustich kann den Wert des Steins sogar gegenüber einem reineren, aber blasseren Exemplar vervielfachen. Während der Diamant Romantik und Verlobung symbolisiert, hat der Smaragd historisch gesehen eine königliche Symbolik und eine starke Tradition als Sammlerstein.

Wussten Sie schon? Zu jedem Schmuckstück mit einem Smaragd von Eppi erhalten Sie ein Zertifikat, das die Eigenschaften des Steins bestätigt. Versand und Rückgabe sind kostenlos in ganz Deutschland und Österreich.
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Wie man einen echten Smaragd von einem synthetischen unterscheidet

Das zuverlässigste Merkmal eines natürlichen Smaragds sind seine natürlichen Einschlüsse (Jardin) – unter der Lupe weisen sie eine zufällige, organische Anordnung auf, die bei jedem Stein anders ist. Synthetische Smaragde hingegen können unter dem Mikroskop regelmäßige parallele Linien oder winzige Luftblasen aufweisen, die auf eine Laborherstellung hindeuten. Glasimitate sind am einfachsten zu erkennen – sie enthalten große runde Blasen. Die Echtheit und Herkunft des Steins kann jedoch nur ein gemmologisches Labor mit Sicherheit bestimmen. Wenn Sie einen Smaragd als Investition kaufen, lassen Sie ihn zertifizieren (GIA, IGI, AGL, SSEF oder Gübelin). Bei Schmuckstücken, die Sie zum Vergnügen tragen, kaufen Sie bei einem geprüften Juwelier, der ein eigenes Zertifikat beifügt.

Einschlüsse als Zeichen der Echtheit

Ein Smaragd ohne sichtbare Einschlüsse ist bei Natursteinen sehr selten und erfordert eine labortechnische Echtheitsprüfung. Natürliche Einschlüsse sind zufällig angeordnet und umfassen typischerweise dreiphasige Einschlüsse (Gas + Flüssigkeit + Feststoff), Seidenstriche, Pyritkristalle oder Kalzitadern. Synthetische Smaragde können Wuchsstrukturen aufweisen, die typisch für die hydrothermale oder Flux-Synthese sind; Glasimitate enthalten oft Bläschen.

Der Chelsea-Filter – ein traditioneller gemmologischer Test

Der Chelsea-Filter (dichromatischer Filter) ist ein einfaches Hilfsmittel, mit dem Gemmologen Smaragde orientierend testen. Natürliche, chromreiche Smaragde erscheinen durch den Filter rot oder rosa, während einige Imitate (z. B. grünes Glas oder Turmalin) grün bleiben. Achtung – der Test ist nicht zu 100 % zuverlässig: Synthetische Smaragde reagieren genauso wie natürliche (da sie die gleiche chemische Zusammensetzung haben), und manche natürliche Smaragde mit geringem Chromgehalt zeigen keine rote Färbung. Der Chelsea-Filter dient daher nur als Orientierungshilfe, nicht als Echtheitsnachweis.

Prüfung der Härte und der physikalischen Eigenschaften

Der Smaragd hat eine Härte von 7,5–8 auf der Mohs-Skala, was ihn von weicheren Imitationen (Glas ~ 5,5 oder Diopsid ~ 5,5–6) unterscheidet. Der Gemmologe überprüft außerdem den Brechungsindex (1,565–1,602) mit einem Refraktometer und den Dichroismus (Farbtonänderung bei Betrachtung aus verschiedenen Winkeln) mit einem Dichroskop. Die Kombination dieser Tests mit einer mikroskopischen Analyse der Einschlüsse ermöglicht es, den Smaragd von anderen grünen Edelsteinen sowie von synthetischen Varianten zu unterscheiden. Mehr über die Identifizierung von Edelsteinen erfahren Sie auf den Seiten von Gem-A (The Gemmological Association of Great Britain).

Natürlicher, im Labor hergestellter und simulierter Smaragd

Auf dem Markt unterscheiden wir drei Arten: den natürlichen Smaragd (in der Natur entstanden, meist geölt), den im Labor hergestellten Smaragd (identische chemische und physikalische Eigenschaften, hergestellt durch kontrollierte Kristallisation – hydrothermale Synthese oder Flux-Melt-Verfahren) und den simulierten Smaragd (chemisch anderes Material mit ähnlichem Aussehen – Glas, grüner Saphir oder Smaragd-Dublett). Alle drei Arten haben ihren legitimen Platz in der Schmuckherstellung und unterscheiden sich sowohl im Preis als auch in der Herkunft. Mehr über die Unterschiede erfahren Sie in unserem Artikel über natürliche, synthetische und simulierte Edelsteine.

Bei Eppi bieten wir sowohl natürliche Smaragde in AAA-Qualität (intensive Farbe, höhere Reinheit) als auch erschwinglichere natürliche Smaragde in AA-Qualität an – bei letzteren werden Sie die einzigartigen „Unvollkommenheiten" zu schätzen wissen, die in jedem Stein ein originelles Muster bilden. AAA und AA sind kommerzielle Qualitätsbezeichnungen, die von Händlern verwendet werden – im Gegensatz zum 4C-System für Diamanten gibt es für farbige Edelsteine keinen einheitlichen gemmologischen Standard.

Wir bieten auch laborgefertigte Smaragde (optisch rein, preisgünstig, eine nachhaltige Alternative) sowie Smaragdimitate für diejenigen an, die nach einer grünen Farbe zum günstigsten Preis suchen. Eine detaillierte Übersicht finden Sie in unserem Leitfaden zu laborgefertigten Edelsteinen.

Natürlicher Smaragd AAA
AAA-Qualität – die insgesamt höchste Steinqualität: sattere Farbe, höhere Reinheit und präziser Schliff. Bei Smaragden wird die AAA-Qualität vor allem für größere, markante Steine gewählt.
Natürlicher Smaragd AA
AA-Qualität – durchweg hochwertige Steine mit charakteristischer Zeichnung durch Einschlüsse. Bei kleineren Steinen ist dies völlig ausreichend, und jedes Stück ist ein Unikat.
Im Labor hergestellter Smaragd
Im Labor hergestellter Smaragd – chemisch identisch mit einem natürlichen Smaragd, optisch rein und preisgünstiger.
Simulierter Smaragd
Simulierter Smaragd – eine erschwingliche Alternative in grüner Farbe, die sich chemisch vom natürlichen Smaragd unterscheidet.

Das Smaragd-Zertifikat – worauf Sie beim Kauf achten sollten

Bei Smaragden ist das Zertifikat wichtiger als bei den meisten anderen Edelsteinen – gerade weil Farbe, Reinheit und Behandlungen (insbesondere das Ölen) einen entscheidenden Einfluss auf den Wert des Steins haben. Wir unterscheiden zwei Arten von Zertifikaten:

Ein unabhängiges gemmologisches Zertifikat eines akkreditierten Labors (GIA, IGI, SSEF, Gübelin oder in Deutschland DSEF (German Gem Lab in Idar-Oberstein)) enthält eine detaillierte Analyse des Steins: genaue Farbe, Reinheit, Karatgewicht, Abmessungen, Herkunft (sofern bestimmbar), Art und Grad der Behandlung (Ölen). Dieses Zertifikat empfehlen wir bei Anlagesteinen oder Smaragden über 1 Karat, bei denen ein Qualitätsunterschied einen erheblichen Preisunterschied bedeuten kann.

Händlerzertifikat – Bei Eppi legen wir jedem Schmuckstück mit Edelstein ein eigenes Zertifikat bei, das die natürliche oder synthetische Herkunft des Steins, das Karatgewicht, die Abmessungen, die Farbe, die Reinheit und die Schliffform bestätigt. Für den gewöhnlichen Kauf von Schmuck zum Vergnügen ist dies eine ausreichende Garantie. Sollten Sie zusätzlich ein unabhängiges gemmologisches Zertifikat wünschen, stellen wir Ihnen dieses auf Anfrage gerne zur Verfügung.

Das Ölen von Smaragden – was Sie vor dem Kauf wissen sollten

Mehr als 95 % der natürlichen geschliffenen Smaragde sind geölt – dies ist eine gängige Behandlung, der die überwiegende Mehrheit der auf dem Markt erhältlichen Smaragde unterzogen wird. Oberflächenrisse (Fissuren) werden mit farblosem Zedernöl gefüllt, um die Reinheit des Steins optisch zu verbessern und gleichzeitig die Farbtiefe zu betonen. Eine offene Kommunikation über die Ölung ist gemmologischer Standard – auf dem Zertifikat sollte immer angegeben sein, ob und in welchem Umfang der Stein behandelt wurde.

Grade der Ölung von Smaragden

In den gemmologischen Zertifikaten wird angegeben, wie viele Risse der Stein von Natur aus aufwies und wie viel Öl daher zum Ausfüllen benötigt wurde. Je weniger Risse, desto seltener und wertvoller ist der Stein – das Ölen selbst mindert die Qualität nicht:

Bezeichnung Was sie bedeutet
None (keine) Extrem selten, deutlich höherer Preis
Insignificant (geringe) Standard für Top-Steine
Minor (milde) Typisch für hochwertige Smaragde
Moderate (mittlere) Kommerzielle Steine
Significant (markante) Kostengünstige Steine

Neuölung – Pflege während der Lebensdauer des Schmuckstücks

Das Öl kann mit der Zeit teilweise verdunsten oder austrocknen, insbesondere bei Kontakt mit Hitze oder Chemikalien (vor allem Chlor). In einem solchen Fall kann der Stein professionell neu geölt werden – dies ist ein spezialisierter Eingriff, der eine Vakuumkammer erfordert und von spezialisierten gemmologischen Labors durchgeführt wird. Durch das Neuölen erhält der Smaragd seine ursprüngliche Reinheit und Farbtiefe zurück.

TIPP: Im Rahmen des lebenslangen Eppi-Services kümmern wir uns um Ihr Smaragdschmuckstück – regelmäßige Reinigung und Überprüfung der Steinfassung. Sollte Ihr Smaragd neu geölt werden müssen, beraten wir Sie gerne über das weitere Vorgehen. Vereinbaren Sie eine Online-Beratung.

Smaragd in der Schmuckherstellung – wie man ein Schmuckstück auswählt

Dank seiner satten grünen Farbe kommt der Smaragd in allen Arten von Schmuckstücken besonders gut zur Geltung, doch aufgrund seiner Zerbrechlichkeit eignet er sich eher für festliche Anlässe als für den täglichen Gebrauch. Im Angebot von Eppi finden Sie Smaragde sowohl in Edelsteinschmuck als auch in Verlobungsringen – von minimalistischen Solitären bis hin zu auffälligen Halo-Modellen. In Kombination mit Weißgold oder Platin kommt die kühle blaugrüne Farbe besonders gut heraus, während Gelbgold die warmen Töne hervorhebt.

Verlobungsringe mit Smaragd

Als Symbol für Treue und Erneuerung ist der Smaragd eine interessante Alternative zum Diamant-Verlobungsring. Eine klassische Wahl ist ein Smaragd in einer Halo-Fassung, umgeben von Diamanten, oder ein Vintage-Dreisteinring mit einem Smaragd in der Mitte.

„Aufgrund der Zerbrechlichkeit des Smaragds empfehle ich eine klassische Fassung mit Krappen. Eine Bezel-Fassung (Lünettenfassung) schützt den Stein zwar besser, doch beim Einsetzen besteht die Gefahr, dass er zerbricht." – Nikita, Goldschmied bei Eppi
Verlobungsring mit Smaragd und seitlichen Diamanten
Goldring mit Lab-Grown-Smaragd und Diamanten

Smaragd-Ohrringe und Anhänger

Smaragd-Ohrringe – ob als Stecker mit Solitär, als Hänger mit beweglichen Steinen oder als Halo-Modell mit Diamanten – sind eine elegante Wahl für festliche Anlässe. Anhänger mit einem Smaragd als zentralem Stein an einer zarten Kette eignen sich wiederum hervorragend als Geburtstagsgeschenk für im Mai Geborene oder zum Hochzeitstag.

Smaragd-Ohrringe
Anhänger Mutter und Kind mit Smaragd und Diamant
Der Anhänger Mutter und Kind mit Smaragd und Diamant ist ein beliebtes Geschenk für Mütter.

Die Kombination von Smaragd und Diamanten

Die Kombination Smaragd und Diamant bildet eine der klassischsten Verbindungen in der Schmuckherstellung. Weiße Diamanten, die den zentralen Smaragd umgeben (Halo-Fassung), lassen den Stein optisch größer wirken und verleihen ihm den Glanz, der dem Smaragd selbst fehlt – der Smaragd hat zwar nicht das ausgeprägte Feuer (die Dispersion) eines Diamanten, besticht jedoch durch seine Farbtiefe. Gleichzeitig erhöhen die Diamanten die allgemeine Widerstandsfähigkeit des Schmuckstücks, da sie die empfindlicheren Kanten des Smaragds schützen. Beliebt sind auch Three-Stone-Ringe (Smaragd in der Mitte, zwei Diamanten an den Seiten) und Pavé-Fassungen, bei denen kleine Diamanten den Smaragd entlang der Fassung umrahmen.

Geeignete Metalle für Smaragdschmuck

Gelbgold ist eine klassische und zugleich praktische Wahl für Smaragdschmuck – das königliche Grün und der warme Gelbton des Metalls ergänzen sich gegenseitig und bilden eines der ikonischsten Paare in der Schmuckherstellung. Ein weiterer Grund ist, dass Gelbgold (insbesondere 18 Karat) weicher ist als Weiß- oder Roségold, sodass der Goldschmied beim Fassen des empfindlichen Smaragds mit einem geringeren Risiko arbeitet, den Stein zu beschädigen.

Weißgold hingegen unterstreicht die kühleren blaugrünen Töne des Smaragds und verleiht dem Schmuckstück einen modernen Charakter. Roségold bietet einen romantischen Vintage-Look, und Platin ist die luxuriöse Wahl – das widerstandsfähigste, hypoallergene Metall, das keinerlei Oberflächenbehandlung benötigt und dank seiner weichen Oberfläche auch beim Fassen empfindlicher Edelsteine schonend ist. Bei Eppi stellen wir Schmuck aus recycelten Metallen her – mehr über die einzelnen Materialien erfahren Sie in unserem Leitfaden zu den Materialien.

  • Goldener Piercing Ohrstecker mit Smaragden Masha
    Goldener Piercing Ohrstecker mit Smaragden Masha
  • Goldene Hängeohrringe mit Smaragden Elaine
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  • Silberne Ohrringe mit Smaragden und Zirkonia Rina
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  • Silberne Anhänger mit natürlichen Smaragden Freesia
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  • Minimalistische Ohrringe mit Smaragden Andine
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  • Zarte Ohrringe aus Silber mit Smaragden Nellie
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  • Cluster Ring mit Lab Grown Smaragd und Diamanten Zeno
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  • Ohrstecker in Silber mit simulierten Smaragden Kosta
    Ohrstecker in Silber mit simulierten Smaragden Kosta

Wie sieht ein Smaragd aus – Kristall, Schliff und Einschlüsse

Der Smaragd kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem und bildet charakteristische sechseckige prismatische Kristalle. Der Rohsmaragd (also der Smaragdkristall in seinem natürlichen Zustand) hat eine matte Oberfläche und sichtbare Risse – nach dem Schleifen erhält er einen glasartigen Glanz. Für dieses Mineral wird ein speziell entwickelter Smaragdschliff (Emerald Cut) verwendet: ein rechteckiger, stufenförmiger Schliff mit abgeschrägten Ecken, der den Stein vor dem Zerbrechen schützt und gleichzeitig seine satte Farbe betont. Heute wird diese Form auch für Diamanten verwendet – mehr dazu im Artikel über den Smaragdschliff.

Einschlüsse und „Jardin" – warum sie bei Smaragden willkommen sind

Fast jeder natürliche Smaragd enthält sichtbare Einschlüsse. Diese werden als Jardin (französisch für „Garten") bezeichnet und gelten bei Smaragden als Beweis für ihre Echtheit und ihren natürlichen Ursprung. Der Smaragd gehört zu den Edelsteinen des GIA-Typs III, was bedeutet, dass Einschlüsse bei ihm zu erwarten sind und toleriert werden. Am häufigsten sind dreiphasige Einschlüsse (Gas, Flüssigkeit, Kristall), Seidenstriche und Kalzitadern.

„Die Einschlüsse in einem Smaragd sind wie Fingerabdrücke – kein Stein gleicht dem anderen. Gerade dank ihnen hat jeder Smaragd seine eigene Geschichte und seinen eigenen Charakter." – Nikita, Goldschmied bei Eppi

Pflege von Schmuck mit Smaragden

Aufgrund seiner natürlichen Einschlüsse ist der Smaragd zerbrechlicher als andere Edelsteine mit ähnlicher Härte. Reinigen Sie ihn nur mit lauwarmem Wasser, neutraler Seife und einer weichen Bürste, niemals in einem Ultraschall- oder Dampfreiniger. Vermeiden Sie heißes Wasser und aggressive Chemikalien.

Wie man einen Smaragd zu Hause reinigt

Verwenden Sie lauwarmes Wasser mit einem Tropfen neutraler Seife, spülen Sie die Oberfläche vorsichtig mit einer weichen Bürste ab und trocknen Sie sie mit einem weichen Tuch. Verwenden Sie niemals Ultraschallreiniger (diese können das Öl aus den Rissen lösen), Dampfreiniger oder heißes Wasser. Vermeiden Sie insbesondere den Kontakt mit Chlor (Schwimmbad, Reinigungsmittel) – Chlor trocknet das Öl in den Rissen aus, wodurch der Stein milchig wirken und an Farbtiefe verlieren kann. Tragen Sie Parfüm und Kosmetika immer vor dem Anlegen des Schmuckstücks auf.

Lagerung und was dem Smaragd schadet

Bewahren Sie den Smaragd in einem separaten Fach eines mit weichem Stoff ausgekleideten Schmuckkästchens auf, niemals zusammen mit härteren Edelsteinen (Diamant, Saphir, Rubin), die ihn zerkratzen könnten. Schützen Sie ihn vor starken Stößen – diese können bereits vorhandene Risse vergrößern.

Im Rahmen des lebenslangen Services von Eppi sorgen wir einmal jährlich für eine professionelle Reinigung, eine Überprüfung der Steinfassungen und die allgemeine Pflege Ihres Schmuckstücks – kostenlos.

  • Silberner Anhänger Mutter und Kind mit Smaragd und Diamant Ella
    Silberner Anhänger Mutter und Kind mit Smaragd und Diamant Ella
  • Goldene Kette mit brasilianischen Smaragden Elmie
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  • Cluster Ring mit Lab Grown Smaragden und Diamanten Chace
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  • Silberner Anhänger mit simulierten Smaragden Augustin
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  • Ring mit Smaragd und Diamanten Nurisa
    Ring mit Smaragd und Diamanten Nurisa
  • Goldene Ohrstecker mit Smaragden Hulda
    Goldene Ohrstecker mit Smaragden Hulda
  • Goldene Hängeohrringe mit brasilianischen Smaragden Giada
    Goldene Hängeohrringe mit brasilianischen Smaragden Giada

Der Smaragd als Geburtsstein und Stein zum Hochzeitstag

Der Smaragd ist der traditionelle Geburtsstein für den Monat Mai (laut der American Gem Trade Association) und wird in der Astrologie mit den Sternzeichen Stier, Krebs und Löwe in Verbindung gebracht. In der Hochzeitstradition wird er üblicherweise zum 20. und 55. Hochzeitstag verschenkt, einigen Quellen zufolge auch zum 35. Hochzeitstag. Für alle, die im Mai Geburtstag haben, sowie für Paare, die ihre langjährige Ehe feiern, ist ein Smaragdschmuckstück ein symbolträchtiges und wertvolles Geschenk – sehen Sie sich unsere Tipps für Schmuck zum Hochzeitstag an.

Die Symbolik und Bedeutung des Smaragds in der Tradition

In der Symbolik steht der Smaragd für Weisheit und Erkenntnis (der Sanskrit-Name Marakata = „Überwinder von Schwierigkeiten"). In verschiedenen Kulturen galt er als Zeichen ewiger Liebe, Treue und des Frühlings. In der Antike trugen ihn Priester, Herrscher und Kaufleute als Statussymbol, in der russischen Tradition symbolisiert er ein langes Leben.

Anmerkung: Eppi schreibt dem Smaragd keinerlei heilende oder magische Wirkungen zu. Die oben genannte Symbolik wird ausschließlich als historische und kulturelle Tradition dargestellt.

Smaragd vs. andere grüne Edelsteine

Der Smaragd ist nicht der einzige grüne Edelstein – es gibt eine ganze Reihe von Steinen in verschiedenen Grüntönen, von olivgelb über frisches Grasgrün bis hin zu Dunkelgrün. Jeder von ihnen hat einen anderen Charakter, eine andere Härte und ein anderes Preisniveau. Der Smaragd nimmt unter ihnen aufgrund seiner Geschichte, seiner Seltenheit und seiner Farbtiefe den Rang des wertvollsten ein. Ein weiterer grüner Edelstein, der erwähnenswert ist, ist der Demantoid – eine funkelnde grüne Granatart, die zu den luxuriösen Sammlersteinen zählt.

Smaragdarmband
Smaragd – sattes Grün bis Blaugrün, Härte 7,5–8, der wertvollste grüne Edelstein.
Ring mit Moldavit
Moldavit – ein olivgrüner Tektit, ein einzigartiger Edelstein, der durch einen Meteoriteneinschlag entstanden ist, Härte 5,5.
Halskette mit Olivin
Olivin / Peridot – hellolivgelb-grün, Härte 6,5–7, Geburtsstein des Monats August.
Ring mit grünem Turmalin
Grüner Turmalin – in verschiedenen Grüntönen, Härte 7–7,5, sehr widerstandsfähig.
Ring mit Tsavorit
Tsavorit – eine leuchtend grüne Granat-Variante, Härte 7–7,5, hohe Brillanz.
Ohrstecker mit Diopsid
Diopsid – dunkelgrün, Härte 5,5–6, manchmal auch als „russischer Smaragd" bezeichnet.

Sehen Sie sich unser gesamtes Angebot an Schmuckstücken mit grünen Edelsteinen an oder werfen Sie einen Blick in unseren Leitfaden zu Edelsteinen, in dem Sie Beschreibungen aller Steine finden, die wir üblicherweise anbieten.

Fundorte von Smaragden weltweit – wo sie abgebaut werden

Kolumbien zählt zu den historisch bedeutendsten Fundorten für Smaragde – hier befinden sich die legendären Minen Muzo, Chivor und Coscuez. Zu den weltweit führenden Produzenten gehören heute auch Sambia (die Mine Kagem, einer der größten eigenständigen Smaragdproduzenten der Welt) und Brasilien (Minas Gerais). Brasilianische Smaragde sind meist heller und weisen einen gelblichen Schimmer auf, erreichen jedoch oft größere Abmessungen. Historisch bedeutende Fundorte befinden sich in Russland (Ural), Ägypten (Zabarah) und Österreich (Habachtal – der einzige bedeutende europäische Smaragdfundort).

Zu den kleineren Produzenten zählen Afghanistan (Panjshir-Tal – dunkle, satte Smaragde), Pakistan (Swat-Tal), Madagaskar, Tansania, Simbabwe, Mosambik und die USA (North Carolina).

Erwähnenswert ist die einzigartige kolumbianische Varietät Trapiche-Smaragd mit ihrem charakteristischen sechsarmigen strahlenförmigen Muster, das an ein Mühlrad erinnert. Das Muster entsteht durch das Eindringen von Kohlenstoffverunreinigungen in die hexagonale Kristallstruktur während des Wachstums. Trapiche-Smaragde gehören zu den seltensten Smaragdphänomenen überhaupt und sind ein begehrtes Sammlerstück.

Die Geschichte des Smaragds – von Kleopatra bis heute

Die Geschichte des Smaragds reicht mindestens 4 000 Jahre zurück, als dieser Edelstein im alten Ägypten abgebaut wurde. Die berühmteste Sammlerin von Smaragden war Königin Kleopatra, die diese aus den Minen bei Zabarah und Mons Smaragdus bezog. Historische Kuriosität: Einige Historiker spekulieren heute, dass ein Teil von „Kleopatras Smaragden" in Wirklichkeit Olivine (Peridote) von der Insel Zabargad gewesen sein könnten.

Im 16. Jahrhundert brachten spanische Konquistadoren kolumbianische Smaragde nach Europa, was die gesamte Geschichte des Edelsteinhandels veränderte. Die Inka und Azteken betrachteten Smaragde als heilige Steine. Im 19. Jahrhundert wurden im Ural (Russland) bedeutende Fundorte entdeckt – dort wurde auch der legendäre Kokovin-Smaragd mit einem Gewicht von 11 000 Karat gefunden.

Berühmte Smaragde weltweit

Zu den berühmtesten Smaragden der Welt zählt der Kokovin-Smaragd (11 000 Karat, Russland, 1831) – einer der größten Rohsmaragde, benannt nach seinem Entdecker Jakov Kokovin aus den Ural-Minen, wo auch Alexandrit abgebaut wird. Bekannt sind auch der Mughal-Emerald (217 Karat mit eingravierten muslimischen Gebeten, 1695) und der Patricia-Emerald (632 Karat, ausgestellt in der Smithsonian Institution in Washington).

Mughal Emerald – historischer Smaragd mit eingravierten Gebeten aus dem Jahr 1695
Mughal Emerald (217 ct, 1695) – Smaragd mit eingravierten Gebetstexten und Blumenornamenten. Quelle: Wikimedia Commons.

Erwähnenswert sind auch die Hooker-Smaragdbrosche (ein 75,47 Karat schwerer Smaragd in einem Platinring mit über 100 Diamanten, hergestellt von Tiffany, heute im Smithsonian Institution), der Chalk Emerald (ein 37,82 Karat schwerer kolumbianischer Smaragd, der von Harry Winston in einen Diamantring gefasst wurde) und die Königskrone der Anden (The Crown of the Andes) – eine prächtige Krone aus Gelbgold, verziert mit 450 Smaragden, die im Metropolitan Museum of Art in New York ausgestellt ist.

Chalk Emerald – kolumbianischer Smaragd (37,82 ct) im Ring von Harry Winston
Chalk Emerald (37,82 ct) – kolumbianischer Smaragd, gefasst von Harry Winston. Foto: Smithsonian Institution.
Hooker-Smaragdbrosche – 75,47 ct Smaragd mit Diamanten von Tiffany
Hooker-Smaragdbrosche (75,47 ct) – hergestellt von Tiffany. Foto: Smithsonian Institution.

Warum Sie sich einen Smaragdschmuck bei Eppi kaufen sollten

Der Smaragd ist ein Edelstein mit einer jahrtausendealten Geschichte, der für Pharaonen, Herrscher und moderne Sammler zum Symbol für Einzigartigkeit geworden ist. Seine satte grüne Farbe, seine lange Tradition und seine Seltenheit machen ein Schmuckstück mit Smaragd zu einem Geschenk von Bedeutung – sei es zum Geburtstag im Mai, zum Hochzeitstag oder zu einer Verlobung mit Charakter.

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Häufig gestellte Fragen zum Smaragd

Was ist ein Smaragd?

Der Smaragd ist eine tiefgrüne Variante des Minerals Beryll (Be₃Al₂(SiO₃)₆) mit Spuren von Chrom oder Vanadium. Als Mineral gehört der Smaragd zu den Silikaten und zählt – zusammen mit Diamant, Rubin und Saphir – zu den traditionellen „großen Vier" der Edelsteine.

Welche Farbe hat ein Smaragd?

Der Smaragd hat eine satte grüne Farbe. Am wertvollsten sind Varianten mit einem zarten Blaustich (das sogenannte „kolumbianische Grün"). Andere Farbvarianten des Berylls (blau, rot, gelb) werden nicht als Smaragde bezeichnet, sondern als Aquamarin, Bixbit oder Heliodor.

Was kostet ein Smaragd?

Ein natürlicher Smaragd in Handelsqualität kostet etwa ab 60 Euro pro Karat bei kleinen Steinen bis zu 0,3 Karat, während der Preis für erstklassige kolumbianische Steine mehrere Tausend Euro pro Karat übersteigt. Den Preis beeinflussen vor allem Farbe, Reinheit und Herkunft.

Wie unterscheidet man einen Smaragd von anderen grünen Edelsteinen?

Der Smaragd unterscheidet sich von ähnlich grünen Edelsteinen (Turmalin, Tsavorit, Diopsid) durch seine physikalischen Eigenschaften – Dichroismus, spezifischen Brechungsindex (1,565–1,602) und das Vorhandensein charakteristischer dreiphasiger Einschlüsse. Ein Gemmologe kann den Smaragd mit einem Dichroskop oder Refraktometer zuverlässig unterscheiden.

Wie erkennt man einen echten Smaragd?

Das zuverlässigste Erkennungsmerkmal sind natürliche Einschlüsse (Jardin), die natürliche Smaragde fast immer aufweisen. Kaufen Sie bei einem geprüften Händler mit Zertifikat; bei Anlagesteinen sollten Sie eine unabhängige Zertifizierung (GIA, IGI, Gübelin) in Betracht ziehen.

Für welchen Monat ist der Smaragd der Geburtsstein?

Der Smaragd ist der traditionelle Geburtsstein für den Monat Mai.

Ist ein Smaragd wertvoller als ein Diamant?

Das hängt von der Qualität des jeweiligen Steins ab. Die hochwertigsten kolumbianischen Smaragde mit bester Farbe und Reinheit können preislich pro Karat sogar Diamanten gleichen Gewichts übertreffen. Gewöhnliche handelsübliche Smaragde sind jedoch in der Regel günstiger.

Gibt es einen blauen Smaragd?

Nein. „Blauer Smaragd" ist eine kommerziell ungenaue Bezeichnung – meistens handelt es sich um Aquamarin, eine blaue Variante derselben Beryll-Familie. Ein echter Smaragd ist immer grün.

Gibt es einen roten Smaragd?

Nein. Der Begriff „roter Smaragd" wird im Marketing manchmal für Bixbit (roter Beryll) verwendet, ein äußerst seltenes Mineral. Ein echter Smaragd ist immer grün.

Was ist das Ölen von Smaragden?

Das Ölen ist eine Standardbehandlung, bei der die Oberflächenrisse des Smaragds mit farblosem Zedernöl aufgefüllt werden. Damit soll die Reinheit verbessert und die Farbtiefe verstärkt werden. Mehr als 95 % der natürlichen geschliffenen Smaragde sind geölt – es handelt sich um eine gemmologisch anerkannte Behandlung.

Wie reinigt man Schmuck mit Smaragden?

Nur mit lauwarmem Wasser, einer neutralen Seife und einer weichen Bürste. Verwenden Sie niemals Ultraschall- oder Dampfreiniger, heißes Wasser oder aggressive Chemikalien.

Was ist der größte Smaragd der Welt?

Zu den größten zählen der Bahia-Emerald (Brasilien, 341 kg), der Kokovin-Smaragd (Russland, 11 000 Karat) und der Patricia-Emerald (Kolumbien, 632 Karat, Smithsonian Institution).

Wo werden heute die meisten Smaragde abgebaut?

Die weltweit wichtigsten Produzenten sind Kolumbien, Sambia (die Mine Kagem ist eine der größten der Welt) und Brasilien. Kolumbien ist historisch gesehen die bedeutendste Quelle für hochwertige Smaragde.

Warum haben Smaragde Einschlüsse?

Smaragde entstehen in hydrothermalen Adern unter extremen Bedingungen, die zur Bildung natürlicher Risse und Einschlüsse führen. Eine Ansammlung solcher Einschlüsse wird als „Jardin" (Garten) bezeichnet und ist ein Beweis für den natürlichen Ursprung des Steins.

Wie viel wiegt ein Karat Smaragd?

1 Karat = 0,2 Gramm. Edelsteine werden immer in Karat und nicht in Gramm bewertet.

Was ist ein simulierter Smaragd?

Ein simulierter Smaragd ist jedes Material, das zwar optisch einem Smaragd ähnelt, aber eine andere chemische Zusammensetzung aufweist – typischerweise grünes Glas, grüner Saphir, Chromdiopsid oder ein Smaragd-Dublett (eine dünne Smaragdschicht, die auf ein anderes Material geklebt wurde). Im Gegensatz zu einem im Labor hergestellten Smaragd weist ein Simulant nicht dieselben physikalischen Eigenschaften wie ein Naturstein auf.

Was ist der Unterschied zwischen einem natürlichen und einem im Labor hergestellten Smaragd?

Natürlicher Smaragd ist über Millionen von Jahren in der Natur entstanden und weist fast immer sichtbare Einschlüsse (Jardin) auf. Laborgefertigte Smaragde weisen die gleiche chemische Zusammensetzung und die gleichen physikalischen Eigenschaften auf, werden jedoch durch kontrollierte Kristallisation (hydrothermal oder mittels der Flux-Methode) hergestellt – sie sind in der Regel reiner, preisgünstiger und stellen eine nachhaltige Alternative dar. Beide Arten sind „echte Smaragde", sie unterscheiden sich lediglich in ihrer Herkunft.

Kann ein Smaragd ohne Einschlüsse sein?

Ein natürlicher Smaragd ganz ohne Einschlüsse ist äußerst selten – Smaragde fallen unter den GIA-Typ III, was bedeutet, dass Einschlüsse bei ihnen zu erwarten sind. Es gibt zwar „eye-clean" natürliche Smaragde (ohne mit bloßem Auge sichtbare Einschlüsse), diese sind jedoch sehr teuer und erfordern eine Laborprüfung, um eine synthetische Herstellung auszuschließen. Laborgefertigte Smaragde können optisch einschlussfrei sein.

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