Alles, was Sie über die Tradition der Trauzeugen bei der Hochzeit wissen müssen

Der Hochzeitstag ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Tage im gemeinsamen Leben eines Paares, denn mit der geliebten besseren Hälfte verspricht man sich die ewige Liebe vor der engsten Familie und den Liebsten. Bei der Hochzeit geht es jedoch nicht nur um süße Worte, Blumen, gutes Essen, Wein und schöne Kleider. Damit die Hochzeit ein unvergessliches Erlebnis wird, hängt es auch davon ab, dass andere Menschen daran teilnehmen. Neben dem zukünftigen Brautpaar sind zweifellos die Trauzeugenden einer der wichtigsten Bestandteile einer Hochzeit, die mit ihren Unterschriften die Gültigkeit der Vereinigung bestätigen. Auch wenn heutzutage bei vielen Trauungen offiziell keine mehr nötig sind, wollen sehr viele Paare an dieser schönen Tradition festhalten. Deshalb wollen wir uns in den folgenden Zeilen auf diese beiden wichtigen Personen konzentrieren, die eigentlich bei keiner Hochzeit fehlen sollten. Im folgenden Artikel beschreiben wir Ihnen alles, was Sie über diese Hochzeitstradition wissen sollten.

Woher kommt der Brauch der Trauzeugen

Eine Braut soll bereits im alten Rom eine Trauzeugin gehabt haben. Damals glaubten Menschen an böse Geister und fürchteten, sie könnten den Verlobten böses antun. Daher wurden eine Frau und ein Mann ausgewählt, die sich wie das zukünftige Brautpaar kleideten, um die bösen Kräfte zu verwirren. Der "Doppelgänger" der Braut hatte dann eine weitere Bedeutung, nämlich die Verwirrung der sogenannten "tödlichen Aggressoren", die eifersüchtige Männer aus der Stadt waren und versuchen konnten, die Braut zu entführen. Die Zeugin sollte auch während der gesamten Zeremonie in der Nähe der Braut sein, wie dies auch heute noch der Fall sein kann. Schon vor dem großen Tag half sie ihr, sich einzukleiden, und zusammen banden sie einen Blumenkranz, der die Braut vor negativen Kräften schützen sollte.

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Auch im deutschsprachigen Raum hat die Benennung von Trauzeugenden eine lange Tradition. So war beispielsweise bis 1998 in Deutschland eine Heirat ohne gar nicht möglich. Im Streitfall konnten sie nämlich das Eheversprechen bezeugen, da Kirchenbücher und andere offizielle Dokumente bei Bränden, Kriegswirren oder ähnlichem oftmals verloren gingen. Daher kommt auch der Brauch, dass jeder der Partner seinen eigenen Trauzeug*innen benennt falls es zu Streit hinsichtlich der Einhaltung des Eheversprechens kommt. Dabei hatte bis ins spätere 19. Jahrhundert der Staat gar nichts mit der Ehe zu tun. Erst mit dem aufkommenden Bürgertum kam auch eine staatliche, standesamtliche Eheschließung auf, wo bspw. in Deutschland auch die gesetzliche Regelung kam, dass für eine kirchliche Trauung die vorhergehende standesamtliche Trauung gesetzlich vorgeschrieben ist. Damit wurde aber die “offizielle” Notwendigkeit der Trauzeugenden zumindest für die standesamtliche Trauung und in evangelischen Kirchen abgeschafft, nur die katholische Kirche schreibt sie zwingend vor. In Österreich und der Schweiz sind hingegen sie aber immer noch Pflicht.

Die Bedeutung von Trauzeugen und ihre Pflichten

Wenn Sie gebeten wurden als Trauzeug*in eines Paares zu fungieren, dann ist es vor allem eine Ehre, die man nur aus wirklich ernsten Gründen ablehnen sollte. Es ist zwar eine enorme Verpflichtung und auch Arbeitsaufwand, aber zugleich auch ein großer Vertrauensbeweis. Es ist eine der wichtigsten Rollen bei der Hochzeit, schließlich könnte die Zeremonie in vielen Fällen ohne Zeugen gar nicht stattfinden, sei es was Normen oder die Organisation der Feier betrifft. Wenn Geschwindigkeit und Pünktlichkeit normalerweise nicht zu Ihren Prioritäten gehört, machen Sie in diesem Fall eine Ausnahme. Sie wollen nicht, dass beispielsweise Dutzende von Hochzeitsgäst*innen auf Sie warten oder die Ehe an fehlenden Trauringen scheitert.

Vor der Hochzeit

Die Aufgaben der Trauzeug*innen bei der Hochzeit beginnen bereits einige Wochen vor der Feier selber. Es liegt bspw. an ihnen, eine Junggesellenabschiedsfeier für Braut und Bräutigam (zusammen oder für jeden einzeln) zu organisieren und ihnen bei Hochzeitsvorbereitungen zu helfen, zum Beispiel mit der Auswahl von Brautkleidern/ Anzügen, Dekorationen, Geschenken für Hochzeitsgäste und dergleichen. Es ist zwar eine große Verpflichtung, aber zugleich ist auch es auch deren Aufgabe dafür zu sorgen, dass Freud*innen und auch der Spaß bei den Vorbereitungen nicht zu kurz kommt und auch die Vorbereitungen bei dem ganzen Stress zu unvergesslich schönen Momenten werden. Denken Sie bspw. an das Läuten der Glocke wenn die Braut Ihr Kleid gefunden hat oder wenn die Trauzeugen diebisch kichern wenn sie den perfekten Scherz für den Polterabend gefunden haben.

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Am Tag der Hochzeit

Am Hochzeitstag ist es Brauch, dass die Trauzeugin der Braut seit den frühen Morgenstunden beisteht und ihr beim Anziehen, möglicherweise dem Make-up und der Hochzeitsfrisur hilft. Bei der Hochzeit, vor allem während der formellen Teile des Tages, bleibt die Trauzeugin immer der Braut in der Nähe und sorgt auch dafür, dass beispielsweise die Schleppe oder Schleier richtig sitzt und sie die Braut zur Not sogar psychologisch unterstützt und hat vor allem das Notfallset immer für alle größeren und kleineren Krisenfälle bereit. Der Trauzeuge des Bräutigams ist vor allem für die Eheringe verantwortlich bevor er diese gegebenenfalls einem Ringträger oder dem Bräutigam resp. Amtsperson überreicht.

Was die Zeremonie selbst betrifft, so sind es die Trauzeugen, die historisch zuerst das feierliche "Ja" aus dem Mund des Brautpaars hören sollten, deshalb stehen sie auch heute noch oftmals die ganze Zeit der Trauung direkt hinter dem Paar. Am Ende der Zeremonie unterzeichnen die Brautpaare das Protokoll und nach ihnen die Trauzeugenden. Deshalb ist es vor allem bei denjenigen Zeremonien wichtig, die sie nicht unbedingt brauchen, im Vorfeld zu besprechen, dass man sie gerne haben will, damit man diese in die Zeremonie einplanen kann.

Wenn während des Hochzeitsessens die Plätze neben dem Brautpaar nicht von deren Eltern besetzt werden, sollten dort die Trauzeug*innen sitzen. In den meisten Fällen sind diese auch für den Toast zu Beginn des Hochzeitsessens verantwortlich und einer Ansprache (wenn Sie nicht wissen, wie Sie das anstellen sollen, gibt es im Internet viele Anleitungen und Muster), oder lesen Sie die Hochzeitsgrußkarten derjenigen Gäste vor, die selber nicht anwesend sein können. Während des Hochzeitsempfangs und -essens sorgen Sie als Trauzeug*innen auch für den reibungslosen Ablauf der Feierlichkeiten und vor allem dafür, dass alle Gäste eine wunderbare Zeit haben. Dazu gehört beispielsweise auch die Planung und Durchführung von verschiedenen Spielen oder anderer Zwischeneinlagen (denken Sie beispielsweise an den Brauch des Schleiertanzes) oder auch die Playlist zusammen mit dem DJ. Zwar ist es heute nicht mehr so, dass die Trauzugenden die Rechnungen übernehmen, aber falls Dienstleister vor Ort in bar bezahlt werden sollen, können Trauzeugen eine große Hilfe sein und dies für das Brautpaar übernehmen, indem sie die Geldcouverts an die entsprechenden Personen übergeben und so den Brautleuten den Tag erleichtern.

Zeugen
Zeugen sorgen dafür, dass die Gäste eine angenehme Zeit haben.
Eheringe
Der Trauzeuge des Bräutigams bewacht die Eheringe bis zum feierlichen Gelübde.

Die Wahl eines Trauzeugen

Trauzeugen werden meist enge Freund*innen oder Geschwister des Brautpaars sein. Sie können jedoch auch jede andere Person anfragen, wie z. B. einen Onkel oder eine Tante, und im Falle einer heimlichen Hochzeit sogar einen zufälligen Passanten. Historisch hatte der Bräutigam einen Trauzeugen und die Braut eine Trauzeugin, aber es kann auch umgekehrt sein, oder es können Trauzeugen des gleichen Geschlechts sein, es gibt da keine gesetzliche oder anders geartete Vorschrift, die dies vorschreiben würde. Es ist jedoch eine gute Gewohnheit, dass er mit Ihrer Ehe einverstanden sein sollte, da diese Person eine Heiratsurkunde mit Ihnen unterzeichnet.

Und wer kann diese Funktion übernehmen?

In Deutschland, der Schweiz und Österreich können Sie von diesen Grundsätzen ausgehen:

    • Man sollte volljährig sein, d.h. älter als 18 Jahre sein
    • Sie müssen sich ausweisen können (Pass, Personalausweis)
    • Falls die Person kein Deutsch versteht, muss man jemanden für die ÜBersetzung bestellen

    Bei einer kirchlichen Hochzeit sollte man zusätzlich noch abklären, wie es mit den Anforderungen hinsichtlich einer bestimmten Glaubenszugehörigkeit der Trauzeug*innenn aussieht.

    Wie ist es bei einer Hochzeit im Ausland?

    Wenn Sie sich entschieden haben, im Ausland zu heiraten, haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder bringen Sie Ihre eigenen Leute mit oder das ausländische Standesamt wird Ihnen welche zuweisen oder wird Sie auffordern, solche zu finden. Wenn Sie die zweite Option wählen, stellen Sie sicher, dass Sie persönliche Informationen dieser Personen haben, resp. auch ihre Kontaktdaten. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass Sie diese für die Anerkennung der Ehe wenn Sie wieder zu Hause sind, brauchen werden.

    Was sollten die Trauzeugen tragen?

    Bereitet Ihnen die Wahl der Bekleidung als für diese wichtige Position Kopfzerbrechen? Es gibt mehrere Regeln, die Sie bei der Wahl Ihrer Kleidung beachten sollten. Als erstes kann man im Fall einer Trauzeugin sicher nennen, dass man nicht ein solches Modell wählen sollte welches das Kleid der Braut selbst überschatten wird, auch sollte man weiß oder schwarz vermeiden. Darüber hinaus ist es wichtig, übermäßig extravagante und offenherzige Modelle zu vermeiden. Auffällige Farben oder Muster sind ebenfalls nicht geeignet. Für die Hochzeit sind bei Trauzeuginnen vor allem pastellfarbene Unikleider jeder Länge geeignet (vielleicht nicht unbedingt ultrakurze Minikleider, vor allem, wenn die Eheschließung in einer Kirche stattfindet), gleich verhält es sich auch was die Bedeckung der Schulter betrifft. Die ungeschriebene Regel ist, dass die Farbe mit derjenigen des Brautstraußes oder der Hochzeitsfarbe übereinstimmen sollte. Wenn die Brautleute eine konkrete Vorstellung von der Kleidung der Trauzeugin, resp. der Trauzeugen allgemein haben und darauf bestehen, ist es ratsam, dass das Paar für das Kleid aufkommt oder sich zumindest finanziell am Kauf beteiligt.

    Für die Kleidung des Trauzeugen gelten ähnliche Regeln wie bei der Trauzeugin. Natürlich sollte der festliche Anzug des Trauzeugen denjenigen des Bräutigams nicht überschatten. Wenn Sie als Trauzeuge Ihre Kleidung perfekt auf diejenige der Trauzeugin abstimmen wollen, geht dies am einfachsten mit einer farblich und stilmäßig passenden Krawatte und Einstecktuch zu ihrem Kleid.

    Trauzeugen
    Das Kleid des Trauzeugen sollte der Hochzeitsfarbe entsprechen.
    Zeugen
    Für einen Zeugen ist eine formelle Klage eine Selbstverständlichkeit.

    Geschenke für Trauzeugen

    Ein schöner Brauch sind Geschenke für die Menschen, die Ihre Ehe bezeugen werden. Diese sind zwar keine Pflicht, aber angesichts der Menge an selbstloser Arbeit, sollte das Brautpaar sich etwas für die Trauzeugen einfallen lassen. Eine gute Idee sind dabei Geschenke, die sich personalisieren lassen wie beispielsweise ein Flachmann oder ein Füllfederhalter resp. anderes Schreibgerät. Aber vielleicht werden Sie auch bei unserem Schmuckangebot mit personalisierbarem Schmuck fündig und kann so beispielsweise das innige Verhältnis mit einem passenden Spruch verewigen.

    Die Geschenke können während des Hochzeitstages jederzeit an die Trauzeugenden übergegeben werden oder auch vielleicht während eines gemeinsamen Essens kurz nach der Hochzeit. Je nach Art des Geschenkes bietet sich ein anderer Moment an, aber man sollte sich für die Übergabe einen ruhigen Moment suchen.

    Eine andere Möglichkeit, den Leuten für Ihre Hilfe zumindest etwas zu danken, ist es zu ihrem Hochzeitsoutfit beizutragen, vor allem, wenn das Brautpaar daran besondere Anforderungen hatte. Einige konkrete Geschenktipps finden Sie in unserem Artikel über Geschenke für Hochzeitsgäste.

    Ob Sie eine zukünftige Braut, Bräutigam oder einer der Trauzeugen sind, wir hoffen, dass Ihnen die obenstehenden Informationen geholfen oder Sie inspiriert haben und wir wünschen Ihnen eine schönen Hochzeitstag voller wunderbarer Erfahrungen.

    • Goldener Anhänger mit Diamant und Gravur eines Buchstabens Sager
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    • Krawattennadel aus Silber mit schwarzen Diamanten und personalisierter Gravur Draco
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    • Goldring mit Gravur eines Buchstabens Babire
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    • Runde Manschettenknöpfe aus Silber mit Gravur Perrie
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    • Silberner Yoga Anhänger mit dem Symbol Enso
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