Tipps für die Planung des Hochzeitsessen

Verliebt, verlobt verheiratet? Sie haben gerade Ihre Verlobung gebührend gefeiert und gehen langsam an die Planung der Hochzeit. Es ist zwar fast ein Jahr bis zur Hochzeit , aber im Hochzeitsplaner wollen Sie bald die Position "Hochzeitsempfang" resp. “Hochzeitsessen” abhakt haben. Aus den Erzählungen befreundeter Brautpaare wissen Sie, dass es einer der größten Budgetposten sein kann und vor allem sind immer die gute Termine bei Restaurants und Caterern schnell ausgebucht sind. Daher sind Sie sich bewusst, dass es nicht schadet, all Ihre Wünsche rechtzeitig auf Papier zu bringen, mit dem Budget zu vergleichen und sich damit genügend Zeit zu verschaffen, um verschiedene Alternativen miteinander zu vergleichen. Aber auf was alles sollten Sie dabei achten? Und wie sollte man vor allem planen? In diesem Artikel erfahren Sie alles, von der Auswahl der Location, über Fragen, ob serviertes Essen oder ein Buffet bestellt werden soll, bis hin zur Hochzeitstorte.

Wie wählt man einen Ort für die Hochzeitsfeier und -essen?

Neben dem Datum für die Hochzeit ist die Wahl des Ortes für die Hochzeitsfeier und dem damit verbundenen Hochzeitsessens eine der wichtigen Entscheidungen, welche viele weiteren Elemente beeinflusst. Man sollte immer daran denken, dass man nach der eigentlichen Trauung den größten Teil des Tages (und eventuell bis in die Nacht hinein), dort verbringt und sich dort vor allem wohlfühlen will. Ob typisches Hochzeitsessen oder doch lieber ein fränkisches Hochzeitsessen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und die Hauptsache ist, dass Sie es in Ruhe genießen können.

Falls Sie noch keine klare Idee haben, wo Sie dieses Fest verbringen wollen, ist eine der möglichen Ausgangspunkte das Gesamtbudget für die Hochzeit, dass Sie sich überlegt haben und wie viel davon Sie für das Fest sowie dem eigentlichen Essen aufbringen können. Denken Sie neben den Kosten für das Essen auch an die Miete der Location. Danach können Sie bspw. im Internet oder über Tipps von Freunden Ihre Location suchen und hier lohnt es sich vielleicht auch über das eigentliche Thema der Hochzeit hinaus, nach interessanten und vor allem auch erschwinglichen Locations zu suchen, die man mit entsprechender Deko anpassen kann.

Oftmals ist die große Frage, ob man in ein Restaurant geht, einen Caterer beauftragt oder ganz bzw. teilweise das Essen selber macht. Zusätzlich kommt dann auch die Frage, ob man ein Buffet oder jeweils einzelne Gänge haben will.

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Seien Sie vorsichtig mit dem Angebot von Getränken, damit es alles wichtige enthält

Restaurant

Dies ist eine der Varianten, die für das Brautpaar am bequemsten ist und auch am häufigsten gewählt wird, vor allem bei eleganten oder eher konservativen Hochzeiten. Bei dieser Variante bestehen keine Sorgen was die Anmietung der Örtlichkeit betrifft und ob diese für ein Catering geeignet ist im Sinne von wo man in der Mitte der Wiese den Strom herbekommt, damit Onkel Erwin seinen Espresso bekommt. Was die Kosten betrifft, so ist dies für viele Paare oftmals die auf den ersten Blick teuerste Variante. Je nach Restaurant muss man ohne Getränke mit mindestens 40 Euro pro Person rechnen, je nachdem kommt auch noch eine Saalmiete dazu und die Hochzeitstorte fehlt hier ebenfalls, eventuell auch die Dekoration. Aber diese Elemente kann man dazubuchen und damit ist dann auch alles abgegolten und die Verantwortung liegt dann beim Restaurant (oder beim Hotel, Schloss, o.ae.)

Eine Variante, um Kosten allgemein zu sparen, ist es die Gäste in zwei Gruppen aufzuteilen und einen Stehempfang resp. Apéro mit allen Anwesenden und eventuell einigen wenigen Hochzeitsspielen nach der Trauung zu veranstalten und nur die Kernfamilie plus engste Freunde zum eigentlichen Hochzeitsessen einzuladen.

Catering

Das Catering hat einen großen Vorteil und zwar je nachdem welches Essen und Getränke ausgewählt werden, kann das Unternehmen fast überall das Hochzeitsessen aufbauen. Vor allem wenn Sie eine etwas außergewöhnliche Location planen, wie eine Trauung in der Scheune oder in einem Garten, ist Catering eine der besten Varianten. Größere Cateringfirmen sind für solche Fälle ausgerüstet und zwar inkl. Partyzelt, Heizstrahler, Möbel oder entsprechender Dekoration. Das ist dann alles lediglich eine Kostenfrage. Auch was das Hochzeitsthema betrifft, kann dort sehr vieles auch abgestimmt werden. Angefangen mit den Speisen über die Dekoration bspw. des Buffets bis hin zum Outfit des Personals, kann dies auf das Thema abgestimmt werden.

Je nach gewählter Option kann dies etwas günstiger als ein Essen in einem Restaurant sein. Einfluss darauf nehmen verschiedene Elemente. Bei den Speisen kommt es darauf an, ob beim Buffet das Personal gebraucht wird, die beispielsweise Speisen reichen oder auch direkt zubereiten wie beispielsweise beim beliebten Live Cooking. Ebenso auch, ob alles serviert werden soll als Menü mit mehreren Gängen oder in Buffetform. Eine Variante, vor allem was das Thema Hochzeitssuppe betrifft, ist es das Ganze zu kombinieren und beispielsweise nur die Suppe zu servieren und den Rest als Buffet. Was die Frage des warmes und kaltes Essens betrifft, so hat einen Einfluss auf die Kosten was der Caterer alles mitnehmen muss, beispielsweise ob es vor Ort Elektrizität, Wasser, usw. und einen Raum vor Ort gibt, wo man noch etwas zubereiten kann. Ebenso sind Mietsachen wie Stühle, Tisch usw. in der Regel ein größerer Budgetposten. Daher frühzeitig abklären, was im Angebot inbegriffen ist und was extra kostet. Ebenso sollte man auch abklären, wer und zu welchen Kosten für die Reinigung aufkommt, damit das Aufräumen am frühen Morgen nicht zum ersten Ehestreit führt.

Und was ist mit den Getränken?

Getränke können eine Kostenfalle sein. Bei beiden Varianten sollte man auch abklären, was und zu welchem Preis angeboten wird. Oftmals ist im Angebot ein bestimmtes Set von Getränken mit enthalten, beispielsweise eine bestimmte Anzahl Gläser Wein pro Person und nicht-alkoholische Getränke auch unlimitiert, dann aber zu einem etwas höheren Preis. Falls Ihre beiden Eltern einen bestimmten Wein bevorzugen, muss man mit der Firma vorgängig abklären, ob eigene Getränke möglich sind und zu welchen Kosten. Eine gute Idee, vor allem im Sommer, sind die beliebten Getränkespender aus Glas mit aromatisiertem Wasser. Bei hartem Alkohol kann man je nach Budget auch ein paar wenige Flaschen mit einschließen oder bspw. bis Mitternacht und danach auch die Gäste zahlen lassen. Ebenso kann man mit den meisten Anbietern eine Obergrenze was die Kosten betrifft, vereinbaren.

Hausgemachtes Hochzeitsessen

Von der Organisation her die aufwendigste Option, aber auch diejenige, bei der man am besten (Material-) Kosten sparen kann, vor allem wenn man eine größere Schar an Hobbybäckerinnen und Hobbyköchen um sich hat. Diese Option kann je nach Zeit und Location eine schöne Idee sein, beispielsweise wenn man anstelle eines klassischen Hochzeitsessens am Mittag ein Kaffee und Kuchenbuffet für die größere Gesellschaft am Nachmittag hat, weil die Trauung erst am frühen Nachmittag war und so jeder einen Kuchen oder ähnliches mitbringt. Damit kommt Tante Erna zu ihrem geliebten Käsekuchen, die Kinder zu bunten Muffins und Sie zum heiß ersehnten Erdbeertiramisu. Dies ist vor allem für Feiern im Garten oder ähnlichem eine sehr schöne Variante und am Abend kann dann die kleinere Familienfeier mit Abendessen stattfinden. Nachteil dabei ist, dass man am besten jemanden, beispielsweise eine der Brautjungfern hat, die sich dann nur um die Koordination dieses Buffets kümmert und auch vor Ort auf das Buffet achtet und je nachdem noch weitere helfende Hände zur Verfügung hat.

Eine Variante, die zwischen derjenigen des Caterings und dem selbstgemachten liegt, ist diejenige des Störkochs. Nein, damit ist kein Koch gemeint, der nur Fisch zubereitet oder ein Starkoch wie Johannes Lafer, sondern ein Koch, der sich in Ihrer eigenen Küche breit macht. Dies kann vor allem für eine kleinere Gesellschaft mit helfenden Händen interessant sein im Sinne einer Micro-Wedding. Ein einfaches Buffet oder kleines Menü lässt sich auch so bewerkstelligen und macht eine sehr familiäre, intime Atmosphäre.

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Hausgemachte Snacks bieten viele Möglichkeiten, lassen Sie sich einfach inspirieren

Kostenaspekte sind sehr wichtig bei der Planung eines Hochzeitsessens und bei der ganzen Feier allgemein, aber lassen Sie sich dadurch nicht von Ihrem Hochzeitstraum abhalten. Vielleicht müssen Sie sich das Traummenü mit 12 Gängen sowie Hummer aus dem Kopf schlagen, aber wenn es darum geht, was an Ihrer Location machbar ist, ,resp. ob es irgendwo preisgünstigere Varianten gibt, die den gleichen Effekt erzielen, da sollte Ihnen ein gutes Cateringunternehmen oder Restaurant weiterhelfen. Dies sollte auch ein Kriterium für die Auswahl sein, ob diese bereit sind, Ihnen und Ihren Wünschen entgegenzukommen und auch Alternativen zu suchen Ebenso kann es auch passieren, dass Ihnen diese Unternehmen aufgrund Ihrer Erfahrung von gewissen Speisen abraten oder mit Vorschlägen kommen, die besser zu Ihrem Thema passen. Hier spielt auch die Jahreszeit eine Rolle, nicht nur was die Verfügbarkeit betrifft, sondern auch, ob gewisse Speisen beispielsweise in der Sommerhitze Sinn machen wie beispielsweise schwere Sahnesaucen zum Schweinebraten bei gefühlten 50 Grad Hitze. Deshalb suchen Sie mit genügend Zeitvorsprung nach dem für Sie passenden Anbieter.

Was isst man an einer Hochzeit?

Die gute Nachricht zuerst: es gibt keine Traditionen oder Zwänge, die man berücksichtigen muss. Die schlechte Nachricht: gehen Sie davon aus, dass Ihre Gäste (vor allem je kleiner sie sind) immer Hunger haben ? Ein weiterer und wichtiger Tipp: Denken Sie neben den Speisen auch an deren zeitliche Abfolge, bspw. wann die Hochzeitstorte angeschnitten werden soll.

Je nachdem wann und wo die Trauung ist, gibt es wie gesagt verschiedene Möglichkeiten, die Hochzeitsfeier und damit auch das Essen zu organisieren. Dabei ist es keineswegs starr gegeben, dass es ein serviertes Mittagessen und am Abend ein Buffet geben muss. Suchen Sie nach Inspirationen im Internet, die zu Ihrem Hochzeitsthema passen und lassen Sie sich Mustermenüs mit Preisangebot von verschiedenen Anbietern schicken, die Sie in der engeren Auswahl haben. Ein wichtiger und auch sehr angenehmer Punkt ist hier das Testessen, das übrigens in der Regel auch für Dessertbuffets und Hochzeitstorten angeboten wird, und zu welchem sich sicher viele Freiwillige melden werden. Aber man sollte dies zumindest als Brautpaar wahrnehmen, um sicher zu sein, dass es sowohl Ihren Geschmack als auch Anforderungen an die Qualität des Essens erfüllt.

Hochzeitsessen

“Das” traditionelle Hochzeitsessen oder Hochzeitsmenü gibt es nicht. In einigen Gegenden Deutschlands gibt es aber die berühmte Hochzeitssuppe wie auch in Schwaben, die aus einer klaren Brühe mit verschiedenen Einlagen besteht und je nachdem auch für das erste gemeinsame Essen des Hochzeitspaares im Rahmen eines Hochzeitsspieles (mit verbundenen Augen, zusammengebundenen Händen, usw.). Vor allem in Deutschland gibt es aber eine große Konstante und das ist Fleisch in allen Variationen.

Was man vor allem bei der Speisenauswahl im Allgemeinen berücksichtigen sollte sind verschiedene Vorlieben, resp. Allergien, aber auch religiöse Restriktionen. Daher dies am besten mit der Anmeldung zur Hochzeit abklären. Ebenso auch wie viele Kinder (und auch wie alt diese sind) an der Feier und am Essen teilnehmen werden. Glauben Sie uns, Kinder haben ihren eigenen Geschmack und nichts erleichtert den Eltern ein entspanntes Feiern mehr, wenn ihre Kinder zufrieden das Essen genießen, auch wenn es Pommes Frites mit Ketchup im noblen Klubrestaurant sein sollten.

Die Abstimmung der Wahl der Speisen auf das Hochzeitsthema ist sicher eine super Idee, damit man ein aufeinander abgestimmtes Erlebnis hat. Nur wird vielleicht nicht jeder von Ihrem Geschmack begeistert sein, beispielsweise bei sehr exotischen Speisen. Obwohl es schade ist, solche Experimente sollte man auf eine Afterparty nach der Hochzeit verlegen und lieber auch klassische Speisen einplanen, die vielen schmecken werden. Dies heißt natürlich nicht, dass man beispielsweise einer Boho Hochzeit nicht auch ein entsprechendes Menü verpassen kann. Eine Idee wäre hier ein BBQ zum selber bedienen, hausgemachte Salate und Fingerfood.

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Das Hauptgericht eines Hochzeitsempfangs kann ein echtes Gourmet-Erlebnis sein

Das Essen als Menü

Der Klassiker unter den Hochzeitsessen. Die meisten Brautpaare werden zuerst von den Kosten überrascht sein, aber hier sollte man daran denken, dass dieses eine sehr sorgenfreie Variante ist und man hier sehr gut das Hochzeitsprogramm mit der Speisenfolge abstimmen kann.

In der Regel sollte das Menü mindestens drei Gänge haben: Vorspeise, Hauptgang und Dessert. Oftmals hat man eine Suppe und noch eine Vorspeise, da die Suppe als Hochzeitssuppe eine Sonderstellung hat und man dann noch Käse vor dem Dessert serviert. Je nach Region lohnt es sich nachzufragen und hier traditionell zu bleiben mit einer lokalen Hochzeitssuppe wie in Franken oder Schwaben. Eine Kombination mit einem Buffet wird immer üblicher, vor allem als Dessertbuffet resp. Sweet Bar.

Das Essen als Buffet

Bei lockeren Hochzeiten oder auch wenn man es den Gästen ermöglichen will, dass sich diese durchmischen und auch beim Gang zum Buffet kennenlernen können, ist ein Buffet genau richtig. Dabei muss es keineswegs die leicht miefige kalte Platte mit Käse und dem Nachbarn Aufschnitt sein. Ein Buffet kann man als BBQ gestalten, ein Live Cooking dabei haben oder spannendes Fingerfood beinhalten, dass zum Probieren einlädt und auch länger aufgebaut sein kann.

Je nach Wunsch kann das gesamte Essen als Buffet aufgebaut sein oder nur Teile davon wie das Dessert. Bei der Wahl der Speisen kann man je nach Budget etwas mehr Variation einbauen und damit sowohl die jüngeren Freund*innen begeistern und auch die Großtanten und –onkeln kommen dann auf ihre Kosten. Ein Vorteil des Buffets ist, dass Reste etwas “überarbeitet” dann zum Mitternachtssnack zusammen mit einer herzhaften Suppe angeboten werden können.

Sweet Bar und das Dessertbuffet

Nicht nur bei Kindern sind eine möglichst große Auswahl süßer Speisen eines der Highlights bei der Hochzeit. Und diese passen wirklich zu jedem Hochzeitsthema, nicht wahr? Zwar ist das ausgarnierte Eis sicherlich ein Bestseller bei den Hochzeitsmenüs, aber vor allem bei Feiern, die am Mittag beginnen und sich bis in den Abend hineinziehen, ist ein Dessertbuffet an dem man sich immer wieder bedienen kann, eine gute Idee. Hier kann man je nach Thema und auch Jahreszeit neben klassischen Torten und Schokoladenbrunnen auch Muffins, Macarons, Mousse au Chocolat und vieles mehr auftischen. Ideal ist auch vorgeschnittenes Obst, nicht für den Schokoladenbrunnen ? Buffets haben einen weiteren großen Vorteil und zwar, dass man besser auf die Bedürfnisse vor allem von Allergikern eingehen kann, bspw. bei Laktoseintoleranz oder einer Allergie auf Nüssen und diese Desserts dann speziell kennzeichnen kann.

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Süße Leckereien sind ein wesentlicher Bestandteil des Hochzeitsempfangs

Ein absoluter Trend der letzten Jahre sind die sogenannten Sweet Bars oder auch auf gut deutsch das Dessertbuffet. Bei der Sweet Bar wird ähnlich wie beim klassischen Dessertbuffet ein Tisch nur für Süßspeisen frei gehalten. Die Besonderheit ist aber, dass hier sowohl die Farbe der Hochzeit als auch das Hochzeitsthema stark Einfluss nehmen. So kann beispielsweise bei einer natürlichen Hochzeit die Dekoration, anstatt aus Marzipan, aus frischen Blumen bestehen. Wenn die Farbe der Hochzeit ein blasses Meergrün oder Blau ist, kann die Sweet Bar in allen passenden Farbschattierungen sein inkl. Obst, das zu diesem Farbkonzept passt. Sweet Bars sind daher auch ein absolutes Motiv für Hochzeitsfotos.

Hochzeitstorte

Eines der ikonischen Fotos neben der Hochzeitsfotos des Brautpaars ist sicher auch dasjenige der Hochzeitstorte. Und nicht wenige von uns werden sich an mehrstöckige Torten erinnern, wo man als kleines Kind hoffte, dass niemand merkt, dass eine oder zwei Marzipanrosen bereits fehlten. Wem aber schon bereits der Gedanke an die überaus üppige Sahnetorte den Magen füllt, wird sicher gerne hören, dass die Trends bei Hochzeitstorten in eine andere Richtung hingehen.

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Haben Sie keine Angst, kreativ zu sein, wenn Sie Ihren Hochzeitstisch dekorieren

Je nach Hochzeitsthema und Farbe kann man auch die Hochzeitstorte gestalten lassen. Dabei sind immer mehr die sogenannten Naked Cakes beliebt, bei denen der sonst eher schwere Überzug aus Fondant resp. Marzipan fehlt und sie sind nur mit einer dünnen Schicht aus Buttercreme oder Ganache verziert, wo der eigentliche Kuchen durchschimmert. Meistens sind diese Torten (und auch allgemein) mit frischen Blumen bis hin zu ganzen Blumenbouquets oder Rosen verziert. Dies ist auch preisfreundlich, da handgefertigte Marzipanrosen relativ teuer sind.

Ein weiterer Trend ist es ganz auf die Torte zu verzichten und stattdessen eine sehr große Etagere zu befüllen. Sehr beliebt und bekannt sind solche Etageren gefüllt mit Cupcakes, die perfekt die Hochzeitsfarben aufnehmen können, aber ebenso kann eine Etage auch aus Macarons oder Petit Four bestehen. Da kommt es ganz auf Ihren Geschmack an. Der letzte Trend ist eine “Hochzeitstorte” als Etagere mit Donuts resp. Krapfen, was vielleicht vor allem für eine sehr junge, unkonventionelle Heirat das Richtige ist.

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Das gemeinsame Schneiden von der Torte ist eine Hochzeitstradition

Nun zum technischen: Denken Sie daran, dass jeder Hochzeitsgast circa 2 Stücke Hochzeitstorte essen wird und dazu sich einige Gäste vielleicht auch ein Stück nach Hause nehmen wollen. Davon sollten Sie bei der Bestellung ausgehen, und auch dass ein Stück rund 3 Euro kosten wird. Lassen Sie sich auch beraten, denn einige Torten vertragen ein längeres Stehen in der Hitze nicht und falls diese zu groß ist, kann die Torte im Extremfall auch ins Rutschen geraten. Planen Sie ein bis zwei Testessen ein, bevor Sie den richtigen Geschmack, resp. Auswahl an Desserts gefunden haben. Eine Torte Marke Eigenbau ist natürlich auch kein Problem, nur sollte diejenige Person auch Erfahrung mit dem Backen so großer Torten haben und die Torte sollte die Braut nicht selber backen, da dies Unglück bringen soll.

Und die wichtigste Frage zuletzt: Wann sollte man die Torte anschneiden? Auch hier gibt es keine Konventionen, die man stur befolgen muss. Einige Paare schneiden die Torte bereits vor den Vorspeisen noch während dem Empfang an, andere nach dem Hauptgang zum Dessert und wiederum andere traditionell vor dem Mitternachtsbuffet. Wichtig ist hier, dass dies im Programm eingeplant ist und vor allem der Hochzeitsfotograf diesen geschichtsträchtigen Moment festhalten kann. Und bereiten Sie sich je nachdem auf Sprüche Ihrer (älteren) Verwandtschaft vor, dass derjenige der den Schnitt der Torte führt, dann auch in der Ehe “die Hosen anhaben wird”.

Wer sitzt wo?

Wenn Sie sich über die Gästeliste und dem Ort für die Hochzeitsfeier im Klaren sind, sollten Sie auch über die Tischordnung nachdenken. Weil Sie als Brautpaar die wichtigste Person des Tages sind, haben Sie, Ihre Eltern und je nachdem auch Ihre Trauzeugen, einen Ehrenplatz am Haupttisch. Je nachdem, wie großzügig der Raum ist und auch wie groß die Hochzeitsgesellschaft ist, gibt es folgende klassische Varianten:

  • T-förmige Hochzeitstafel – geeignet für kleinere bis mittelgroße Hochzeiten.
  • Hochzeitstisch in Form eines A – ideal bei großen Gesellschaften und viel Platz am Ort des Hochzeitsfestes. Der Platzbedarf und das allfällige Gedränge beim Aufstehen und Hinsetzen sind die Nachteile.
  • Haupttisch mit ein paar kleineren runden Tischen – diese Option ist sehr elegant und passt gut zum Hochzeitsessen mit Buffets. Nachteil ist die begrenzte Zahl von Personen an einem Tisch und damit die Zusammenstellung der Tischpartner.

Nach der Wahl der Anordnung der Hochzeitstafel kommt der kreative Teil und zwar die Dekoration. Diese sollte natürlich zum Thema der Hochzeit und den Hochzeitsfarben passen, gleichzeitig aber auch darauf achten, dass die Gäste immer noch bequem essen und sich unterhalten können. Ein großer Trend sind natürliche oder Boho Hochzeiten, wo es sich lohnt, jemanden zur Hand zu haben, der gerne Holz sägt ? und beispielsweise Scheiben aus Naturholz als Namensschilder herstellen kann. Ebenso sind Holzwände nicht nur für die Anordnung von Essen bspw. Donuts interessant, sondern auch, um dort die Sitzordnung anzubringen und weitere Infos wie das Menü oder Programm.

Zeitplanung

Ein wichtiger Punkt ist die Koordination des Essens mit der Zeitplanung für die gesamte Hochzeitsfeier. Das wird aus verschiedenen Gründen empfohlen. Zum einen sollte man dies mit dem Caterer oder Restaurant absprechen, vor allem wann warme Speisen serviert werden sollen, damit diese dann auch sofort serviert werden können, was vor allem bei einer größeren Hochzeit wichtig ist. Ebenso auch bei emotionalen Momenten wie der ersten großen Ansprache durch den Brautvater sollte nicht das Klappern von Tellern und Besteck lauter sein, weil alle vor allem den guten Braten genießen wollen, solange er heiß ist.

Bei der Koordination der Zeitplanung, und dass alles harmonisch abläuft, ist es ideal hier jemanden aus dem Bereich der Trauzeugen und weiblichen resp. männlichen Brautjungfern zu haben, der sozusagen als Zeremonienmeister fungiert und diskret im Hintergrund das Programm mit den Caterern, resp. Restaurant koordiniert. Ebenso lohnt es sich, das Programm auf den Tischen (hier kann man ruhig kreativ sein) und auch beispielsweise auf eine große Tafel oder auf Holzwänden aufzuschreiben, damit auch die Gäste wissen, was wann auf sie zukommt.

Ein paar Tipps zum Schluss...

... Stellen Sie idealerweise schon bei der Anmeldung fest, welche Ihrer Gäste besondere Anforderungen an das Essen und Trinken haben. Das können Allergien, spezielle Diäten oder auch religiöse Anforderungen sein. Lassen Sie ihnen daher Portionen separat zubereiten. Denken Sie auch an die Zufriedenheit Ihrer kleinsten Hochzeitsgäste und bieten Sie Ihnen ein Kindermenü an.

... Suchen Sie zusammen mit den Trauzeugen, resp. Brautjungfern eine passende musikalische Untermalung aus. Dies kann auch helfen, eine perfekte Atmosphäre für Ansprachen oder ähnliches zu gestalten.

... Koordinieren Sie auch diesen Teil des Programms mit Ihrem Fotografen, um auch vom Buffet oder Anschneiden der Hochzeitstorte resp. Essen der Hochzeitssuppe perfekte Bilder zu bekommen. Und vergessen Sie ihn nicht bei der Gästeliste mit dem Essen, damit er Ihnen im Verlauf des Tages nicht verhungert.

... Denken Sie an die Jahreszeit bei Ihrem Hochzeitsessen. Eine sommerlich heiße Hochzeit mag zwar blauen Himmel verheißen, aber nicht alle Speisen schmecken in dieser Hitze und vertragen sich mit ihr. Denken Sie nur an den Langnese Song “like Ice in the Sunshine” und eine Butterkremtorte.

... Die Auswahl der Speisen. Egal ob Sie ein Restaurant buchen oder einen Caterer beauftragen resp. Ein hausgemachtes Kuchenbuffet planen. Denken Sie daran, dass nicht jeder Ihren Geschmack als Brautpaar teilt und Sie vielleicht nicht nur kulinarische Experimente servieren sollten. Bei allen Bestellungen sollten Sie Probeessen und auch Referenzen einbeziehen. Dies kann bereits eine tolle Vorfreude sein.

Terminplanung für die Hochzeitsfeier und das Hochzeitsessen

    • 12 Monate vor der Hochzeit: denken Sie darüber nach, was Sie von der Hochzeitsfeier erwarten und welches Budget Sie haben werden.
    • 12-6 Monate vor der Hochzeit, wählen und buchen Sie einen Ort für ein Fest. Wenn Sie jedoch eine Hochzeit zwischen Juni und September planen, reservieren Sie noch früher. In diesen Monaten gibt es die meisten Hochzeiten, also können die besten Lokalitäten schon sehr früh ausgebucht sein. Ebenso lohnt es sich, sich je nachdem bereits für ein Cateringunternehmen zu entscheiden falls man nicht in einem Restaurant feiert.
    • 6 Monate vor der Hochzeit, legen Sie Ihre Gästeliste fest.
    • 6 bis 3 Monate vor der Hochzeit sollten Sie die Hochzeitstorte und ggf. eine Sweet Bar bestellen.
    • 6-3 Monate vor der Hochzeit, arrangieren Sie einen DJ oder Live-Musik für die Hochzeitsfeier.
    • 1 Monat vor der Hochzeit, stimmen Sie die Menüzusammensetzung mit dem Restaurant oder Catering ab und Sie sollten die definitive Zahl der Gäste durchgeben.
    • 1 Tag vor der Hochzeit resp. Vorabend sollte man idealerweise mit der Dekoration und dem Einrichten beginnen.

Nun bleibt uns nur noch Ihnen viel Spaß bei den Vorbereitungen zu wünschen, und dass alles bis zur Trauung relativ stressfrei verlaufen wird. Und dass der Hochzeitstag auch kulinarisch unvergesslich sein wird.

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