Hochzeitsbräuche in Hamburg

Polterabend und Brautschuhe festnageln

Im 15. und 16. Jahrhundert begann die Hochzeit (in Hamburg “Brutlacht” genannt) in der öffentlichen Badestube. Dorthin gingen nicht nur die Braut und der Bräutigam, sondern es kamen auch Freunde und Freundinnen und sie wurden beim “Brautbade” mit Speis und Trank bewirtet. Danach wurde auch dort getanzt.

Heute kommen vor der Hochzeit Freunde und Verwandte der Braut zusammen, um Geschirr zu zerschlagen, denn Scherben bringen Glück. Der Lärm dieses “Polterabend” genannten Spektakels soll die bösen Geister vertreiben. Es darf allerdings kein Glas zerschlagen werden, denn Glas symbolisiert Glück - und das soll bleiben. Traditionell werden die Scherben vom Brautpaar gemeinsam mit einem besonders dekorierten Besen zusammengekehrt. Der Polterabend findet im Haus der Brauteltern statt. Dazu gehört auch der Brauch die Brautschuhe an einem Brett festzunageln, damit die Braut nicht mehr weglaufen kann. Zu Essen gibt es eine Hühnersuppe, da diese die Fruchtbarkeit befördern soll.

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Hochzeitsbräuche und Aberglaube

Viele Paare wollen nicht bei abnehmendem Mond heiraten, weil das Glück dann ebenfalls abnimmt. Man sollte auch vormittags heiraten, wo die Sonne noch höher steigt, als am späten Nachmittag, wo sie sinkt. Ein alter Glaube besagt auch, dass die Braut auf dem Weg zur Trauung, einem Mann, einer Taube, einer Spinne oder einer schwarzen Katze begegnen sollte. In diesem Fall wird ihr Glück in der Zukunft verheißen. Wenn ihr dann zufällig Polizisten, Pfarrer oder Doktoren begegnen, kann es kaum noch besser werden.

Auch Regen am Hochzeitstag soll nach dem Spruch „Wenn es regnet am Altar, bringt es Glück für viele Jahr“, für viele glückliche Jahre sorgen. Natürlich gibt es auch viele Dinge, die Unglück bringen, wie zum Beispiel getragene Perlen und ein fallen gelassener Ehering.

5 Dinge sollte eine Braut zur Hochzeit tragen:

  • Etwas Blaues steht nämlich für die Treue. Daher tragen viele Bräute ein blaues Strumpfband.
  • Etwas Neues soll für das neue Leben an der Seite des Mannes stehen.
  • Etwas Altes zeigt das bisherige Leben der Braut. Meist trägt die Braut hier ein schönes Familienerbstück.
  • Etwas Geliehenes ist ein Symbol der Freundschaft. Deshalb bekommt die Braut ein Taschentuch von einer Freundin, die glücklich verheiratet ist.
  • Etwas Geschenktes kommt von einer wichtigen Person, die die Braut weiterhin unterstützen soll.
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Dosen ans Auto binden

Wer will, kann scheppernde Blechdosen an das Hochzeitsauto binden, dass das Hochzeitspaar zur Kirche fahren soll. Früher wurde das gemacht, um mit den lauten Geräuschen böse Geister zu vertreiben. Heute empfinden viele Spaß dabei, die Hochzeitsdosen mit ihren Freunden oder Freundinnen zu gestalten.

Blumenkinder auf der Hochzeit

Kinder streuen Blumen hinter der Braut auf dem Weg zum Altar. Ursprünglich war das ein heidnischer Brauch. Der Duft der Blumen soll nämlich die Fruchtbarkeitsgötter anlocken und dem Brautpaar viele Kinder bringen. Heute gehen beim Auszug aus der Kirche zwei kleine Begleiterinnen voran, die schöne Kleider tragen und noch schönere Blütenblätter verstreuen. Sie sorgen für eine festliche Atmosphäre.

Hochzeitsmahl

Früher schloss sich das Mahl direkt an die Trauung an. Ähnlich wie heute wurden vor allem typisch Hamburger Menüs gereicht. Ob Aalsuppe (mit und ohne Fisch), Hummer und Krabben, exklusiver Steinbutt oder edel zubereiteter „Hamburger Pannfisch“. Rote Grütze mit flüssiger Sahne zum Nachtisch oder ein spezielles Kuchenbuffet mit rosa-weißen Hanseaten und Franzbrötchen, feinen Petits Fours und Vierländer Obsttorte sind ebenso möglich wie eine prachtvolle Hochzeitstorte in hanseatischem Rotweiß. In Hamburg gibt es heute von trendigem Fingerfood über die traditionelle norddeutsche Hochzeitssuppe bis zum klassischen Kalbsnierenbraten oder Roastbeef einfach alles.

Nach dem Hochzeitsmahl wurden die Geschenke überreicht und getanzt. Abends begleitete die Hochzeitsgesellschaft das Brautpaar mit Musik in die Brautkammer. Früher wohnten die jungen Eheleute oft mit den Eltern des einen Partners, weil der Sohn oder Schwiegersohn mit im Geschäft helfen sollte.

Am nächsten Morgen trafen sich wiederum alle, um das Brautpaar zu begrüßen und gemeinsam zu frühstücken, dabei durften ein gebratenes Huhn und Eierkuchen nicht fehlen. Nach dem Frühstück überreichte der Ehemann die Morgengabe, die alleiniger Besitz der Frau wurde.

Danach ging man wieder in die Kirche zu einem Gottesdienst. Reiche Kaufleute feierten die Hochzeit bis zu drei Tagen.

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Weitere Rituale

Früher wurde auch die Hose des Ehemannes verbrannt als Symbol, dass er ab jetzt nicht mehr die Hosen in der Familie an hat.

Ein anderes Ritual ist beispielsweise das „Füttern“, bei dem der Kopf des Bräutigams durch ein Loch eines Lakens gesteckt wird. Unter dem Loch ist ein Babystrampler aufgenäht. Neben dem Loch sind zwei kleinere Öffnungen, durch die die Braut ihre Arme stecken soll. Die Aufgabe lautet, den Bräutigam jetzt mit Brei zu füttern. Das „Füttern“ ist eines der traditionellen Spiele, bei denen das Brautpaar zeigen soll, ob es zusammen passt. Auch das „Übereinstimmungsspiel“, bei dem das Paar Rücken an Rücken sitzt und mit Ja- und Nein-Tafeln Fragen beantwortet, zielt darauf ab.

Man machte früher auch immer einen Schleiertanz, bei dem der Brautschleier kurz nach Mitternacht zerrissen wurde. Ursprünglich wurde der Schleier nach Mitternacht abgelegt, weil die Braut ja jetzt „unter der Haube“ war. Jeder, der ein Stückchen davon abreißen oder schneiden konnte, erhielt sozusagen ein Stückchen von ihrem Glück.

Hochzeitsbräuche in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist ein sehr vielfältiges Land und jede Region hat etwas andere Bräuche. Geheiratet wurde aber im ländlichen Raum fast überall in der Zeit "tüsken Seihen und Meihen" = zwischen Säen und Mähen, aber auch schon mal in der Zeit nach der Ernte.

Am Niederrhein feiert man schon vor der Hochzeit

Am Niederrhein ist es bis heute üblich, dass zukünftige Trauungen in der Kirche während der Messe von der Kanzel im Voraus verkündet werden. Dies geschieht meist drei Wochen vor dem Hochzeitstermin. Daher wird am Sonntag drei Wochen vor der Heirat die so genannte Letsch gefeiert. Der Name kommt daher, weil alle Leute („Letsch“) kommen dürfen. Es handelt sich dabei um eine Art vorgezogenen Polterabend, zu dem kommen kann, wer möchte. Der Umtrunk beginnt traditionell um die Mittagszeit und endet oft spät in der Nacht zum Montag. Die Letsch findet im Haus der Brauteltern statt.

Nach der Trauung muss man laufen: der Kannenlauf

In vielen ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens wird der Brauch des so genannten Kannenlaufs gepflegt. Es handelt sich dabei um einen sich direkt an die Trauung anschließenden Wettlauf. Dieser beginnt an der Kirche und endet am Haus der Brauteltern. Dem Sieger wird durch den Brautvater eine Kanne sowie eine finanzielle Zuwendung überreicht. Die Kanne besteht dabei entweder aus Silber, Blech oder Zinn. Der Zweite im Ziel erhält einen Besen, den die Braut selber gebunden hat. Anschließend geht es gemeinsam weiter zur Hochzeitsfeier.

Das Hochzeitspaar wird gefangen

Im Sauerland war es früher bei Bauernhochzeiten üblich, dass der so genannte Brautwagen vor der Hochzeit die Mitgift der Braut in das Haus des Bräutigams fuhr. Der Wagen wurde oft mehrere Male gestoppt und musste mit Süßigkeiten oder auch Schnäpsen freigekauft werden. Da heutzutage viele Eheleute bereits vor der Hochzeit zusammen wohnen, hat sich dieser Brauch auf den Hochzeitswagen verlagert, welcher nach der Trauung ein oder mehrere Male „gefangen“ wird, wobei sich dann das Paar freikaufen muss.

Magische Opale

Edelsteine, die mit allen Farben spielen

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Dat Brututtrecken (Brautausziehen)

Dieser alte westfälische Brauch inspiriert Sie vielleicht. Gegen Mitternacht versammelten sich die Gäste zum Brauttanz. Schon vorher wurden zwei Stühle zusammengestellt, auf denen die Brautleute Platz nahmen. Die Gäste stellten sich im Kreis um die Beiden auf, während die Musikanten das Lied "Wir winden dir den Jungfernkranz" spielten. Dabei tanzten alle um die Brautleute, außer der "Saoltmoer", die der Braut den Kranz abnahm. Die jungen Eheleute erhielten in humorvoller Weise Ermahnungen für den Ehestand. Währenddessen übergaben die Gäste der jungen Ehefrau die Attribute der Hausfrau: Kochlöffel, Kochtopf und einen Hahn, der vorher mit Schnaps betäubt worden war. Dieser musste einmal krähen zum Zeichen dafür, dass die Frau nunmehr "Hahn im Korbe" sei - aber meist fiel das Krähen aus. Der junge Ehemann bekam eine lange Pfeife, die "Schluffen" (= Pantoffeln) oder "Holsken" (= Holzschuhe) an die Füße zum Zeichen seiner Unterwürfigkeit, und schließlich zog man ihm eine Zipfelmütze über den Kopf. Gleichzeitig wurden der Braut die Hochzeitsschuhe (weiße Leinenschuhe) ausgezogen und ihr auch ein Paar "niee Holsken" (= neue Holzschuhe) aus denen das Stroh herausschaute, angezogen. Sodann begann der Brauttanz: Jeder und jede musste den Jungvermählten, die in den Holzschuhen tanzten, die Ehre geben, einmal mit ihnen zu tanzen.

Zur Kleidung der Braut


Die Braut hatte zwei Kleider: Einmal das lange weiße Hochzeitskleid (evtl. mit Schleppe). Dieses wurde am 1. Hochzeitstag gegen Mitternacht beim sogen. "Brututtrecken" (= Brautausziehen) ausgewechselt und durch ein - zumeist kurzes - blaues Kleid ersetzt. Die Schleppe wurde von den Engelchen (kleinen Mädchen) getragen - sie gehörte immer dazu. Angetan war die Braut weiter mit weißen Handschuhen, weißer Handtasche (später mit einer Pompadour, passend zum Brautkleid), in der einen Hand und dem Gebetbuch in der anderen. Das Gebetbuch lag in einem Ziertuch mit selbstgehäkelter Spitze. Selbstverständlich trug die Braut auf dem Kopf den Myrtenkranz, der zusammen mit dem Schleier in den Haaren befestigt war. Der Brautstrauß wurde erst nach dem 2. Weltkrieg modern, hier und dort schon zwischen den Kriegen. Es wird berichtet, dass der Brautstrauß am Tage nach der Hochzeit zur Muttergottes in die Kirche getragen wurde, um auf diese Weise um eine glückliche Ehe zu bitten.

Der Tag danach im Münster- und Emsland

Die Traditionen rund um die Hochzeitbeginnen mit der Letsch in Nordrhein-Westfalen nicht nur früher, sondern sie enden mit dem Hahn holen auch später als in anderen Gegenden Deutschlands. Denn im Münsterland und entlang der Ems ist es üblich, die Eheleute am Tag nach der Hochzeit zu einem gemeinsamen Spaziergang abzuholen. Dabei wurde früher ein lebendiger Hahn mitgeführt, der dann zubereitet und gemeinsam verspeist wurde. Heute wird in der Regel ein Hahn aus Holz zum Spaziergang mitgebracht und anschließend werden die Reste des vom Vortag übrig gebliebenen Hochzeitsmahls gegessen.


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Hochzeitsbräuche in Bayern

Der Hochzeitslader traditionell und modern

In Bayern nennt man den Hochzeitslader auch den Progoder. Dieses Amt übernimmt der jüngste Bruder der Braut oder der jüngere der beiden Trauzeugen. Er lädt bei der traditionellen bayrischen Hochzeit die Gäste ein und organisiert die Hochzeitsfeier. Am Tag der Hochzeit managiert er alles. Sein Erkennungszeichen ist der sogenannte Bitterstock, ein Stab, der mit Bändern in den traditionellen Farben Rot (Liebe), Blau (Treue), Grün (Hoffnung) und Weiß (Jungfräulichkeit) geschmückt ist. Er unterhält die Gäste auf lustige Weise, und bei der Übergabe der Geschenke nimmt er beim traditionellen Gstanzlsingen Brautpaar und Gäste auf den Arm.

Das Kranzlpaar

Das Kranzlpaar gehört ebenso zu einer bayrischen Hochzeit. Aus dem Bekanntenkreis des Brautpaares übernehmen zwei unverheiratete Freunde die Aufgabe, das Brautpaar am Tag der Hochzeit zu begleiten. In den meisten Fällen sind es die Trauzeugen. Sie verteilen die Schleifen für die Autos oder die Ansteckbüschel für die Kleidung der Gäste. Das Recht als erste nach dem Brautpaar die Tanzfläche zu betreten, müssen sie sich erobern und schnell sein. Sollten sie es nicht schaffen, wird eine Lokalrunde fällig. Weil Hochzeiten in Bayern oft um die 80 Gäste haben, könnte das teuer werden!

Der Wegzoll

Der Wegzoll wird besonders gerne in ländlichen Regionen verlangt. Dem Brautpaar wird die Zufahrt zur Kirche versperrt, wobei sie sich jedoch mit einer „Zollabgabe“ freikaufen können. Kinder versperren mit einem Seil die Straße, und sie bekommen Süßigkeiten oder Münzgeld. Wenn Freunde und Bekannte den Weg behindern, erwarten sie eine Runde Schnaps oder Bier, bevor sie den Weg wieder frei machen.

Heiraten in Tracht mit bayerischer Hochzeitsfrisur

Meistens wird im Brautdirndl und in der festlichen Lederhose standesamtlich geheiratet, in der Kirche trägt eine bayerische Braut lieber das weiße Kleid. Die Kleiderordnung für die Gäste kann in der Einladung festgelegt werden. Die Brautfrisur ist nach bayerischer Tradition eine Hochsteckfrisur. Dabei wird ein Kranz geflochten. Zum Dirndl passt diese Frisur perfekt. Wird das weiße Kleid mit Schleier getragen, können Blumen oder Perlen als Schmuck in die Frisur eingearbeitet werden.

  • Trauringe aus Carbon und Gold Shagei
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  • Trauringe aus Platin mit jeweils einem Diamanten Karima
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  • Eheringe aus Pletin Cairi
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  • Vintage Eheringe in Platin Marilie
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  • Eheringe aus Platin mit Naturmotiv Elvin
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Hochzeitsbräuche in Sachsen

Der Hochzeitslader

Eigentlich aus dem süddeutschen Raum stammt die Sitte, einen Hochzeitslader (auch Hochzeitsbitter) zu Freunden und Verwandten gehen zu lassen. Mit einem Gedicht oder einem witzig formulierten Vortrag lädt er die Gäste zur Hochzeit ein. Außerdem hilft er bei der Organisation der Feier.

Die Brautentführung, Reis streuen und Wegzoll

Zu den ältesten Hochzeitsbräuchen in Sachsen zählt die Brautentführung. Der Bräutigam muss auf seine zukünftige Frau aufpassen und sie vor Räubern beschützen können, nur dann darf er heiraten. Die Brautentführung wird heute in abgeschwächter Form durchgeführt, meist wird die Braut in der Nähe der Kirche oder des Standesamtes versteckt.

Auch Blumenkinder und Brautjungfern sind eine typische Tradition in Sachsen.

Während in anderen Bundesländern Münzen oder Blumen gestreut werden, wird der Weg des Brautpaares in Sachsen mit Reis bestreut. Dies soll einen reichen Kindersegen bescheren und kann auch, wenn das Standesamt dagegen ist, durch Seifenblasen ersetzt werden.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Weg zur Trauung versperrt wird und erst nach einem Wegzoll freigegeben wird. Der Bräutigam überreicht ein Fässchen Bier und darf mit der Hochzeitsgesellschaft weiterfahren. Wird der Wegzoll verwehrt, ist eine Weiterfahrt nach altem Brauch nicht möglich.

Holzstammsägen, Hochzeitstorte und Hochzeitsspalier

Auch aus Süddeutschland stammt der Brauch des Baumstammsägens, der sich auch in Sachsen verbreitet hat. Das Brautpaar muss dabei beweisen, dass es Hindernisse im Eheleben gemeinsam aus dem Weg schafft.

Ein anderer Brauch ist das Durchschneiden eines seidenen Bandes. Nach der Eheschließung bilden die Freunde und Bekannten des Brautpaares einen Tunnel, an dessen Ende ein Seidenband ist, das durchgeschnitten werden muss. Dies soll den Weg in das gemeinsame Leben symbolisieren.

Eine riesige Hochzeitstorte darf bei der Feier nicht fehlen. Die Hochzeitstorte in Sachsen kann gar nicht hoch genug sein. Deshalb muss das Ehepaar mit großer Aufmerksamkeit die Torte anschneiden. Wer die Hand beim Anschneiden der Hochzeitstorte oben hat, hat in der Ehe das Sagen.

Brautschuhe mit Cent-Stücken bezahlen

Früher mussten Bräute lange auf die Hochzeitsschuhe sparen, sodass sie diese mit Pfennigen beim Schuhmacher bezahlten. Heute gibt es keine Geschäfte, die ein teures Paar Hochzeitsschuhe mit Cent bezahlen lassen. In einigen ländlichen Regionen in Sachsen kann man dem Brauch aber noch immer folgen und mit dem Ersparten im Brautmodengeschäft vorsprechen.

Ein weiterer Brauch bei den Hochzeitsschuhen ist es, den linken Schuh mit Blumen zu füllen. Daneben steht ein Glas Wein, das beide gemeinsam austrinken müssen und so den Grundstein für ein langes, glückliches und gemeinsames Leben in Liebe und Gesundheit legen.

Brautstrauß werfen und Strumpfband

Der bekannteste Brauch, nicht nur in Sachsen, ist das Werfen des Brautstraußes. Wer den Strauß fängt, heiratet als nächstes.

Strumpfband und ein Glücks-Cent im Schuh sind auch in Sachsen sehr verbreitet. Beide Traditionen stammen aus England und wurden erst in letzter Zeit populär.

Sächsische Bräute tragen etwas Altes, etwas Geliehenes und etwas Blaues für eine lange Ehe in Glück und Respekt.

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