Platin: Eigenschaften, Feingehalt und Vergleich mit Gold
Aktualisiert: 8. Oktober 2026
Platin ist ein seltenes Edelmetall von silbrig-weißer Farbe. Das chemische Zeichen für Platin ist Pt, seine Ordnungszahl ist 78. Für Schmuck wird meist eine Legierung mit dem Feingehalt 950/1000 verwendet, also mit 95 % Platin. Platin läuft nicht an, verändert seine Farbe nicht und hält Steine sicher, deshalb eignet es sich vor allem für Verlobungsringe und Eheringe, die jeden Tag getragen werden. Gefördert wird nur etwa ein Zwanzigstel der Goldmenge, an der Börse ist Platin heute trotzdem günstiger.
Inhalt des Artikels:
- Eigenschaften von Platin
- Feingehalt von Platin: Was bedeutet 950?
- Platin oder Weißgold?
- Was ist teurer: Platin oder Gold?
- Woran erkennt man Platin?
- Platin pflegen und reinigen
- Wo Platin abgebaut wird und wie es entdeckt wurde
- Wofür wird Platin verwendet?
- 10 Fakten über Platin
- Platin aus unserer Goldschmiedewerkstatt
- Häufige Fragen zu Platin
Eigenschaften von Platin
Platin ist ein dichtes und sehr beständiges Metall. An der Luft und im Wasser oxidiert es nicht, es läuft nicht an und verfärbt sich auch im Kontakt mit der Haut nicht. Es schmilzt erst bei 1.768 °C, also rund 700 °C höher als Gold, und die Verarbeitung verlangt deshalb einen erfahrenen Goldschmied.
| Eigenschaft | Platin | Gold (rein) |
|---|---|---|
| Chemisches Zeichen | Pt | Au |
| Ordnungszahl | 78 | 79 |
| Dichte | 21,45 g/cm³ | 19,32 g/cm³ |
| Schmelzpunkt | 1.768 °C | 1.064 °C |
| Farbe | silbrig-weiß | gelb |
| Feingehalt bei Eppi | 950/1000 | 585/1000 und 750/1000 |
Farbe
Die weiße Farbe hat Platin von Natur aus. Es muss nicht beschichtet werden und vergilbt auch nach Jahren nicht. Neben rhodiniertem Weißgold wirkt es eine Nuance dunkler, mit einem leicht grauen Ton.
Gewicht
Wegen der höheren Dichte wiegt ein Ring aus Platin spürbar mehr als derselbe Ring aus 14- oder 18-karätigem Gold. Bei breiten Eheringen ist der Unterschied an der Hand am deutlichsten.
Haltbarkeit und Patina
Platin ist zäh: Bei einem Stoß verbiegt es sich eher, als dass es bricht, sodass die Krappen, die kleinen Metallzacken rund um den Stein, nicht so leicht abbrechen. An der Oberfläche bekommt es allerdings leichter Kratzer als 14-karätiges Gold. Beim Kratzen wird das Metall aber nur zur Seite geschoben, sodass ein Ring auch nach Jahren des Tragens praktisch kein Material verliert. Gold dagegen reibt sich beim Tragen langsam ab.
„Beim Tragen wird Platin mit der Zeit matt und bekommt einen feinen, samtigen Schimmer, die sogenannte Patina. Viele lassen sie am Ring so, wie sie ist. Wem sie nicht gefällt, dem polieren wir den Ring in der Werkstatt wieder auf Hochglanz.“ – Nikita, Goldschmied bei Eppi
Platin bei empfindlicher Haut
Hypoallergenes Platin vertragen auch Menschen, deren Haut empfindlich auf Metalle reagiert. Die Legierung 950/1000 enthält 95 % Platin und kein Nickel, den häufigsten Auslöser von Hautreaktionen auf Schmuck.
Feingehalt von Platin: Was bedeutet 950?
Die Zahl 950 auf einem Schmuckstück aus Platin bedeutet, dass die Legierung 950 von 1.000 Teilen Platin enthält, also 95 %. Die restlichen 5 % sind ein anderes Metall, das die Legierung härter macht. Reines Platin wäre für Schmuck zu weich. Ein Schmuckstück aus Platin enthält damit mehr Edelmetall als eines aus Gold: 14-karätiges Gold besteht zu 58,5 % aus Gold, 18-karätiges zu 75 %.
Unseren gesamten Platinschmuck fertigen wir aus Platin 950/1000, und zwar in zwei Legierungen. Die restlichen 5 % sind entweder Ruthenium, ein Metall aus derselben Gruppe wie Platin, oder Kobalt. Die Legierung mit Kobalt ist härter und eignet sich deshalb für Teile, die stärker beansprucht werden, etwa die Stifte von Ohrsteckern. Weltweit sind auch andere Legierungen üblich, zum Beispiel 900 Teile Platin mit 100 Teilen Iridium. In Tschechien, wo unser Schmuck entsteht, punziert das Punzierungsamt Platin ab einem Feingehalt von 800/1000.
Platin oder Weißgold?
Platin und Weißgold sehen auf den ersten Blick ähnlich aus. Sie unterscheiden sich aber darin, woher die weiße Farbe kommt und wie sie altern. Mit Gelbgold vergleicht man Platin vor allem nach Farbe und Gewicht.
| Platin 950 | Weißgold | Gelbgold | |
|---|---|---|---|
| Edelmetallanteil | 95 % Platin | 58,5 % oder 75 % Gold | 58,5 % oder 75 % Gold |
| Farbe | von Natur aus weiß, mit leicht grauem Ton | weiß durch eine Rhodiumschicht, darunter leicht gelblich | gelb |
| Was mit der Zeit passiert | beim Kratzen verschiebt sich das Metall nur, es entsteht eine matte Patina, die sich wieder auf Hochglanz polieren lässt | die Rhodiumschicht reibt sich ab und der gelbliche Ton scheint durch, das Rhodium muss erneuert werden | das Metall reibt sich beim Tragen langsam ab, Kratzer lassen sich wegpolieren |
| Gewicht | das schwerste der drei Metalle | leichter als Platin | leichter als Platin |
| Empfindliche Haut | nickelfrei | meist eine Legierung mit Nickel, das Rhodium trennt es von der Haut; auf Wunsch auch nickelfrei mit Palladium | Legierung ohne Nickel |
Weißgold ist eine Legierung aus Gold und weißen Metallen. Von sich aus hat es einen leicht gelblichen Ton, weil es reines Gold enthält, und das ist von Natur aus gelb. Deshalb wird es meist mit Rhodium beschichtet, einem Metall aus derselben Gruppe wie Platin. Die dünne Rhodiumschicht gibt ihm seinen strahlend weißen Glanz und trennt zugleich das Nickel in der Legierung von der Haut. Beim Tragen reibt sich die Schicht nach und nach ab. Bei Schmuck, den Sie bei uns gekauft haben, erneuern wir sie im Rahmen des lebenslangen Service einmal im Jahr kostenlos. Wenn Sie Nickel nicht vertragen, geben Sie uns bitte Bescheid: Weißgold fertigen wir auf Wunsch gegen Aufpreis aus einer nickelfreien Legierung mit Palladium.
Lesen Sie auch: Was ist Rhodium und warum wird Schmuck rhodiniert
Bei Platin entfällt diese Sorge: Es ist von sich aus weiß, nichts wird beschichtet, und es ist von Natur aus hypoallergen. Weißgold finden Sie in der Kategorie Schmuck aus Weißgold. Über Gold, Karat und die einzelnen Farbtöne schreiben wir im Artikel Gold: Der König unter den Metallen. Einen Vergleich aller Metalle einschließlich Silber bietet der Artikel Welches Metall passt am besten?
Wann Platin die richtige Wahl ist
Platin lohnt sich am meisten bei einem Ring für jeden Tag, typischerweise einem Verlobungs- oder Ehering. Auch Haut, die empfindlich auf Metalle reagiert, verträgt es, und es braucht keine Rhodinierung. Ein Goldring reibt sich über Jahrzehnte des Tragens ab und wird dünner, ein Platinring behält seine Form. Zur Auswahl stehen Verlobungsringe aus Platin, Eheringe aus Platin und Memoire-Ringe aus Platin. Gold ist sinnvoll, wenn Sie einen leichteren Ring möchten, die günstigere Variante aus 14-karätigem Gold oder dasselbe Modell in Gelb- oder Roségold, bei einigen Modellen auch in Champagnegold.
Was ist teurer: Platin oder Gold?
An der Börse ist heute Gold teurer. Platin ist seit Februar 2015 durchgehend günstiger als Gold, und im Oktober 2026 kostete eine Feinunze Platin rund 40 % des Preises einer Unze Gold (Trading Economics). Den größten Teil des 20. Jahrhunderts war es umgekehrt, und daher stammt der Ruf von Platin als dem teureren Metall. Platin ist zwar seltener, den Preis bestimmt aber auch die Nachfrage: Gold kaufen Anleger und Zentralbanken, Platin vor allem die Industrie, allen voran die Hersteller von Autokatalysatoren.
Über den Preis eines Schmuckstücks entscheidet aber nicht der Börsenpreis des reinen Metalls, sondern der Preis der Legierung und die Menge, die für das Schmuckstück gebraucht wird. 18-karätiges Gold enthält 75 % Gold, 14-karätiges 58,5 %, der Rest sind günstigere Metalle wie Silber und Kupfer. Eine Platinlegierung enthält 95 % Platin und ist dichter als Gold: Ein Ring gleicher Größe und Form wiegt aus Platin mehr und braucht mehr Gramm Metall. Die Verarbeitung ist zudem aufwendiger, weil Platin bei höheren Temperaturen geschmolzen und gelötet wird. Günstigeres Platin an der Börse bedeutet also noch keinen günstigeren Schmuck.
„Mit Platin arbeitet es sich schwerer als mit Gold. Es wird bei deutlich höherer Temperatur gegossen und gelötet, und es auf Hochglanz zu polieren macht mehr Arbeit.“ – Nikita, Goldschmied bei Eppi
Platin gibt es auch als Anlagebarren und Anlagemünzen.
Woran erkennt man Platin?
Echtes Platin erkennen Sie am zuverlässigsten an einer amtlichen Punze, dem Stempel einer staatlichen Prüfstelle. In Deutschland gibt es keine: Die Punzierung ist freiwillig, und den Feingehaltsstempel, etwa „950“ oder „Pt 950“, bringt der Hersteller selbst an. In Tschechien, wo unser Schmuck entsteht, erhält Platin 950/1000 die Amtspunze des Punzierungsamts: eine Königskrone in einem Rechteck mit gewölbter Oberkante und der Ziffer 1. Schmuckstücke unter einem halben Gramm müssen dort keine Amtspunze tragen.
Ohne Punze lässt sich Platin nur schwer von Weißgold oder Silber unterscheiden. Einen Hinweis gibt das Gewicht, denn ein Schmuckstück aus Platin ist deutlich schwerer. Rhodiniertes Weißgold ist meist strahlend weiß, Platin hat einen weicheren, silbrigen Ton. Sicherheit gibt aber nur ein Goldschmied oder ein Prüflabor. Eine Tabelle aller tschechischen Punzen finden Sie im Artikel Punzen auf Schmuck.
Platin pflegen und reinigen
Platin läuft nicht an und braucht keine Rhodinierung, die Pflege ist deshalb einfach. Zu Hause genügt es, das Schmuckstück in lauwarmem Wasser mit einem Tropfen milder Seife zu waschen, abzuspülen und mit einem weichen Tuch zu trocknen. Bei Schmuck mit empfindlicheren Steinen, etwa mit Perlen oder Opal, richten Sie sich aber nach der Anleitung für den jeweiligen Stein. Bewahren Sie Schmuck aus Platin getrennt von anderen Schmuckstücken auf, damit sie sich nicht gegenseitig zerkratzen.
Wenn Sie das Schmuckstück bei uns gekauft haben, reinigen wir es im Rahmen des lebenslangen Service einmal im Jahr kostenlos in unserer Goldschmiedewerkstatt, prüfen die Fassungen und ziehen sie nach. Dazu schicken Sie uns das Schmuckstück zu. Eine ausführliche Anleitung finden Sie im Artikel Die richtige Schmuckreinigung.
Wo Platin abgebaut wird und wie es entdeckt wurde
Das meiste Platin, rund 70 %, wird in Südafrika abgebaut. Weitere große Vorkommen liegen in Russland und Simbabwe. Weltweit werden jährlich etwa 170 Tonnen gefördert, nur etwa ein Zwanzigstel der Goldmenge. Das Erz enthält nur wenige Gramm Platinmetalle pro Tonne, sodass für eine Feinunze Platin (31,1 g) 10–40 Tonnen Gestein abgebaut werden müssen.
Platin verarbeitete schon die präkolumbische La-Tolita-Kultur an der Küste des heutigen Ecuadors und Kolumbiens. Die Spanier hielten es in Südamerika für eine Verunreinigung im gewaschenen Gold und warfen es weg. Sie nannten es platina, die Verkleinerungsform von plata (Silber), also „Silberchen“. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1557, als der italienische Gelehrte Julius Caesar Scaliger ein Metall beschrieb, das sich mit keinem Feuer schmelzen lasse. Wissenschaftlich untersucht wurde es in Europa ab Mitte des 18. Jahrhunderts.
Im Zweiten Weltkrieg war Platin in den USA ein strategischer Rohstoff. Von 1942 bis 1945 durfte es nicht für neuen Schmuck verwendet werden, an seine Stelle trat vor allem Weißgold.
Wussten Sie? Der blaue Hope-Diamant, einer der berühmtesten Diamanten der Welt, ist in einen Platinanhänger von Cartier gefasst. Heute zeigt ihn das Smithsonian National Museum of Natural History in Washington.
Wofür wird Platin verwendet?
Der größte Teil des geförderten Platins geht in die Industrie. Am meisten verbrauchen Autokatalysatoren, danach die chemische Industrie, die Glasindustrie und die Elektronik. In der Medizin werden aus Platin Teile von Herzschrittmachern gefertigt, aus Platinverbindungen einige Krebsmedikamente (Royal Society of Chemistry). Schmuck macht rund ein Viertel der weltweiten Nachfrage aus, ein Teil des Platins wird als Anlagebarren und Anlagemünzen gekauft.
10 Fakten über Platin
- Der Name Platin ist die spanische Verkleinerungsform von plata (Silber), wörtlich „Silberchen“.
- Jährlich wird nur etwa ein Zwanzigstel der Goldmenge an Platin gefördert.
- Platin schmilzt erst bei 1.768 °C, Gold schon bei 1.064 °C.
- Es ist rund ein Zehntel dichter als reines Gold.
- Schmuck aus Platin 950 besteht zu 95 % aus Platin, 18-karätiges Gold dagegen nur zu 75 % aus Gold.
- Weiß ist es von sich aus und braucht keine Rhodiumschicht.
- Ein Kratzer nimmt Platin kaum Material weg, das Metall verschiebt sich nur und bildet eine Patina.
- Die tschechische Amtspunze für Platin ist eine Königskrone.
- Weißgold verbreitete sich als Ersatz für Platin, am stärksten im Zweiten Weltkrieg, als die USA Platin für das Militär reservierten.
- An der Börse ist es heute günstiger als Gold, obwohl viel weniger davon gefördert wird.
Platin aus unserer Goldschmiedewerkstatt
Aus Platin 950/1000 finden Sie bei uns Verlobungs- und Eheringe, Ohrringe, Anhänger und Halsketten, Ketten und Armbänder. Wir fertigen sie von Hand in unserer eigenen Goldschmiedewerkstatt, und beim Kauf bei uns erhalten Sie dazu:
- Lebenslanger Service: einmal im Jahr reinigen wir Ihr Schmuckstück kostenlos und prüfen die Fassungen der Steine
- Eine kostenlose Größenänderung innerhalb von 120 Tagen nach dem Kauf bei Ringen aus Gold und Platin
- Eppi-Zertifikat zu jedem Schmuckstück
- Recycelte Edelmetalle: Gold, Silber und Platin verwenden wir ausschließlich recycelt
- Kostenloser Versand und kostenlose Rücksendung sowie 120 Tage Rückgaberecht
- Luxuriöse Verpackung kostenlos
Die genauen Bedingungen finden Sie auf der Seite Warum bei Eppi einkaufen.
Schwanken Sie zwischen Platin und Gold? Vereinbaren Sie eine persönliche Online-Beratung, oder sehen Sie sich unseren gesamten Platinschmuck an.
Häufige Fragen zu Platin
Was ist Platin?
Platin ist ein seltenes Edelmetall von silbrig-weißer Farbe mit dem chemischen Zeichen Pt und der Ordnungszahl 78. Es gehört zusammen mit Palladium, Rhodium, Ruthenium, Iridium und Osmium zur Gruppe der Platinmetalle.
Was ist das chemische Zeichen für Platin?
Das chemische Zeichen für Platin ist Pt, nach dem lateinischen Namen platinum. Die Ordnungszahl von Platin ist 78.
Ist Platin wertvoller als Gold?
Am Börsenpreis gemessen nicht. Platin ist seit Februar 2015 durchgehend günstiger als Gold, im Oktober 2026 kostete es rund 40 % des Goldpreises. Der Preis eines Schmuckstücks aus Platin hängt von der Menge des verwendeten Metalls, den gefassten Edelsteinen und dem Aufwand bei der Verarbeitung des jeweiligen Modells ab.
Was kostet ein Gramm Platin?
Der Platinpreis ändert sich jeden Tag mit der Börse, den aktuellen Kurs zeigt zum Beispiel Trading Economics. Der Preis eines Schmuckstücks aus Platin liegt über dem Metallpreis, weil er die Arbeit des Goldschmieds und die gefassten Edelsteine einschließt.
Warum ist ein Platinring schwerer als ein Goldring?
Platin hat eine höhere Dichte als Gold, und ein Schmuckstück aus Platin 950 besteht zu 95 % daraus, während 14-karätiges Gold über 40 % leichtere Metalle enthält. Dasselbe Modell aus Platin ist deshalb spürbar schwerer.
Was bedeutet die Zahl 950 auf einem Schmuckstück aus Platin?
Die Zahl 950 gibt den Feingehalt an: Die Legierung enthält 950 von 1.000 Teilen Platin, also 95 %. Es ist der häufigste Feingehalt bei Platinschmuck, und auch unseren gesamten Platinschmuck fertigen wir daraus.
Woran erkenne ich echtes Platin?
An der amtlichen Punze. In Tschechien, wo unser Schmuck entsteht, kennzeichnet das Punzierungsamt Platin 950/1000 mit einer Königskrone mit der Ziffer 1. In Deutschland ist die Punzierung freiwillig, ein Herstellerstempel allein belegt also keine unabhängige Prüfung. Ohne amtliche Punze kann das nur ein Goldschmied oder ein Prüflabor zuverlässig feststellen.
Platin oder Weißgold für den Verlobungsring?
Das hängt davon ab, was Ihnen wichtiger ist. Platin ist von Natur aus weiß, braucht keine Rhodinierung und wird auch von Haut vertragen, die empfindlich auf Metalle reagiert. Weißgold ist leichter, in 14-karätiger Ausführung günstiger und dank Rhodium strahlend weiß. Die Rhodiumschicht erneuern wir bei Schmuck, den Sie bei uns gekauft haben, im Rahmen des lebenslangen Service einmal im Jahr kostenlos.
Verändert Platin mit der Zeit seine Farbe?
Nein. Platin läuft nicht an und vergilbt nicht. Beim Tragen wird es durch feine Kratzer nur matt, die sogenannte Patina, und lässt sich in der Werkstatt wieder auf Hochglanz polieren.
Ist Platin für Allergiker geeignet?
Ja. Platin ist hypoallergen, die Legierung 950/1000 enthält kein Nickel, den häufigsten Auslöser von Schmuckallergien. Deshalb vertragen es auch Menschen, deren Haut empfindlich auf Metalle reagiert.
Lässt sich ein Platinring vergrößern oder verkleinern?
Ja, die Größe eines Platinrings lässt sich in der Werkstatt ändern. Bei Ringen aus Gold und Platin ist bei Eppi eine Größenänderung innerhalb von 120 Tagen nach dem Kauf kostenlos.
Wo wird Platin abgebaut?
Rund 70 % der weltweiten Förderung stammen aus Südafrika, weitere große Vorkommen liegen in Russland und Simbabwe.
Wofür wird Platin verwendet?
Am meisten Platin verbrauchen Autokatalysatoren, danach die chemische Industrie, die Glasindustrie, die Elektronik und die Medizin. Schmuck macht rund ein Viertel der weltweiten Nachfrage aus.
Ist Platin das seltenste Metall?
Nein. Von Platin wird zwar nur etwa ein Zwanzigstel der Goldmenge gefördert, noch seltener sind aber Rhodium, Iridium und Osmium, die zur selben Gruppe der Platinmetalle gehören.
Eignet sich Platin zum täglichen Tragen?
Ja. Platin läuft nicht an und korrodiert nicht. Mit der Zeit bekommt es eine natürliche Patina, einen fein matten Schimmer, der sich ab und zu wieder auf Hochglanz polieren lässt.
Lohnt sich Platin als Geldanlage?
Ein Schmuckstück aus Platin behält den Wert des Edelmetalls, das es enthält. Als reine Geldanlage kauft man aber Barren und Münzen, denn bei Schmuck zahlen Sie auch die Arbeit des Goldschmieds und die gefassten Edelsteine, die Sie beim Verkauf des Metalls nicht zurückbekommen.