Türkis (Turquoise)

Der Türkis war einer der ersten Edelsteine, die abgebaut wurden. Seine intensive Farbe reicht je nach dem Kupfer- und Eisengehalt von Himmelblau bis Grün. Dank dieser besonderen Farbe hat sich der Türkis zu einem der beliebtesten Farbtrends in der Schmuckgeschichte entwickelt. Er wurde seit den Anfängen der ägyptischen Zivilisation geschätzt und war dafür bekannt, Glück zu bringen. Sein Name leitet sich vom französischen „Pierre Turquois“ ab – türkischer Stein. Er hat diesen Namen bekommen, weil Europäer aus dem Westen fälschlicherweise dachten, er käme aus der Türkei. Auf Persisch ist der Türkis als "Feroza" bekannt, was Sieg bedeutet, und er ist zudem noch der nationale Edelstein des Iran.

Sein Vetter ist der Lapislazuli, der von ägyptischen Pharaonen und aztekischen Königen geliebt wurde.
Türkis (Turquoise)

Überblick

  • Edelsteinfamilie Mineral
  • Sternzeichen Fische und Wassermann
  • Härte (Mohs-Härteskala)
  • Fundorte Iran, Tibet, Afrika, Afghanistan, Australien.
  • Geburtsstein Dezember, Juli
  • Farbe
    Türkis, Blaugrün, Apfelgrün

Gemmologische Parameter des Türkis

  • Chemische Zusammensetzung CuAl6(PO4)4(OH)8 – 4H2O, Kupferhaltiges Aluminiumphosphat
  • Relative Dichte 2,31 bis 2,86
  • Kristallsystem Dreieckige Form (triklin), traubenförmige Form
  • Brechungsindex 1,610 bis 1,650
  • Doppelbrechung +0.040
  • Strichfarbe weiß
  • Absorptionsspektrum 460, 432, 422
  • Fluoreszenz Schwach, Grüngelb, Hellblau

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Farbe (color)

Beim Türkis ist die begehrteste Farbe Türkis und ein seltenes Grün. Ein reiner blauer Türkis ist eine große Rarität, da der Stein meist braune, dunkelgraue oder schwarze Adern enthält. Die Farbe hängt von der Menge an Kupfer, Chrom, Vanadium und Eisen ab. Es gibt auch seltene blauviolette Exemplare, die Beimengungen von Strontium enthalten.

Reinheit (clarity)

Ein Türkis ist durchscheinend bis undurchsichtig mit wachsartigem Glanz. Durchsichtige und durchscheinende Türkise, in denen die Kristalle sichtbar sind, kann man nur sehr selten finden, sie sind deshalb sehr wertvoll und teuer.

  • Goldenes Schmuckset mit Türkisen Harper
    Goldenes Schmuckset mit Türkisen Harper
  • Türkis in silbernen Ohrringen Dipha
    Türkis in silbernen Ohrringen Dipha

Schliff (cut) und Form (shape)

Der typische Schliff für Türkis ist der "Cabochon", der für die meisten Türkisschmuckstücke verwendet wird.

Bearbeitung von Türkisen

Der Türkis ist ein poröser Edelstein, der in den meisten Fällen in Kunstharz getränkt wird, was seine Farbe verbessert, und da das Kunstharz an der Oberfläche aushärtet, wird er widerstandsfähiger. Eine der gebräuchlichsten Behandlungen ist die Stabilisierung, das ist eine Methode zur Imprägnierung, die die Porosität des Türkises reduziert, seine Lebensdauer erhöht und seine natürliche Farbe verstärkt. Auch mit Öl, Paraffin, aber auch anderen farbigen Substanzen kann eine Farbverbesserung erzielt werden.

Preis

Größe, Dicke und Farbe sind die Hauptfaktoren bei der Bewertung eines Türkis. Auch eine Reihe von Anpassungen spielt eine Rolle. Zu den beliebtesten gehören die Türkise, die eine grüne Farbe und reines Blau aufweisen, also nicht von Adern anderer Erze durchzogen werden.

  • Goldener Ring mit Cabochon-Türkis Salma
    Goldener Ring mit Cabochon-Türkis Salma
  • Goldene Halskette mit Cabochon Türkis Caitlyn
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  • Goldene Ohrringe mit Cabochon-Türkis Kaliyah
    Goldene Ohrringe mit Cabochon-Türkis Kaliyah

Mythen und Legenden

In Mesopotamien (dem heutigen Irak) wurden Perlen aus Türkisen gefunden, die etwa aus der Zeit 5.000 vor Christus stammen. Der Türkis war einer der ersten Edelsteine, die in ägyptischer Zeit im Sinai abgebaut wurden. Er wurde von den alten Ägyptern, Persern, Mongolen und Tibetern sehr geschätzt. Die alten Ägypter begruben sogar Türkisstücke mit ihren Mumien. Als 1900 das Grab von Königin Zar (3032-3000 v. Chr.) entdeckt wurde, wurden Goldarmbänder mit Türkisen an ihrem mumifizierten Handgelenk gefunden.

Die Azteken glaubten, dass der Türkis ein Stein der Mystik und der Langlebigkeit sei. In den Jahren 900 bis 1000 n. Chr. setzten sie ihn in aufwendig verarbeitete Masken ein.

Vor dem Ersten Weltkrieg war der Türkis der wichtigste Exportartikel des Iran, wo es fast 100 Abbaugebiete dieses Steins gibt.

Der Türkis und seine Wirkungen

Schon in der Vergangenheit wurde der Türkis als ein Edelstein der Götter und der Langlebigkeit angesehen. Er ist dem Planeten Saturn zugeordnet und bringt Glück. Er kann negative Einflüsse absorbieren, die dem Körper schaden könnten und bewahrt vor bösen Zaubersprüchen. Er beeinflusst die Kommunikation positiv, fördert die Zielstrebigkeit und schützt vor Kritik. Er befriedigt den Verstand, verleiht Energie und gleicht Stimmungsschwankungen aus.

Unglaublich beliebt ist er bei den Indianern, da er hauptsächlich die Kreativität fördert. Das Sternzeichen Zwilling wird mit seiner Hilfe plötzlich kreativ und strotzend vor Talent. Steinböcken verleiht er außerdem eine bessere Konzentration und vertieft ihre Liebeserfahrungen. Schützen können sich mit dem Edelstein besser konzentrieren und erledigen alle Aufgaben konsequent bis zum Ende. Der Wassermann liebt den Türkis, weil er ihm Inspiration und Frieden gibt, zusammen mit der Energie, die Welt zu retten. Für Fische ist mit dem Türkis der anstrengende Alltag angenehmer und erträglicher.

Der bekannteste Türkis

Es gibt viele archäologische und literarische Hinweise auf die Ära der Türkise in Ägypten. Die vier Armbänder von Königin Zar wurden gefunden, als man ihr Grab öffnete, aber auch viele andere Pharaonen hatten Schmuck in ihren Gräbern, der mit diesem Edelstein verziert war. Als eines der ältesten Artefakte gilt ein mit Türkis verzierter Schaber aus Knochen, der 1896 während einer Expedition in New Mexico gefunden wurde. Das Metropolitan Museum of Art in New York beherbergt derzeit eine Plakette mit Türkisen, die auf dem mumifizierten Pharao Sesostris II. (1840 v. Chr.) entdeckt wurde.

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