Rauchquarz – geheimnisvoller Edelstein und seine erdige Schönheit
Aktualisiert: 2. Juni 2026
Der Edelstein Rauchquarz (englisch smoky quartz) gehört zur Quarzfamilie (SiO₂) und ist bekannt für seine erdigen Töne von hellem Rauchbraun bis hin zu undurchsichtigem Schwarz. Seine charakteristische Färbung entsteht in der Natur durch die Einwirkung natürlicher Strahlung auf Aluminiumspuren im Kristallgitter. Mit einer Härte von 7 auf der Mohs-Skala ist der Rauchquarz robust genug für den täglichen Gebrauch in Schmuckstücken. Dieser erschwingliche Stein, historisch besonders in Schottland geschätzt, spricht Liebhaber natürlicher Farbtöne an und bietet eine elegante Alternative zu klassischen farbigen Edelsteinen.
Inhaltsverzeichnis:
- Was ist Rauchquarz und seine Mineralogie
- Welche Farbe hat der Rauchquarz und was ist Morion
- Rauchquarz, Smoky Quartz, Smoky Topas – warum so viele Namen?
- Bedeutung und Wirkung des Rauchquarzes: Tradition und Symbolik
- Rauchquarz-Preis – was kostet ein Rauchquarz
- Behandlungen und Imitate: Echten Rauchquarz erkennen
- Rauchquarz in der Schmuckwelt – das richtige Schmuckstück wählen
- Pflege von Schmuck mit Rauchquarz
- Wo wird Rauchquarz abgebaut – von Schottland bis Brasilien
- Berühmte Rauchquarze und historische Anekdoten
- Warum Sie einen Schmuck mit Rauchquarz bei Eppi kaufen sollten
- Häufig gestellte Fragen zum Rauchquarz
Was ist Rauchquarz und seine Mineralogie
Der Rauchquarz ist eine makrokristalline Varietät des Quarzes, chemisch Siliziumdioxid (SiO₂). Zur selben Mineralfamilie gehören auch Amethyst, Citrin, Rosenquarz sowie der klare Bergkristall – also reiner Quarz. Vom übrigen Quarz unterscheidet sich der Rauchquarz durch seine braune bis rauchige Farbe, die das Ergebnis natürlicher Bestrahlung aluminiumhaltiger Gesteine über Millionen Jahre ist. Er kristallisiert im trigonalen Kristallsystem und bildet häufig prächtige, perfekt ausgeprägte sechsseitige Kristalle (Mindat). Als geschliffener Edelstein besticht der Rauchquarz durch seine visuelle Tiefe und erdige Eleganz. In roher Form bildet er markante sechsseitige Kristalle, die auch bei Mineraliensammlern beliebt sind.
Physikalische Eigenschaften des Rauchquarzes
Grundlegende Informationen
- EdelsteinfamilieQuarz (makrokristallin)
- Edelstein für das Sternzeichen Skorpion, Steinbock
- Härte (Mohs-Skala)
7
- FundorteBrasilien, Schottland, Schweiz, Madagaskar, USA (Colorado), Tschechien
- MonatssteinNovember (als Alternative zu Topas und Citrin)
- Farbe
von hellem Rauchbraun bis zu sattem Schokoladenbraun und Schwarz
Gemmologische Parameter des Rauchquarzes
- Chemische ZusammensetzungSiO₂ (Siliziumdioxid)
- Relative Dichte2,65 g/cm³
- Kristallsystemtrigonal
- Brechungsindex1,544–1,553
- Doppelbrechung0,009
- Spaltbarkeitkeine (großer Vorteil für die Schmuckverarbeitung)
- Fluoreszenzin der Regel keine
Wie Rauchquarz entsteht – das Geheimnis der rauchigen Farbe
Rauchquarz entsteht tief in der Erdkruste in Quarzadern und Pegmatiten – typischerweise in granitischen Gesteinen. Der Schlüssel zu seiner Farbe liegt im Zusammenspiel dreier Faktoren: Spuren von Aluminium im Kristallgitter des Quarzes, die natürliche Radioaktivität umgebender Gesteine (mit Uran oder Thorium) und ausreichend geologische Zeit. Die Strahlung aktiviert nach und nach Farbzentren rund um die Aluminiumeinlagerungen und verwandelt den farblosen Bergkristall in den rauchig braunen Rauchquarz (Encyclopaedia Britannica). Je intensiver die Strahlung und je länger sie einwirkt, desto dunkler wird der Stein.
Der Rauchquarz ist ein wunderschönes Beispiel dafür, wie die Natur unsichtbare Aluminiumspuren und Millionen Jahre Strahlung in etwas Außergewöhnliches verwandelt.
Ist Rauchquarz radioaktiv? Sicherheit beim Tragen
Obwohl die Farbe des Rauchquarzes durch Strahlung entsteht, ist der abgebaute Stein selbst nicht radioaktiv – die Strahlung hat lediglich eine dauerhafte Veränderung im Kristallgitter bewirkt. Das Tragen von Schmuck mit Rauchquarz ist für die Gesundheit völlig unbedenklich. Dasselbe gilt für Rauchquarz, dessen Farbe durch Bestrahlung im Labor beschleunigt wurde – der Prozess ist physikalisch identisch, nur deutlich schneller.
Welche Farbe hat der Rauchquarz und was ist Morion
Wie sieht der Rauchquarz aus? Er bietet eine breite Palette erdiger Töne – von sehr hellem, leicht gelblichem Braun bis hin zu sattem, dunklem Schokoladenbraun. Am gefragtesten sind orangebraune bis cognacfarbene Töne, während graubraune Nuancen weniger beliebt sind. Die Farbe verteilt sich meist gleichmäßig, kann aber bei manchen Kristallen je nach Orientierung und Lichtdurchgang in ihrer Intensität leicht variieren.
Töne von Rauchbraun bis Schokoladenbraun
Händler beschreiben den Rauchquarz oft als kaffeefarben, honigfarben oder karamellfarben. Helle „Smoky"-Varianten wirken zart und transparent, Cognac- und Schokoladentöne gehören zu den begehrtesten. Rotbraune Rauchquarze mit warmem Unterton sind in modernen Schmuckkollektionen besonders beliebt.
Morion – der geheimnisvolle schwarze Rauchquarz
Die völlig undurchsichtige, schwarze oder tief braunschwarze Varietät des Rauchquarzes wird fachlich als Morion bezeichnet. Sie entsteht durch stärkere und längere Bestrahlung als gewöhnlicher Rauchquarz. Der Name leitet sich vom lateinischen mormorion ab, mit dem Plinius der Ältere in seinem Werk einen dunklen, durchscheinenden Stein aus Indien beschrieb – die genaue Wortherkunft ist jedoch nicht eindeutig geklärt. Die heutige Form Morion entstand vermutlich durch fehlerhafte Abschrift in mittelalterlichen Handschriften. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Rauchquarz ist der Morion fast undurchsichtig, bei starkem Durchlicht kann er aber eine tiefe dunkelbraune Farbe offenbaren.
Cairngorm – Schottlands Stolz
Eine spezielle gelbbraune Varietät des Rauchquarzes wird Cairngorm genannt – nach der gleichnamigen Gebirgsgruppe im schottischen Hochland. Diese Varietät gilt traditionell als Nationalstein Schottlands und schmückt seit Jahrhunderten traditionellen schottischen Schmuck: Broschen auf Kilts und Handgriffe zeremonieller Dolche (Sgian-dubh). Weil Königin Viktoria Cairngorm-Rauchquarze besonders schätzte, wurden sie während der viktorianischen Ära zu einem regelrechten Modephänomen.
Lesen Sie auch: Der Rauchquarz gehört zu einer der reichsten Mineralfamilien der Erde. Mehr über seine „Geschwister" – Amethyst, Citrin, Rosenquarz und weitere – finden Sie in unserem Edelstein-Ratgeber.
Rauchquarz, Smoky Quartz, Smoky Topas – warum so viele Namen?
Der Rauchquarz trägt in verschiedenen Sprachen und historischen Zusammenhängen zahlreiche Bezeichnungen, die mitunter verwirren können. Im Deutschen ist Rauchquarz der etablierte Fachbegriff – manchmal wird er umgangssprachlich auch schlicht brauner Quarz genannt. Im Englischen heißt er Smoky Quartz, im Tschechischen záhněda.
Neben diesen korrekten Bezeichnungen taucht gelegentlich auch das irreführende Wort Smoky Topas (oder „Rauchtopas") auf – das ist jedoch eine falsche Handelsbezeichnung. Topas ist ein gänzlich anderes Mineral (Al₂SiO₄(F,OH)₂) mit abweichender chemischer Struktur, höherer Härte (8 gegenüber 7 beim Rauchquarz) und entsprechend höherem Preis. Natürlich braun gefärbte Topase existieren zwar, sind aber relativ selten und im üblichen Schmuckhandel kaum zu finden. Wenn Ihnen jemand „Smoky Topas" anbietet, handelt es sich mit nahezu vollständiger Sicherheit um Rauchquarz.
Warum wir den Rauchquarz lieben
Erdige Schönheit für jeden Tag
Mit der Härte 7 und ohne Spaltbarkeit ist der Rauchquarz robust genug für den täglichen Gebrauch. Seine warmen rauchigen Töne harmonieren mit praktisch jedem Outfit – vom legeren Stil bis zur eleganten Abendgarderobe.
Erschwinglich auch in großen Steinen
Große und qualitativ hochwertige Rauchquarze kosten nur einen Bruchteil dessen, was ein vergleichbar großer Rubin oder Smaragd verlangt. So können Sie sich einen wirklich auffälligen Stein in einem Statement-Ring oder Solitärschmuckstück leisten.
Rauchquarz in Luxuskollektionen
Das Mailänder Haus Pomellato hat ihn in der ikonischen Kollektion Nudo berühmt gemacht – ein Beleg dafür, dass der Wert eines Schmuckstücks nicht allein vom Karatpreis des Steins abhängt.
Bedeutung und Wirkung des Rauchquarzes: Tradition und Symbolik
In historischen Traditionen und in der Esoterik gilt der Rauchquarz als einer der stärksten erdenden Steine. Die Bedeutung des Rauchquarzes liegt der Überlieferung zufolge in der Verbindung zur Natur und in der inneren Ruhe, die er symbolisieren soll. In der traditionellen Steinheilkunde wird der Heilstein Rauchquarz dafür geschätzt, dass er beim Stressabbau helfen und vor negativen Einflüssen schützen soll.
Traditionelle Symbolik des Rauchquarzes
Der Rauchquarz begleitet die menschliche Kultur seit Jahrtausenden. Keltische Druiden verwendeten ihn bei Ritualen des Samhain-Festes, das das Ende der Sommerernte und den Übergang in die „dunkle" Hälfte des Jahres markierte. Nach traditioneller Überlieferung galt der Rauchquarz als Schutzamulett, das die Dunkelheit aufnimmt und Licht bringt.
Wirkung auf die Psyche – traditionelle Auffassung
In der traditionellen Steinheilkunde wird die Wirkung des Rauchquarzes auf die Psyche besonders hervorgehoben: Er soll beim Loslassen von belastenden Gedanken helfen, das emotionale Gleichgewicht fördern und in herausfordernden Lebensphasen Stabilität geben. Aus diesem Grund schätzen viele Menschen den Rauchquarz-Kristall als Begleiter in der Meditation. Diese Zuschreibungen entstammen jedoch der überlieferten Lehre und sind wissenschaftlich nicht belegt.
Rauchquarz und das Sternzeichen
In der Astrologie wird der Rauchquarz am häufigsten dem Skorpion zugeordnet – einem Wasserzeichen, das mit Transformation und Tiefe verbunden ist. Der Überlieferung zufolge bringt der Rauchquarz dem Skorpion eine erdende Energie, die ihm beim Verarbeiten starker Emotionen helfen soll. Weitere Sternzeichen, die laut esoterischer Tradition vom Rauchquarz unterstützt werden, sind Steinbock (Stabilität und Zielstrebigkeit) und Jungfrau. Mehr zu Steinen nach Geburtsmonat finden Sie in unserem Beitrag über Edelsteine für Ihr Geburtsdatum.
Hinweis nach dem Heilmittelwerbegesetz (HWG): Eppi verspricht keinerlei Heilwirkungen von Edelsteinen. Die genannten Eigenschaften beruhen ausschließlich auf der traditionellen Steinheilkunde und Symbolik und sind kein Ersatz für ärztliche Beratung oder medizinische Behandlung.
Rauchquarz-Preis – was kostet ein Rauchquarz
Der Rauchquarz gehört zu den erschwinglichsten Edelsteinen überhaupt. Sein Preis – und damit der gesamte Wert des Rauchquarzes – richtet sich vor allem nach Reinheit, Farbsättigung und Schliffqualität, nicht primär nach der Größe. Große Rohkristalle kommen in der Natur recht häufig vor, daher steigt der Preis pro Karat mit zunehmender Größe nicht exponentiell (anders als bei Diamant oder Rubin). Auch ein großer Rauchquarz im Statement-Schmuck bleibt deshalb finanziell überschaubar. Der rohe Rauchquarz-Stein ist außerdem bei Mineraliensammlern und angehenden Edelsteinschleifern beliebt – sowohl als Trommelstein als auch als Rohkristall.
Faktoren, die den Wert von Rauchquarz beeinflussen
Entscheidend für den Wert eines Rauchquarzes ist die Farbe – am höchsten geschätzt werden warme Cognac- und Schokoladentöne mit gleichmäßiger Färbung. Graubraune Nuancen sind weniger gefragt. Die Reinheit ist der zweite Schlüsselfaktor – der Stein sollte frei von mit bloßem Auge sichtbaren Einschlüssen sein (eye-clean), was beim Rauchquarz häufig, aber nicht selbstverständlich ist. Der Schliff kann den Wert zusätzlich erhöhen – fantasievolle und individuelle Schliffe renommierter Steinschleifer machen aus durchschnittlichem Rohmaterial einen deutlich höherwertigen Stein.
Orientierungspreise für Rauchquarz pro Karat
Übliche Handelsqualität bewegt sich bei etwa 1–4 EUR pro Karat. Spitzenqualität mit präzisem Schliff und idealer Farbe kann 6–16 EUR pro Karat erreichen. Der Endpreis eines Schmuckstücks mit Rauchquarz hängt vor allem vom verwendeten Edelmetall und der handwerklichen Verarbeitung ab – beim Rauchquarz spielt der reine Steinwert eine kleinere Rolle als bei seltenen Edelsteinen, bei denen der Karatpreis dominiert.
Wussten Sie schon? Zu jedem Schmuckstück mit Edelstein erhalten Sie bei Eppi ein Zertifikat, das die Eigenschaften des Steins bestätigt. Versand und Rückgabe sind in ganz Deutschland und Österreich kostenlos.
Behandlungen und Imitate: Echten Rauchquarz erkennen
Viele Rauchquarze auf dem Markt – insbesondere jene mit besonders dunkler Farbe – sind nicht auf natürlichem Weg entstanden, sondern durch künstliche Bestrahlung von farblosem Bergkristall im Labor. Dieser Prozess ahmt die natürliche Farbentstehung nach und ist gemmologisch kaum von der natürlichen Färbung zu unterscheiden. Beide Varianten sind chemisch und physikalisch identisch – der Unterschied liegt allein in der Geschwindigkeit des Prozesses. Die Bestrahlung im Labor ist eine legitime Behandlung, die beschleunigt, was die Natur über Millionen Jahre vollzieht.
Wie Sie eine Glasimitation erkennen
Die eigentliche Imitation des Rauchquarzes ist braun gefärbtes Glas, das sich anhand mehrerer Merkmale entlarven lässt: Glas enthält oft winzige runde Luftbläschen (Rauchquarz hat keine), die unter der Lupe oder bei guter Beleuchtung sichtbar werden. Ein weiterer Hinweis ist die geringere Härte (Glas hat eine Härte von etwa 5,5 gegenüber 7 beim Rauchquarz und lässt sich leichter zerkratzen). Außerdem erwärmt sich Glas bei Berührung schneller als echter Quarz.
Rauchquarz im Vergleich zu anderen braunen und schwarzen Edelsteinen
Der Rauchquarz ist nicht der einzige erdige Edelstein – im Schmucksortiment trifft er auf eine Reihe weiterer Steine und Diamanten in braunen und schwarzen Tönen. Jeder hat seinen eigenen Charakter und Preis. Sehen Sie sich an, wie sie nebeneinander im Schmuck wirken.
Im Vergleich zum Onyx behält der Rauchquarz seine innere Tiefe und leichte Durchscheinbarkeit. Gegenüber dem schwarzen Diamanten ist er unvergleichlich erschwinglicher, allerdings ohne den charakteristischen Diamantglanz. Champagner- und Salt-and-Pepper-Diamanten bieten ähnliche erdige Töne, kosten aber deutlich mehr – Vorsicht auch vor der irreführenden Bezeichnung „Smoky Topas", die gelegentlich für Rauchquarz verwendet wird.
Rauchquarz in der Schmuckwelt – das richtige Schmuckstück wählen
Mit der Härte 7 und ohne Spaltbarkeit ist der Rauchquarz robust genug für den täglichen Gebrauch – bei stark beanspruchten Ringen empfehlen wir trotzdem ein wenig Achtsamkeit. Seine erdigen Töne harmonieren wunderbar mit Gelb- und Roségold, die die Farbe des Steins erwärmen und ergänzen. Eine Fassung in Weißgold oder Platin schafft hingegen einen markanten Kontrast und einen modernen, eleganten Look.
Welches Edelmetall wählen?
Die beliebtesten Metalle in Kombination mit Rauchquarz sind Weißgold und Roségold – beide Töne harmonieren wunderschön mit den rauchigen Nuancen des Steins. Roségold erwärmt den Rauchquarz und verleiht ihm einen weichen, modernen Charakter – und nebenbei: genau diese Kombination hat die Kollektion Nudo des italienischen Hauses Pomellato berühmt gemacht.
Weißgold und Platin bilden hingegen einen eleganten Kontrast, der besonders bei dunkleren Rauchquarzen zur Geltung kommt. Gelbgold unterstreicht die Wärme des Steins und verleiht dem Schmuckstück einen klassischen, zeitlosen Charakter. Wer eine günstigere Variante sucht, findet auch in Silberschmuck mit Rauchquarz eine elegante Option – einschließlich vergoldeter Ausführungen in Gelb- oder Roségold.
Ringe und Ohrringe mit Rauchquarz
Der Rauchquarz kommt in markanten Solitärringen besonders gut zur Geltung – dank der erschwinglichen großen Steine können Sie sich einen wirklich auffälligen Cocktail-Ring leisten. Er passt auch hervorragend zum Vintage- und Boho-Stil. Für den täglichen Gebrauch sind Ohrringe mit Edelsteinen eine wunderbare Wahl – ob mit Rauchquarz oder einem anderen farbigen Stein.
Im Rahmen des lebenslangen Service von Eppi reinigen wir Ihr Schmuckstück mit Rauchquarz einmal jährlich professionell, prüfen die Fassung des Steins und führen die übliche Pflege durch – kostenlos, über die gesamte Lebensdauer des Schmuckstücks. Vereinbaren Sie gerne eine persönliche Online-Beratung.
Pflege von Schmuck mit Rauchquarz
Die Pflege des Rauchquarzes ist nicht aufwendig, einige Grundregeln genügen. Reinigen Sie das Schmuckstück mit lauwarmem Wasser, milder Seife und einer weichen Bürste – das ist die schonendste und zugleich vollkommen ausreichende Methode.
„Ein Ultraschallreiniger ist für Rauchquarz nicht empfehlenswert – falls der Stein innere Einschlüsse oder feine Risse aufweist, können die Vibrationen des Ultraschalls diese vergrößern und im Extremfall sogar zum Bruch des Steins führen." – Nikita, Goldschmied bei Eppi
Worauf Sie achten sollten
Die Härte 7 des Rauchquarzes reicht für den täglichen Gebrauch aus. Die Farbe kann jedoch bei längerer Einwirkung von direktem Sonnenlicht (UV-Strahlung) oder bei einer Stoßtemperatur von über 200–300 °C nach und nach verblassen (Quelle: Mindat). Lassen Sie das Schmuckstück deshalb nicht dauerhaft auf einem sonnigen Fensterbrett liegen, vermeiden Sie die Sauna und den Kontakt mit härteren Edelsteinen (Diamant, Saphir, Topas), die den Rauchquarz zerkratzen könnten.
„Bei Schmuckstücken mit Steinen bis zur Härte 7 empfehlen wir kein häufiges professionelles Polieren – wiederholtes Polieren trägt die Oberfläche des Steins minimal ab, wodurch die Facettenkanten allmählich an Schärfe verlieren können." – Nikita, Goldschmied bei Eppi
Wo wird Rauchquarz abgebaut – von Schottland bis Brasilien
Heute ist Brasilien der bedeutendste Produzent von Rauchquarz in Schmuckqualität – von dort stammen Kristalle von außergewöhnlicher Reinheit und Größe. Historisch waren die wichtigsten Lagerstätten in den Schweizer Alpen und im schottischen Cairngorms-Gebirge, wo der Rauchquarz traditionell als Nationalstein gilt.
Schottland und Königin Viktoria
Das Cairngorms-Gebirge im schottischen Hochland gab dem Rauchquarz einen seiner bekanntesten Namen. Im 18. und 19. Jahrhundert suchten dort sogenannte „Diggers" – Kristallsucher, die die Granitspalten der Berge durchstöberten. Das große Interesse an Cairngorm-Steinen wuchs mit Königin Viktoria, die Schottland liebte und Rauchquarz sowohl in ihrem persönlichen Schmuck als auch als diplomatisches Geschenk verwendete. Der Cairngorm-Rauchquarz wurde traditionell in Kilt-Broschen und in den Griffen schottischer Zeremoniedolche (Sgian-dubh) gefasst. (National Museums Scotland)
Alpenkristalle
In den Schweizer Alpen suchten traditionelle „Strahler" – Bergkristallsammler – nach Rauchquarz. Der alpine Rauchquarz ist außergewöhnlich klar und kommt manchmal in charakteristisch verdrehten Kristallen vor, die Gwindel heißen (vom deutschen gewunden) – bei Sammlern besonders hoch geschätzt.
Aktueller Abbau und Fundorte
Heute sind Brasilien und Madagaskar die Hauptquellen von Rauchquarz für die Schmuckindustrie. Hochwertiger Rauchquarz wird auch in den USA (Colorado) abgebaut, wo er in der Gegend des Pikes Peak in charakteristischen Verwachsungen mit blaugrünem Amazonit vorkommt – die Kombination Amazonit mit Rauchquarz ist bei Sammlern besonders begehrt. In Tschechien liegen Rauchquarz-Fundorte in der Hochland-Region Vysočina (Umgebung von Dolní Bory) – es handelt sich hauptsächlich um Sammlerstücke von Morion und Rauchquarz aus Pegmatitgängen, nicht um kommerziellen Abbau.
Berühmte Rauchquarze und historische Anekdoten
Die Rauchquarz-Schale von Fabergé
Die berühmte Werkstatt Fabergé fertigte aus Rauchquarz eine geschnitzte Muschelschale mit Klappdeckel und einem weißen, emaillierten Fabelwesen. Laut den Initialen auf dem Sockel stammt das Stück vom Meister Michail Perchin und entstand um das Jahr 1900.
Der Rauchquarz der Königin Viktoria
Mitte des 19. Jahrhunderts schenkte James Grant der britischen Königin Viktoria einen Cairngorm-Rauchquarz – den wertvollsten seiner Art – den er bei Ryvoan in den Cairngorm-Bergen entdeckt hatte. Er transportierte den Stein auf dem Rücken eines Pferdes über die Berge zum Schloss Balmoral. Der Rauchquarz befindet sich bis heute im königlichen Archiv.
Sonnenbrillen der Richter im alten China
In China während der Song-Dynastie (10.–13. Jahrhundert) dienten flache Plättchen aus dunklem Rauchquarz historischen Quellen zufolge als eine der ersten Sonnenbrillen. Sie wurden jedoch nicht primär gegen die Sonne getragen – Richter setzten sie bei Gerichtsverhandlungen auf, um vor Zeugen und Angeklagten ihre Gefühle und Augenausdrücke zu verbergen.
Warum Sie einen Schmuck mit Rauchquarz bei Eppi kaufen sollten
Der Rauchquarz ist ein Stein für alle, die natürliche Schönheit in erdigen Tönen suchen, eine alltagstaugliche Robustheit schätzen und Wert auf gute Erschwinglichkeit legen. Ob Sie seine tiefe rauchige Farbe anzieht, die Verbindung zur schottischen Tradition oder seine Symbolik als erdender Stein – ein Schmuckstück mit Rauchquarz bringt Eleganz und ein Stück Natur in Ihr Leben.
- Lebenslanger Service – einmal jährlich reinigen wir Ihr Schmuckstück mit Rauchquarz, prüfen die Fassung des Steins und führen die übliche Pflege durch. Kostenlos, für immer.
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- Maßgefertigter Schmuck – wir fertigen Ihr Schmuckstück mit Rauchquarz auch nach Ihren persönlichen Vorstellungen
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Schmuck mit Rauchquarz ansehen
Häufig gestellte Fragen zum Rauchquarz
Was ist Rauchquarz?
Rauchquarz ist eine beliebte Edelsteinvarietät des Minerals Quarz (SiO₂) mit charakteristisch rauchig brauner Farbe. Die Farbe entsteht durch die Einwirkung natürlicher Strahlung auf Spuren von Aluminium im Kristallgitter. Im Englischen wird der Rauchquarz als Smoky Quartz bezeichnet, im Tschechischen als záhněda.
Welche Wirkung hat der Rauchquarz?
In historischen und esoterischen Traditionen gilt der Rauchquarz als stark erdender Stein, der laut Überlieferung helfen soll, Stress abzubauen, vor negativer Energie zu schützen und innere Ruhe zu bringen. Aus medizinischer Sicht hat der Stein keine wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung – es handelt sich um Volksglauben und Symbolik, nicht um medizinisch belegte Aussagen.
Was kostet Rauchquarz pro Karat?
Rauchquarz ist preislich sehr erschwinglich. Der Preis für einen üblichen geschliffenen Stein bewegt sich zwischen etwa 1 und 16 EUR pro Karat – je nach Reinheit, Farbsättigung und Schliffqualität. Der Endpreis eines Schmuckstücks hängt überwiegend vom verwendeten Edelmetall und der handwerklichen Verarbeitung ab.
Für welches Sternzeichen eignet sich Rauchquarz?
In der Astrologie wird der Rauchquarz am häufigsten dem Wasserzeichen Skorpion sowie den Erdzeichen Steinbock und Jungfrau zugeordnet.
Wie erkennt man echten Rauchquarz?
Echter Rauchquarz hat die Härte 7, lässt sich durch herkömmliches Metall oder Glas nicht zerkratzen und enthält keine Luftbläschen (im Gegensatz zu Glasimitationen). Viele Rauchquarze auf dem Markt sind jedoch durch Laborbestrahlung von farblosem Bergkristall entstanden – das Ergebnis ist gemmologisch identisch mit natürlichem Rauchquarz, da Mineral und physikalischer Prozess gleich sind, nur im Labor beschleunigt.
Was ist Morion?
Morion ist die Bezeichnung für eine sehr dunkle, fast undurchsichtige schwarze oder dunkelbraune Varietät des Rauchquarzes. Sie entsteht durch stärkere Bestrahlung als gewöhnlicher Rauchquarz.
Verblasst Rauchquarz in der Sonne?
Ja, längere Einwirkung von direktem Sonnenlicht oder hohen Temperaturen (über 200–300 °C) kann die Farbe des Rauchquarzes allmählich aufhellen. Bewahren Sie Ihr Schmuckstück deshalb nicht an dauerhaft sonnigen Orten auf und meiden Sie die Sauna.
Was ist Smoky Topas? Ist das dasselbe wie Rauchquarz?
Nein. „Smoky Topas" (oder „Rauchtopas") ist eine historisch falsche Handelsbezeichnung für Rauchquarz, die im korrekten Schmuckhandel heute nicht mehr verwendet wird. Topas ist ein völlig anderes Mineral mit abweichender chemischer Zusammensetzung (Al₂SiO₄(F,OH)₂), höherer Härte (8) und entsprechend höherem Preis. Wenn Ihnen jemand „Smoky Topas" anbietet, handelt es sich nahezu sicher um Rauchquarz.
Ist Rauchquarz radioaktiv?
Nein. Obwohl die Farbe des Rauchquarzes durch Strahlung auf das Kristallgitter entstanden ist, ist der abgebaute Stein selbst nicht radioaktiv. Das Tragen von Schmuck mit Rauchquarz ist völlig unbedenklich.