Padparadscha – der seltenste Saphir in der Farbe der Lotusblüte
Aktualisiert: 10. August 2026
Der Padparadscha-Saphir ist eine außergewöhnlich seltene Saphirvarietät mit einer Farbe zwischen Rosa und Orange, die traditionell mit der Lotusblüte verglichen wird. Der Name stammt vom singhalesischen Ausdruck padma raga, also „Farbe des Lotus“. Mineralogisch handelt es sich – wie beim blauen Saphir – um Korund (Al2O3), und mit einer Härte von 9 von 10 auf der Mohs-Skala hält er auch das tägliche Tragen aus. Der eng definierte Farbton und die begrenzten Fundstätten machen ihn zu einem der teuersten farbigen Saphire. Seit der Verlobung von Prinzessin Eugenie greifen zudem auch Paare zu ihm, die einen ungewöhnlichen Stein für den Verlobungsring suchen.
Inhalt des Artikels:
- Was ist ein Padparadscha-Saphir – Definition und Eigenschaften
- Welche Farbe hat ein Padparadscha-Saphir
- Was kostet ein Padparadscha-Saphir und warum ist er so selten
- Behandlungen des Padparadscha-Saphirs und wie Sie einen echten Stein erkennen
- Wie Sie Schmuck mit Padparadscha-Saphir auswählen
- Pflege von Schmuck mit Padparadscha-Saphir
- Padparadscha-Saphir und ähnliche Steine: Morganit, Citrin und Koralle
- Wo wird der Padparadscha-Saphir abgebaut
- Symbolik und Tradition
- Berühmte Padparadscha-Saphire
- Warum Sie Saphirschmuck bei Eppi kaufen sollten
- Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Padparadscha-Saphir – Definition und Eigenschaften
Padparadscha ist die Handelsbezeichnung für einen Saphir mit einem zarten rosa-orangen bis orange-rosa Farbton in pastelligen Nuancen. Damit ein Stein so bezeichnet werden darf, muss seine Farbe eine sehr enge Definition erfüllen – deshalb qualifiziert sich nur ein Bruchteil der geförderten Saphire. Gerade diese strenge Grenze macht den Padparadscha zu einem der wertvollsten Saphire überhaupt.
Padparadscha als Fancy-Saphir
Mineralogisch ist der Padparadscha eine Varietät des Korunds, also kristallinen Aluminiumoxids. Roter Korund wird als Rubin bezeichnet, alle übrigen Farben zählen zu den Saphiren. Die nicht-blauen Steine fasst man als Fancy-Saphire zusammen, und der Padparadscha nimmt unter ihnen eine Sonderstellung ein – als einziger trägt er einen eigenen Namen.
Lesen Sie auch: unseren großen Saphir-Ratgeber – von der klassischen blauen Varietät bis zu den farbigen Varianten.
Herkunft des Namens – „Farbe der Lotusblüte“
Der Name geht auf den singhalesischen und ursprünglich sanskritischen Ausdruck padma raga zurück, übersetzt „Farbe des Lotus“. Er verweist auf die Farbe der Blütenblätter des Lotus, der auf Sri Lanka als heilige Pflanze gilt – der Padparadscha ist damit einer der wenigen Edelsteine, die nach einer Blüte benannt sind (Lotus Gemology). In alten indischen Quellen wurde padmaraga noch zu den Rubinen gezählt – die Bezeichnung Saphir galt damals ausschließlich für blaue Steine.
Steckbrief
- Edelsteinfamilie Korund
- Edelstein des SternzeichensStier
- Härte (Mohs-Skala)
9
- Fundstätten Sri Lanka, Madagaskar, Tansania, Vietnam
- Edelstein des MonatsSeptember
- Farbe
Rosa-orange bis orange-rosa in pastelligen Nuancen
Gemmologische Parameter des Padparadscha-Saphirs
- Chemische Zusammensetzung Al2O3, Aluminiumoxid
- Relative Dichte 3,95–4,03
- Kristallsystem Trigonal (rhomboedrisch)
- Brechungsindex 1,762–1,770
- Doppelbrechung 0,008–0,010
- Strich Weiß
- Spaltbarkeit Keine
- Fluoreszenz Schwach bis mittel; eine auffällig gleichmäßige orange Fluoreszenz deutet auf eine Beryllium-Diffusion hin
Physikalische Eigenschaften
Mit einer Härte von 9 auf der Mohs-Skala gehört Korund zu den härtesten Edelsteinen überhaupt – nur Diamant und Moissanit übertreffen ihn (GIA). Der Padparadscha-Saphir besitzt zudem keine Spaltebenen, sodass bei einem Stoß nicht die Gefahr besteht, dass der Stein absplittert. In der Widerstandsfähigkeit steht er dem blauen Saphir in nichts nach, und Sie können ihn bedenkenlos auch täglich am Ring tragen.
Wissenswertes über den Padparadscha-Saphir
Der einzige Saphir mit eigenem Namen
Der Padparadscha ist der einzige Saphir, der sich einen eigenen Namen verdient hat. Dieser stammt aus dem Singhalesischen und bedeutet „Farbe des Lotus“ – der Blüte, deren Färbung der Edelstein täuschend ähnelt.
Einzigartigkeit
Er ist die seltenste Saphirvarietät. Seine Fundstätten sind begrenzt, und nach Ansicht mancher Kenner stammen die echten Steine ausschließlich aus Sri Lanka.
Die Farbe des Sonnenuntergangs
Gemmologen des GIA beschreiben den Farbton als lachsfarben oder als die Farbe der untergehenden Sonne. Neben dem Lotus wird die Farbe auch mit einer reifen Aprikose verglichen.
Welche Farbe hat ein Padparadscha-Saphir
Der Padparadscha-Saphir hat eine zarte pastellige Farbe zwischen Rosa und Orange – gemmologische Labore definieren sie als rosa-orange bis orange-rosa mit hellem bis mittlerem Ton und geringer bis mittlerer Sättigung. Jeder Stein mischt die beiden Nuancen in einem etwas anderen Verhältnis, sodass Sie praktisch keine zwei identischen Exemplare finden.
Wie die Farbe entsteht
Den rosa Anteil verursachen Spuren von Chrom, das Orange entsteht durch Farbzentren, die mit Eisen im Kristallgitter zusammenhängen. Dieses genaue Gleichgewicht der Spurenelemente kommt in der Natur nur selten vor – deshalb gibt es so wenige Steine im echten Lotusfarbton.
Padparadscha vs. rosa und oranger Saphir
Die Grenzen sind eng. Überwiegt im Stein das Rosa, handelt es sich um einen rosa Saphir, überwiegt das Orange, um einen orangen Saphir. Als Padparadscha wird nur die ausgewogene Kombination beider Nuancen dazwischen anerkannt – und der Preisunterschied ist beträchtlich: Ein Padparadscha kostet deutlich mehr als beide „benachbarten“ Saphire.
| Stein | Farbe | Preisniveau |
|---|---|---|
| Rosa Saphir | Rosa überwiegt | Mittel |
| Padparadscha-Saphir | Ausgewogenes Verhältnis von Rosa und Orange | Am höchsten |
| Oranger Saphir | Orange überwiegt | Mittel |
Die umstrittene Definition und die Rolle des Zertifikats
Über die genaue Abgrenzung dieses Farbtons sind sich Fachleute bis heute uneinig. Renommierte Labore wie GIA, SSEF, Gübelin oder GRS beurteilen die Steine bei standardisiertem Tageslicht, und bei Grenzfällen können ihre Urteile voneinander abweichen. Das Wort „Padparadscha“ auf dem Zertifikat steigert den Wert eines Steins erheblich – wenn Sie einen größeren Stein als Investition kaufen, sichern Sie sich dazu ein Gutachten eines anerkannten Labors.
Was kostet ein Padparadscha-Saphir und warum ist er so selten
Der Padparadscha zählt zu den teuersten Saphiren der Welt. Hochwertige Steine werden im Bereich von mehreren Tausend bis Zehntausenden Euro pro Karat gehandelt (1 Karat = 0,2 Gramm), und außergewöhnliche unerhitzte Exemplare übersteigen auf Auktionen sogar 40.000 Euro pro Karat. Über den Preis entscheiden die Ausgewogenheit der Farbe, die Behandlung, das Gewicht, die Reinheit und die Herkunft.
Warum er eine solche Rarität ist
Dafür gibt es drei Gründe. Die geologischen Bedingungen für die Entstehung von rosa-orangem Korund sind selten, die Fundstätten beschränken sich auf einige wenige Gebiete in Asien und Afrika, und die enge Farbdefinition schließt schließlich auch die meisten aussichtsreichen Kandidaten aus, denen das Labor nur die Bezeichnung rosa oder oranger Saphir zuerkennt.
Richtpreise
| Steinkategorie | Richtpreis pro Karat |
|---|---|
| Erhitzt, hellere Farbe | 800–4.500 EUR |
| Erhitzt, hochwertige Farbe | 4.000–8.000 EUR |
| Unerhitzt, hochwertige Farbe | 13.000–21.000 EUR |
| Außergewöhnliche Auktionsstücke | 26.000–40.000 EUR und mehr |
Die Preise sind Richtwerte, aus US-Dollar umgerechnet und basieren auf Daten der International Gem Society sowie aktuellen Marktangeboten. 1 Karat = 0,2 Gramm.
Was den Wert am stärksten beeinflusst
Die größte Rolle spielt die Behandlung: Ein unerhitzter Stein mit vergleichbarer Farbe kostet bis zum Dreifachen eines erhitzten. Der zweite Faktor ist die Herkunft – für Steine aus Sri Lanka zahlen Sie in der Regel 20–30 % mehr als für madagassische. Und da größere Exemplare schwer zu finden sind, steigt der Preis pro Karat bei Steinen über 2 Karat steil an.
Padparadscha als Investmentstein
Dank seiner Seltenheit und der steigenden Nachfrage zählt der Padparadscha zu den gefragten Sammlersteinen, und seine Auktionspreise steigen langfristig. Für einen Kauf als Investment gelten strengere Maßstäbe als bei einem Schmuckstück zur Freude: Den Wert halten vor allem unerhitzte Steine mit dem Zertifikat eines renommierten Labors und belegter Herkunft, idealerweise aus Sri Lanka. Rechnen Sie auch damit, dass der Markt für einen so eng definierten Stein klein ist – ein Verkauf kann länger dauern als bei Diamanten.
Hinweis: Eppi ist kein Anlageberater. Die genannten Informationen dienen ausschließlich der Aufklärung.
Behandlungen des Padparadscha-Saphirs und wie Sie einen echten Stein erkennen
Ein Teil der Padparadscha-Saphire auf dem Markt hat eine Hitzebehandlung durchlaufen, die die Farbe vertieft. Das ist eine akzeptierte und stabile Behandlung, die der Verkäufer nach den Regeln internationaler Schmuckorganisationen jedoch angeben muss (GIA). Es gibt auch die drastischere Beryllium-Diffusion, bei der die Farbe künstlich entsteht – solche Steine haben nur einen Bruchteil des Werts. Die Art der Behandlung unterscheidet mit Sicherheit nur ein gemmologisches Labor.
Erhitzen
Das Erhitzen hellt bei Saphiren Trübungen auf und verbessert den Farbton. Die Behandlung ist dauerhaft, auf dem Markt üblich und erfolgt beim Padparadscha meist schonend bei niedrigeren Temperaturen, damit der zarte Ton nicht in ein sattes Orange übergeht. Unerhitzte Steine mit natürlicher Farbe sind deutlich teurer und gehen vor allem in Sammlungen.
Beryllium-Diffusion – worauf Sie achten sollten
Um die Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert tauchten auf dem Markt zahlreiche wunderschön gefärbte Steine auf, die sich später als hellrosa Saphire herausstellten, die mit Beryllium-Diffusion behandelt worden waren. Beim extremen Erhitzen dringt Beryllium tief in den Kristall ein und verändert die Farbe im gesamten Volumen, sodass die Behandlung erst eine laborchemische Elementanalyse aufdeckt. Seriöse Labore bezeichnen solche Steine als „lattice diffused“ und erkennen ihnen den Namen Padparadscha nicht zu.
Zertifikat und Reinheit
Bei größeren Steinen, die als Investition gekauft werden, lohnt sich der Aufpreis für ein Zertifikat eines renommierten Labors (GIA, SSEF, Gübelin, GRS). Das Gutachten bestätigt, dass es sich um einen natürlichen Saphir handelt, bewertet die Farbeinstufung, die Art der Behandlung und häufig auch die Herkunft. Es lohnt sich zudem, auf die Reinheit zu achten: In einem hellen, pastelligen Stein sind auch kleine Einschlüsse gut sichtbar. Beim Padparadscha gilt die Farbe jedoch als wichtigeres Kriterium als eine makellose Reinheit – wegen des begehrten Farbtons tolerieren Käufer kleine Einschlüsse in der Regel.
Synthetischer Padparadscha und Imitationen
Der Lotusfarbton lässt sich auch im Labor erzeugen. Im Labor gezüchtete Saphire haben dieselbe chemische Zusammensetzung, Härte und denselben Glanz wie natürliche Steine, kosten aber um ein Vielfaches weniger – so lässt sich diese Farbe auch ohne Sammlerbudget erwerben.
Neben synthetischen Saphiren gibt es auch Imitationen aus Glas oder anderen Materialien, die dem Padparadscha-Saphir nur in der Farbe ähneln. Die Unterschiede zwischen natürlichem, synthetischem und simuliertem Stein haben wir in einem eigenen Artikel beschrieben.
Wie Sie Schmuck mit Padparadscha-Saphir auswählen
Der Padparadscha-Saphir hat eine Härte von 9 von 10 auf der Mohs-Skala – in der Praxis bedeutet das, dass ihn normales Tragen kaum zerkratzt. Er eignet sich daher für alle Arten von Schmuck, auch für täglich getragene Ringe. Bei der Auswahl lohnt es sich, auf Schliff und Größe zu achten: In einem kleineren und flacheren Stein legt das Licht eine kürzere Strecke zurück, sodass die pastellige Farbe heller wirkt – deshalb wird der Padparadscha eher in die Tiefe geschliffen.
Schmuck mit Padparadscha-Saphir
Farblich kommt dem Padparadscha der orange Saphir am nächsten – in unserem Sortiment finden Sie ihn in der Cluster-Fassung (einer Gruppierung mehrerer Steine) und als Solitär in einer Zargenfassung (Bezel). Für Paare, denen ein Diamant zu klassisch ist, haben wir Verlobungsringe mit Saphir in der gesamten Farbpalette, auch in Rosa und Orange. Einen echten Padparadscha bieten wir wegen seiner Seltenheit und seines hohen Preises normalerweise nicht an, für ein maßgefertigtes Schmuckstück können wir ihn jedoch für Sie anfragen. Und wenn Sie einen Stein in einer ähnlichen Farbe suchen, werfen Sie einen Blick auf den Vergleich mit Morganit, Citrin und Koralle weiter unten im Artikel.
TIPP: Sie wissen nicht, welche Fassung Sie wählen sollen? Sehen Sie sich unsere Übersicht der Fassungsarten für Edelsteine an.
Passende Metalle
Warme Metalle – Roségold und Gelbgold – verschieben die Wirkung des Steins in wärmere Töne. Weißgold und Platin unterlegen die Farbe des Steins nicht, sodass Sie sie originalgetreu so sehen, wie sie wirklich ist. Die Wahl ist rein ästhetisch – der Stein bleibt in jedem von ihnen gleich widerstandsfähig.
Wussten Sie schon? Zu jedem Schmuckstück mit Edelstein von Eppi erhalten Sie ein Zertifikat, das die Eigenschaften des Steins bestätigt. Versand und Rückgabe sind kostenlos in ganz Deutschland und Österreich.
Pflege von Schmuck mit Padparadscha-Saphir
Die Pflege ist dank der Härte und der fehlenden Spaltbarkeit einfach: Es genügen lauwarmes Wasser, milde Seife und eine weiche Bürste. Spülen Sie das Schmuckstück nach dem Reinigen ab und trocknen Sie es mit einem fusselfreien Tuch.
Wie Sie den Padparadscha-Saphir zu Hause reinigen
Lassen Sie das Schmuckstück einige Minuten in Seifenwasser einweichen und bürsten Sie festsitzenden Schmutz rund um die Fassung vorsichtig aus. Steine ohne Einschlüsse und Risse vertragen meist auch ein Ultraschallgerät, bei diffusionsbehandelten Steinen sollten Sie es jedoch lieber meiden. Wenn Sie unsicher sind, geben Sie das Schmuckstück in die Hände eines Goldschmieds.
Im Rahmen des lebenslangen Services von Eppi reinigen wir Ihren Saphirschmuck einmal jährlich professionell, prüfen die Fassung des Steins und führen die übliche Pflege durch – kostenlos. Lassen Sie sich online beraten.
Aufbewahrung
Wegen seiner hohen Härte zerkratzt der Padparadscha-Saphir leicht weichere Steine und Metalle. Bewahren Sie ihn im Schmuckkästchen deshalb in einem separaten Fach oder einem Stoffbeutel auf. Vor Sport, Hausarbeit und dem Kontakt mit Chemikalien legen Sie das Schmuckstück lieber ab – dem Stein selbst schaden sie nicht, sie können aber Metall und Fassung beschädigen.
Padparadscha-Saphir und ähnliche Steine: Morganit, Citrin und Koralle
Wenn Sie die warmen rosa-orangen Töne begeistert haben, der Preis des Padparadscha aber Ihr Budget übersteigt, finden Sie ähnliche Nuancen auch bei erschwinglicheren Steinen.
Am nächsten kommt dem Padparadscha der Morganit in Pfirsichtönen. Diese Beryll-Varietät wird auch in einem kühleren, reinen Rosa verkauft – dieses entsteht meist durch schonendes Erhitzen, das den orangen Schimmer zurückdrängt. Anders als der Padparadscha wird er üblicherweise in großen, reinen Stücken abgebaut, sodass Sie einen auffälligen Stein für einen Bruchteil des Preises bekommen. Mit einer Härte von 7,5–8 hält er normales Tragen aus, rechnen Sie aber mit einem etwas schonenderen Umgang als beim Saphir.
Citrine decken die Skala von reinem Gelb über sattes Orange bis Orangebraun ab – die dunkelsten Exemplare werden im Handel Madeira genannt. Es handelt sich um eine Quarzvarietät mit einer Härte von 7, und unter den vier Steinen ist sie preislich am erschwinglichsten.
Einen ganz anderen Charakter hat die orange Koralle – ein organisches Material mit samtigem, nicht-edelsteinartigem Glanz und lachsfarbener bis orangeroter Farbe. Wegen ihrer Härte von 3–4 eignet sie sich eher für Ohrringe, Ketten und Kinderschmuck als für einen täglich getragenen Ring.
Wo wird der Padparadscha-Saphir abgebaut
Die klassische und historisch bedeutendste Quelle ist Sri Lanka, kleinere Mengen stammen aus Madagaskar, Tansania und Vietnam. Die Herkunft ist dabei nicht nur eine Randnotiz im Zertifikat – ceylonesische Steine werden am höchsten bewertet.
Sri Lanka – die Wiege des echten Padparadscha
Auf der Insel werden die Steine seit Jahrhunderten aus Flusskiesen gewaschen, und der ceylonesische Padparadscha ist bis heute der Maßstab für Qualität. Puristen unter den Gemmologen erkennen sogar nur Steine aus Sri Lanka als echten Padparadscha an – bei den übrigen Lokalitäten wird über die Einstufung gestritten.
Madagaskar, Tansania und Vietnam
Madagaskar reihte sich nach der Entdeckung der dortigen Lagerstätten in den 1990er-Jahren unter die Hauptproduzenten ein. Die dortigen Steine sind eher rosastichig, und ihre Farbe wird häufig durch Erhitzen nachjustiert. Tansanische Exemplare haben oft einen bräunlichen Schimmer, weshalb ein Teil der Labore sie nicht zu den Padparadscha-Saphiren zählt, und in Vietnam handelt es sich um kleinere Funde.
Symbolik und Tradition
Im antiken Indien und auf Sri Lanka wurden Edelsteine einzelnen Kasten zugeordnet, und padmaraga, wie alte sanskritische Texte den Padparadscha nennen, gehörte der Überlieferung nach der höchsten – den Brahmanen. Ein Priester, der den Stein besaß, sollte auch inmitten von Feinden vor Unglück geschützt sein. Man glaubte jedoch, dass der Stein seine außergewöhnliche Wirkung nur behielt, wenn ihn der Besitzer vor der Berührung durch Angehörige niedrigerer Kasten bewahrte.
Die rosa Töne des Steins verbindet die Tradition mit Liebe und Kreativität, die orangen mit Freude und Lebensenergie. Unter den Sternzeichen wird der Saphir vor allem dem Stier zugeordnet, und wie alle Saphire ist der Padparadscha der Stein der im September Geborenen.
Hinweis: Eppi führt keine heilenden oder magischen Wirkungen von Edelsteinen an. Die oben genannte Symbolik wird ausschließlich als historische und kulturelle Tradition dargestellt.
Berühmte Padparadscha-Saphire
In die Geschichte der Juwelierkunst haben sich gleich mehrere Padparadscha-Saphire eingeschrieben – vom rekordverdächtigen Museumsexemplar bis zu einem Ring, der 2018 die Titelseiten der Weltpresse eroberte.
Der größte Padparadscha-Saphir der Welt
Den Rekord hält ein ovaler Stein mit einem Gewicht von 100,18 ct, der auf Sri Lanka gefördert wurde und heute im American Museum of Natural History in New York ausgestellt ist. Kenner bemängeln an ihm gelegentlich einen zu ausgeprägten orangen Schimmer zulasten des rosa Anteils – auch hier zeigt sich, wie streng der Lotusfarbton beurteilt wird.
Der Verlobungsring von Prinzessin Eugenie
Für eine beispiellose Welle des Interesses sorgte 2018 Jack Brooksbank, als er der britischen Prinzessin Eugenie einen Goldring mit einem ovalen Padparadscha-Saphir ansteckte, der von einem Diamant-Halo umgeben war. Die königliche Verlobung löste eine weltweite Nachfrage nach rosa-orangen Steinen aus, und der Padparadscha hält sich seither unter den begehrtesten farbigen Edelsteinen.
Warum Sie Saphirschmuck bei Eppi kaufen sollten
Ein echter Padparadscha ist so selten und teuer, dass er meist gar nicht erst in das reguläre Sortiment eines Juweliers gelangt – auch bei uns finden Sie ihn nicht auf Lager. Wenn Sie irgendwo auf einen preisgünstigen „Padparadscha“ stoßen, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen orangen oder rosa Saphir in einem ähnlichen Farbton: Die Bezeichnung wird im Schmuckhandel oft lockerer verwendet, als es gemmologische Labore definieren.
Gerade diese Steine sind ein erschwinglicher Weg, sich die Lotusfarbe ohne Sammlerbudget zu holen – orange und rosa Saphire finden Sie auch in unserem Sortiment. Ob Sie einen ungewöhnlichen Verlobungsring aussuchen oder ein Geschenk für eine Liebhaberin pastelliger Farben – bei uns können Sie sicher sein, dass Stein und Schmuckstück in guten Händen sind:
- Lebenslanger Service kostenlos – einmal jährlich reinigen wir das Schmuckstück, prüfen die Fassung des Steins und führen die übliche Pflege durch.
- Eppi-Qualitätszertifikat zu jedem Schmuckstück mit Edelstein – Steinart, Karat, Reinheit, Farbe, Form und Herkunft.
- Präzise Handarbeit in unserer eigenen Goldschmiedewerkstatt in Prag.
- Zur Wahl stehen Gold (14- und 18-karätig), Silber und Platin.
- Maßgefertigter Schmuck – wir fertigen Ihr Schmuckstück mit einem farbigen Saphir genau nach Ihren Vorstellungen. Und wenn Sie sich einen echten Padparadscha wünschen, schreiben Sie uns Ihre Vorstellung, und wir fragen den Stein gerne für Sie an.
- Kostenloser Versand und 120 Tage Rückgabe.
- Die meisten Schmuckstücke fertigen wir aus recycelten Metallen.
Sehen Sie sich unser Angebot an Schmuck mit orangen Saphiren an, stöbern Sie durch den Saphirschmuck oder werfen Sie einen Blick auf die Verlobungsringe mit Edelsteinen. Und wenn Sie die farbigen Steine fasziniert haben, stellen wir weitere in unserem Edelstein-Atlas vor.
Häufig gestellte Fragen über den Padparadscha-Saphir
Was ist ein Padparadscha-Saphir?
Der Padparadscha-Saphir ist eine seltene Korundvarietät mit einem zarten rosa-orangen bis orange-rosa Farbton, der an die Lotusblüte erinnert. Er zählt zu den sogenannten Fancy-Saphiren und trägt als einziger Saphir einen eigenen Namen.
Welche Farbe hat ein Padparadscha-Saphir?
Eine pastellige Kombination aus Rosa und Orange, in der keine der beiden Nuancen deutlich überwiegt. Sie wird als Farbe der Lotusblüte, als lachsfarben, als Farbe des Sonnenuntergangs oder einer reifen Aprikose beschrieben.
Was bedeutet der Name Padparadscha?
Er stammt vom singhalesischen Ausdruck padma raga, der „Farbe des Lotus“ bedeutet. Er verweist auf die rosa-orangen Blüten des Lotus, der heiligen Pflanze Sri Lankas.
Was kostet ein Padparadscha-Saphir?
Hochwertige erhitzte Steine kosten etwa 4.000–8.000 Euro pro Karat, unerhitzte 13.000–21.000 Euro pro Karat. Außergewöhnliche Exemplare werden auf Auktionen sogar für über 40.000 Euro pro Karat verkauft.
Warum ist ein Padparadscha-Saphir so teuer?
Die Kombination von Spurenelementen, die den Lotusfarbton erzeugt, kommt in der Natur nur selten vor, die Fundstätten sind begrenzt, und die enge Farbdefinition schließt die meisten Steine aus. Zum Preis trägt auch die steigende Nachfrage nach ungewöhnlichen farbigen Steinen für Verlobungsringe bei.
Wo wird ein Padparadscha-Saphir abgebaut?
Vor allem auf Sri Lanka, von wo die wertvollsten Steine stammen. In geringerem Umfang auch auf Madagaskar, in Tansania und in Vietnam.
Eignet sich ein Padparadscha-Saphir für einen Verlobungsring?
Ja. Eine Härte von 9 von 10 auf der Mohs-Skala bedeutet, dass ihn praktisch nur ein Diamant zerkratzt, und da er keine Spaltebenen hat, splittert er bei einem Stoß nicht ab. Er hält das tägliche Tragen ebenso gut aus wie ein blauer Saphir und eignet sich hervorragend für einen Verlobungsring.
Was ist der Unterschied zwischen einem Padparadscha-Saphir und einem rosa Saphir?
Beim rosa Saphir überwiegt eindeutig die rosa Farbe. Ein Padparadscha muss Rosa und Orange in einem ausgewogenen Verhältnis kombinieren – und gerade deshalb ist er deutlich teurer.
Ist ein Padparadscha-Saphir erhitzt?
Ein Teil der Steine auf dem Markt schon – die Hitzebehandlung ist akzeptiert, muss aber angegeben werden. Vorsicht bei der Beryllium-Diffusion: So künstlich nachgefärbte Steine dürfen nicht als Padparadscha gelten und haben nur einen Bruchteil des Werts. Es sind trotzdem schöne Steine – in einem Schmuckstück für den Alltag leisten sie hervorragende Dienste, nur als Investition sollten Sie nicht mit ihnen rechnen.
Wie erkenne ich einen echten Padparadscha-Saphir?
Zuverlässig nur anhand des Zertifikats eines renommierten Labors (GIA, SSEF, Gübelin, GRS), das die natürliche Herkunft, die Farbeinstufung und die Art der Behandlung bestätigt. Eine Beryllium-Diffusion erkennen Sie mit bloßem Auge nicht. Häufig sind auch orange und rosa Saphire, die unter dem Namen Padparadscha verkauft werden. Ein Anhaltspunkt ist der Preis: Ein echter Padparadscha wird für mehrere Tausend bis Zehntausende Euro pro Karat verkauft, bei einem Stein für wenige Hundert Euro handelt es sich also höchstwahrscheinlich nicht um einen echten.
Ist ein Padparadscha-Saphir seltener als ein Rubin?
Der Padparadscha zählt zu den seltensten Korundvarietäten überhaupt. Spitzensteine in unerhitzter Qualität erreichen Preise, die mit hochwertigen Rubinen vergleichbar sind, gängigere erhitzte Exemplare sind erschwinglicher.
Wie reinige ich Schmuck mit einem Padparadscha-Saphir?
Es genügen lauwarmes Wasser, milde Seife und eine weiche Bürste. Steine ohne Einschlüsse und Risse vertragen meist auch Ultraschall, bei diffusionsbehandelten sollten Sie ihn lieber meiden.