Wen man (nicht) zur Hochzeit einlädt und wie man mit einer Gästeliste erstellt

Sie planen eine Hochzeit und es wird Zeit, darüber nachzudenken, wer Ihren großen Tag mit Ihnen verbringt? Die Entscheidung welche Hochzeitsgäste eingeladen werden, kann manchmal eine große Herausforderung sein. Wie viele Personen sollte man einladen? Wen sollte man nicht vergessen und wem sollte man den Vorzug geben? Und was genau ist ein guter Stil und richtig? Mit den nachfolgenden Tipps versuchen wir Ihnen weiterzuhelfen, wie mit der Etikette bei der Gästeliste zur Hochzeit umgehen, was Sie bei der Planung nicht vergessen sollten und wie Sie sich den ganzen Prozess erleichtern können.

Bevor Sie beginnen eine Liste aller Personen zu erstellen, die Sie bei Ihrer Hochzeit dabei haben möchten, ist es notwendig dass Sie sich klar werden, wie groß Sie Ihre Hochzeit planen. Vermutlich ist Ihnen klar, dass bei einer kleinen Hochzeit man nicht an eine Hochzeitsgesellschaft mit 200 Personen denken wird. Wenn Sie auf der anderen Seite eine Großveranstaltung planen, sind Ihre Möglichkeiten natürlich viel weniger begrenzt. Die Größe der Hochzeit ist eng mit dem Budget verbunden, daher ist es ratsam dieses festzusetzen bevor Sie beginnen über die Gäst*innen nachzudenken. Hilfreich ist es sicher auch bereits zu wissen, wo Sie die Hochzeit veranstalten wollen und welche finanziellen Aspekte sowie räumlichen Möglichkeiten dies mit sich bringt. Erst danach können Sie darüber nachdenken, wer Ihre Hochzeit nicht verpassen sollte.

Gästeliste
Ein wichtiger Punkt bei der Hochzeitsplanung ist die Entscheidung, wer am Hochzeitstag an Ihrer Seite sitzt

Wen lädt man zur Hochzeit ein?

Nehmen Sie zu Beginn ein Stück Papier und einen Bleistift und schreiben Sie die Namen aller Personen auf, die Sie bei Ihrer Hochzeit sehen möchten - von nahen Familienangehörigen über Verwandte bis hin zu Freund*innen. Schreiben Sie diese Namen ein paar Momente lang ohne Nachzudenken, zählen Sie die Namen nicht und vergessen Sie für eine Weile Ihr Budget. Jeder kann so seine eigene Liste schreiben und diese können Sie dann miteinander vergleichen.

Wenn Sie die ursprünglich festgelegte Anzahl mit Ihrer Liste überschreiten (und die werden Sie wahrscheinlich überschreiten), müssen Sie Ihre Gästeliste reduzieren. Aber wie geht das? Sie sagen sich jetzt sicher, dass Sie an Ihrem großen Tag alle an Ihrer Seite haben wollen, nicht wahr? Schauen wir uns an, wie wir am besten mit der Verkleinerung der Gästeliste umgehen.

Familie

In den allermeisten Fällen steht die engste Familie des Brautpaars an erster Stelle. Eltern, Großeltern und Geschwister sind daher selbstverständlich auf der Liste. Die Etikette besagt, dass man auch die neuen Partner*in der Eltern einladen sollte, wenn diese nicht mehr zusammen leben.

Für die weitere Familie, wie die Geschwister der Eltern, ihre Kinder oder die Geschwister der Großeltern, hängt die Einladung hauptsächlich von zwei Faktoren ab - wie eng Ihre Beziehung ist und wie groß Ihre Hochzeit sein wird. Es besteht definitiv keine Notwendigkeit jemanden einzuladen nur weil er zur Familie gehört. Wenn Sie jedoch eine große Hochzeit planen, ist es normalerweise ratsam, einen größeren Kreis von Verwandten einzuladen.

Freunde und Bekannte

Der nächste Punkt auf der Hochzeitsliste sind die engsten Freunde. Wir sind davon überzeugt, dass Sie, wenn Sie und Ihre bessere Hälfte die Verlobungsphase erreicht haben, höchstwahrscheinlich gegenseitig Ihre besten Freunde kennen und diese gerne einladen würden.

Bei einem größeren Freundeskreis ist dies jedoch nicht so einfach. Möglicherweise haben Sie die Namen aller Freund*innen und Bekannten, die Sie vielleicht bei der Hochzeit dabei haben möchten, auf Ihrer Liste, aber irgendwie sind es einfach zu viele. Versuchen Sie beim Verkleinern der Liste zu berücksichtigen, wie oft Sie sich sehen, was Sie gemeinsam erlebt haben, oder ob Sie sich vorstellen können, dass Sie sich in den kommenden Jahren regelmäßig treffen werden. Die Tatsache, wie gut Sie als Paar diese Person kennen, kann Ihnen auch bei dieser Entscheidung helfen. Wenn er sich beispielsweise noch nie mit dieser Person getroffen haben, ist es ratsam zu überlegen, ob Sie ihn oder sie wirklich bei der Hochzeit haben möchten.

Arbeitskollegen

Es ist oft ein großes Fragezeichen, ob man diejenigen Personen mit denen man jeden Tag in der Arbeit verbringt, zu einer Hochzeit einladen sollte. Vielleicht fällt Ihnen jetzt das Argument ein, dass es höflich wäre, diese einzuladen. Versuchen Sie jedoch sie eine Weile als Freund*innen zu sehen und nicht als Personen mit denen man die Arbeitszeit teilt. Wie lange kennen Sie sich schon? Sind Sie sich auch menschlich nahe? Verbringen Sie auch Zeit außerhalb der Arbeitszeit zusammen? Wenn ja, erwägen Sie diese Arbeitskollegen zur Hochzeit einzuladen. Wenn Sie sich jedoch ausschließlich bei der Arbeit sehen und sonst keine engere Verbindung zueinander haben, ist dies definitiv keine Notwendigkeit.

Was ist mit Ex-Partner*innen?

Sie fragen sich vielleicht, ob Sie Ihre Ex zur Hochzeit einladen sollen. Passt dies? Oder ist es tabu? Dies hängt hauptsächlich davon ab, welche Beziehung Sie zueinander haben. Wenn Sie sich nicht mehr sehen oder nur gelegentlich Kontakt haben, ist eine Einladung zur Hochzeit nicht angemessen. Es gibt aber auch Leute, die auch nach der Trennung eine enge Freundschaft pflegen und sich als gute Freund*innen sehen. In diesem Fall können Sie eine Einladung erwägen, aber Sie sollten darüber nachdenken, ob die Anwesenheit dieser Menschen bei Ihrer Hochzeit wirklich angemessen und nicht ein bisschen seltsam ist. Es ist immer wichtig, diese Situation im Paar zu besprechen und die Meinung der Anderen zu respektieren.

Backup-Gastliste

Es ist keine schlechte Idee, so etwas wie eine Hochzeitsliste mit "Ersatzgästen" zu erstellen. Es kann vorkommen, dass jemand die Einladung zu Ihrer Hochzeit ablehnt. In diesem Fall können Sie stattdessen eine Person einladen, die auf Ihrer ursprünglichen Gästeliste auf der nächsten Stelle aufgeführt ist. Es ist jedoch wichtig, die erste Runde an Einladungen früh genug zu versenden, damit Sie nicht in eine Situation geraten, in der Sie einige wenige Wochen oder sogar Tage vor der Hochzeit versuchen noch jemanden einzuladen. Das würde nicht sehr höflich aussehen.

Was Sie beim Erstellen einer Gästeliste nicht vergessen sollten

Sie denken, Sie sind sich jetzt darüber im Klaren, wen Sie zur Hochzeit einladen sollen? Lassen Sie uns ein paar wichtige Punkte besprechen, die man gerne vergisst.

Gästeliste
Hochzeitseinladungen immer pünktlich verschicken

Beratung mit den Eltern

Es kommt oft vor, dass die Eltern der Braut oder des Bräutigams zur Finanzierung der Hochzeit beitragen. In einigen Fällen schenken Eltern die Hochzeit sogar als Hochzeitsgeschenk an ihre Nachkommen. In solchem Fall ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Hochzeitsgäste und insbesondere ihre Anzahl mit den Eltern besprochen werden sollte. Wir sagen nicht, dass die Eltern entscheiden müssen, wen sie zu Ihrer Hochzeit einladen sollten, aber zumindest sollten Sie Ihren finanziellen Standpunkt respektive Möglichkeiten klären.

Kinder von Hochzeitsgästen

Haben Ihre Hochzeitsgäste Kinder? Wenn ja, ist es gut zu entscheiden, ob sie mit dem Kind zusammen eingeladen werden sollen und diese Tatsache sollte auch in der Einladung erwähnt werden. Einige Eltern halten dies für selbstverständlich und Sie könnten dann möglicherweise ziemlich überrascht sein, wenn ein paar Kinder bei Ihrer Hochzeit auftauchen. Gleichzeitig ist es wichtig zu wissen, dass ein älteres Kind normalerweise als zusätzliche Person beispielsweise beim Hochzeitsessen betrachtet wird.

Plus eins

Das Brautpaar gibt den Gästen oft die Möglichkeit in Begleitung zur Hochzeit zu kommen. Wenn Sie diese Option wählen, kann sich nicht nur die Anzahl der Hochzeitsgäste verdoppeln, sondern Sie müssen auch damit rechnen, dass bei Ihrer Hochzeit möglicherweise jemand erscheint, den Sie überhaupt nicht kennen.

Freunde und Verwandte, die im Ausland leben

Es kann vorkommen, dass Sie jemanden auf Ihrer Liste haben, der nicht im selben Land wie Sie lebt oder Sie wissen, dass er oder sie für lange Zeit ins Ausland geht. Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie diesen Gast bei Ihrer Hochzeit haben möchten, vergessen Sie nicht, ihn rechtzeitig zu informieren, um sicherzustellen, dass er kommen kann.

Auch für das Brautpaar muss bezahlt werden!

Wenn Sie Ihre Hochzeit an einem Ort planen, den Sie mieten oder wo Sie für das Catering bezahlen, vergessen Sie sich nicht als Brautpaar einzurechnen. Sie nehmen so gesehen auch an der Hochzeit teil und sollten in der endgültigen Anzahl der Personen mit eingerechnet sein.

Größere Hochzeit = mehr Sorgen

Eine große Hochzeit bringt nicht nur höhere finanzielle Anforderungen mit sich, sondern bringt auch weitaus mehr Sorgen mit sich. Je mehr Leute Sie einladen, desto anspruchsvoller wird die Organisation sowie die gesamte Vorbereitung und die Hochzeit selbst kann auch sehr stressig sein. Überlegen Sie sich daher, ob Sie wirklich so eine große Veranstaltung wollen oder vielleicht doch eine bescheidenere Hochzeitsgesellschaft haben wollen.

Alternativen, an die Sie sich vielleicht nicht gedacht haben

Wenn Sie mit Ihrer Hochzeitsgästeliste immer noch nicht zufrieden sind und nach einem vernünftigen Ausweg suchen, lassen Sie sich von den folgenden Tipps inspirieren.

Eine Einladung nur zur Zeremonie...

Bei der Planung einer Hochzeit gibt es eine Möglichkeit einige Gäst*innen nur zur Hochzeitszeremonie einzuladen, aber nicht zur Hochzeitsfeier. Dies kann nützlich sein, wenn Sie ein begrenztes Budget haben und eine Hochzeit an einem Ort organisieren, an dem Sie für das Catering pro Person bezahlen. Eine weitere Möglichkeit ist es, für die größere Anzahl von Gästen beispielsweise vor der Kirche oder dem Standesamt einen kleinen Umtrunk oder einen Apéro anzubieten, um so auch Zeit zu haben, mit diesen Gästen kurz zu sprechen.

... oder nur für das Hochzeitsfest

Natürlich ist auch das Gegenteil möglich - schicken Sie eine Einladung nur für das Hochzeitsfest. Diese Option wird oft von Brautpaaren bevorzugt, die nur in einem engen Familienkreis "Ja" sagen möchten, aber auch gerne das Fest mit allen Freunden genießen wollen.

Gästeliste
Sie können die Hochzeitszeremonie nur im Familienkreis organisieren, während Sie das Fest mit Freunden genießen können

Nachträgliche Hochzeitsfeier

Wenn Sie eine kleine Hochzeit planen und es Ihnen leid tut, dass einige Ihrer Bekannten oder Freund*innen keine Einladung erhalten haben, ziehen Sie die Möglichkeit einer zusätzlichen Hochzeitsfeier in Betracht. Einige Paare, die nur mit ihrer unmittelbaren Familie heiraten, veranstalten kurz nach der eigentlichen Trauung ein Wiedersehen für einen größeren Personenkreis. Sie können diese Veranstaltung ganz nach Ihren Wünschen konzipieren - sei es als wilde Party, Mittagessen in einem guten Restaurant oder sogar als Picknick im Park, wo jeder etwas Schmackhaftes mitbringt.

Empfehlungen und Ratschläge zum Schluss

Wählen Sie die Hochzeitsgäste immer zusammen aus. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihr Schatz eine Liste erstellt, die Sie anschließend nur genehmigen. Einige Ereignisse, wie die Wahl des Hochzeitskleides oder des Hochzeitsanzugs, gehören ausschließlich der Braut oder dem Bräutigam, während andere Aufgaben als Paar erledigt werden sollten. Das Erstellen einer Hochzeitsgästeliste gehört zu diesen gemeinsamen Aufgaben.

Versuchen Sie fair zu sein, wenn Sie gemeinsam die Hochzeitsgäste auswählen. Sofern die überwiegende Mehrheit Ihrer Hochzeitsliste nicht aus gemeinsamen Freunden besteht, sollte jeder von Ihnen ungefähr die gleiche Anzahl "seiner" Gäste haben.

Senden Sie die Hochzeitseinladungen frühzeitig ab und fordern Sie eine rechtzeitige Bestätigung oder Absage der Teilnahme ein. Es wäre sicherlich nicht angenehm, die Anwesenheit von Gäst*innen in letzter Minute zu lösen.

Wir empfehlen, eine übersichtliche Liste mit den Namen und Kontaktdetails aller Eingeladenen auf Papier oder am Computer zusammenzustellen. Es sollte nicht passieren, dass Sie beim Versenden von Einladungen jemanden vergessen. Es gibt sogar praktische mobile Anwendungen, die speziell für die Organisation der Gästeliste bei einer Hochzeit entwickelt wurden.

Wenn Sie nur eine kleine und private Hochzeit organisieren wollen, sollten Sie keine Angst davor haben, Ihre Eheschließung erst nach der eigentlichen Hochzeit einem größeren Kreis von Familienmitgliedern oder Befreundeten bekanntzugeben. Sie lassen diese so auf eine nette Weise wissen, dass sie nun ein angetrautes Paar sind.

Wenn Sie jemand zu seiner Hochzeit eingeladen hat, bedeutet dies nicht, dass Sie diese Person auch zu Ihrer Hochzeit einladen müssen. Jeder hat unterschiedliche Möglichkeiten, unterschiedliche Ideen und ein unterschiedliches Budget was die Hochzeit betrifft.

Wenn Sie eine Hochzeit mit einer größeren Anzahl von Gäst*innen planen, empfehlen wir Ihnen, eine Sitzordnung zu erstellen. Die Hochzeitsgäste können sich so besser orientieren und es wird nicht passieren, dass Eingeladenen, die sich nichts zu sagen haben, nebeneinander sitzen. Darüber hinaus verleihen schön gestaltete und einfallsreiche Karten, die beispielsweise auf Ihre Hochzeitsfarbe abgestimmt sind, dem Tisch einen besonderen Charme.

Die Frage, wen Sie zur Hochzeit einladen und wen nicht, bringt oft eine Art schlechtes Gewissen mit sich. „Was ist, wenn sie beleidigt ist, dass wir sie nicht eingeladen haben?“ „Wäre es nicht schlimm, wenn wir vier Jahre zusammen an der Uni verbracht haben und ich ihn nicht zu meiner Hochzeit eingeladen hätte?“ Sie sollten dann immer daran denken, dass es hauptsächlich Ihre Hochzeit ist und daher auch einzig Ihre Wahl ist, wen Sie dort um sich haben wollen. Mit diesem Artikel haben wir versucht, Ihnen einige Ratschläge und Tipps zu geben, die Ihnen bei der Entscheidung wen Sie zu Ihrer Hochzeit einladen sollten, helfen können. Ihr persönliches Gefühl dabei ist jedoch immer das Wichtigste. Denken Sie daran, dass es nicht notwendig ist, jemanden rein aus Anstand einzuladen. Es ist Ihr einzigartiger Tag, also umgeben Sie sich mit den Menschen, die Sie wirklich dort haben wollen.

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